Folge 10 | Too online to function? – mit Astrid Aschenbrenner

Shownotes

Astrid Aschenbrenner ist Creatorin, Unternehmerin, Podcasterin und Autorin - und spricht über mentale Gesundheit im Creator Business so ehrlich, dass es wirklich etwas bewegt. In dieser Folge reden wir darüber, wie dauernde Sichtbarkeit unser Selbstbild beeinflusst, wie man Grenzen setzt ohne Relevanz zu verlieren und warum Abgrenzung kein Zeichen von Schwäche – sondern von Stärke ist. Über Burnout, Hustle Culture, die Kommerzialisierung von mentaler Gesundheit und die Frage, wer eigentlich Verantwortung trägt, wenn Creator*innen zusammenbrechen.

Themen dieser Folge

→ Wie Astrid merkt, wann Social Media zu viel wird - als Konsumentin und als Creatorin → Burnout: Was die Warnsignale waren - und warum man sie trotzdem ignoriert → Wie dauernde Sichtbarkeit das Selbstbild beeinflusst - auch wenn man gefestigt ist → Der schmale Grat zwischen ehrlich sein und die eigene Misere vermarkten → Warum Content, der Spaß macht, besser performt - und wie man dahin zurückfindet → Follower-Zahlen als falsche Kennzahl: Was wirklich zählt → Wie man Pausen kommuniziert - gegenüber Community und Marken → Kooperationen, die abgebrochen wurden - und warum Skripte das falsche Tool sind → Was Marken und Agenturen von Creator*innen wirklich wollen sollten: Vertrauen → Mentale Gesundheit als Buzzword: Zwischen Salonfähigkeit und Kommerzialisierung → Wie man Social Media wieder als Werkzeug sieht - und nicht als Lebensinhalt

Astrid auf Instagram: @wienerkind_

📍🎙️ Aufgenommen wurde das Gespräch im wundervollen "Die Josefine Hotel" in Wien.

Eine Produktion von Xupiter Vision: Konzept, Produktion und Hosting von Podcast – alles aus einer Hand. Schreib mir gerne: sebastian.krebitz@xupitervision.comng von Podcast – alles aus einer Hand. Schreib mir gerne: sebastian.krebitz@xupitervision.com

📖 Glossar - Folge 10

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) – Neurologische Entwicklungsstörung, die u. a. Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Aktivitätsniveau beeinflusst. Im Gespräch erwähnt als Beispiel dafür, wie schnell man in einen thematischen Social-Media-Rabbit-Hole gerät.

Algorithmus – Automatisches System einer Plattform, das entscheidet, welche Inhalte welchen NutzerInnen angezeigt werden – und damit auch, wie viel Reichweite ein Post bekommt.

ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response) – Entspannungsreaktion auf bestimmte Geräusche oder visuelle Reize – ein beliebtes Content-Format, besonders abends.

Attitude-Behaviour-Gap – Die Lücke zwischen dem, was Menschen sagen zu wollen, und dem, was sie tatsächlich tun. Im Gespräch: Community sagt, sie will aktivistischen Content – konsumiert ihn aber kaum.

Burnout – Zustand körperlicher und emotionaler Erschöpfung, oft ausgelöst durch anhaltende Überlastung. Im Creator Business ein wachsendes Thema – auch durch die Anforderungen dauernder Sichtbarkeit.

Creator Economy – Das wirtschaftliche Ökosystem rund um Content-Creatorinnen – Plattformen, Marken, Agenturen und Creatorinnen, die gemeinsam Wert schaffen.

Digitale Erschöpfung – Zustand der Überlastung durch dauernde digitale Reize, Erreichbarkeit und Informationsflut. Laut einer Studie 2025 betrifft das 64% der Social-Media-Teilnehmenden.

Doomscrolling – Das automatische, oft zwanghafte Scrollen durch negative oder überwältigende Inhalte in sozialen Medien.

Engagement – Die aktive Interaktion einer Community mit Content – Likes, Kommentare, Shares, Saves. Laut Astrid wichtiger als reine Followerzahlen.

Erfahrungsexpertin – Begriff aus dem Bereich der psychosozialen Arbeit für Personen, die aufgrund eigener Erfahrungen mit einem Thema wertvolles Wissen teilen – ohne formale Ausbildung. Astrid beschreibt sich selbst so in Bezug auf mentale Gesundheit.

Hustle Culture – Gesellschaftliche Haltung, die übermäßige Arbeit und permanente Produktivität glorifiziert. Im Creator Business weit verbreitet – und laut Astrid massiv ungesund.

Kennzahl / KPI (Key Performance Indicator) – Messbare Größe, anhand derer Erfolg bewertet wird. Im Creator Business oft Follower, Likes oder Reichweite – obwohl diese laut Astrid wenig aussagen.

Micromanagement – Übermäßige Kontrolle über Details und Mitarbeiterinnen, die Eigenverantwortung und Kreativität einschränkt.

PSD Wien (Psychosozialer Dienst Wien) – Anlaufstelle für psychische Gesundheit in Wien – von Astrid in ihrem Profil angeheftet als Ressource für ihre Community.

Rabbit Hole – Metapher für das unbeabsichtigte Versinken in einem bestimmten Content-Thema auf Social Media.

Resilienz – Die Fähigkeit, mit Rückschlägen, Krisen und Herausforderungen umzugehen und sich davon zu erholen.

Selbstfürsorge / Self-Care – Bewusste Maßnahmen zur Erhaltung der eigenen körperlichen und mentalen Gesundheit. Im Gespräch kritisch betrachtet, wenn es zu einem Marketingbegriff verkommt.

Sinfluencerin – Begriff für Creatorinnen, die ihren Content an ethisch-moralischen Werten ausrichten – Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, mentale Gesundheit.

Sustainability Report – Bericht eines Unternehmens über seine Nachhaltigkeitsmaßnahmen und -ziele. Im Gespräch erwähnt als Beispiel für Kooperationen in der Grauzone.

Upcycling – Wiederverwendung von Materialien oder Produkten, um etwas Neues und Wertvolleres daraus zu schaffen – Grundprinzip von Astrids Modelabel Einzelstück.

Workflow – Der strukturierte Ablauf von Arbeitsprozessen. Laut Astrid der Schlüssel zu mehr Effizienz – nicht um mehr zu arbeiten, sondern um mehr Zeit für das Leben zu haben.

Transkript anzeigen

00:00:02: Willkommen beim Maven Talks, dem Podcast rund um Influencer Marketing.

00:00:06: Ich bin Alina Heiner und spreche mit Menschen die die Creator Economy prägen – strategisch kreativ aber manchmal auch kritisch!

00:00:12: Hier geht's um das was hinter Kampagnen, Kooperationen und KPIs steckt… und um alles was die Branche bewegt.

00:00:17: Es kann sein dass in der Folge ein paar Begriffe vorkommen, die dir nix sagen, aber wir haben für jede Folge in den Show notes alle Begriefe noch einmal erklärt und dort findest du auch alle weiteren Infos zu den Personen.

00:00:28: Folge zehn Astrid, schön dass du da bist.

00:00:30: Ich stelle dich mal vor für alle die dich nicht kennen.

00:00:33: Du wirst Creatorin und Unternehmerin hast einen Upcycling-Model-Level bis Podcasterin oder Autorin.

00:00:38: Und das klingt alles total aktiv und total online.

00:00:41: Gut, dass du heute der Gesprächspartnerin bist wo wir viel über Offline und Mentalismus sprechen.

00:00:46: Wir werden über Abgrenzung sprechen, über Verantwortung in einer Branche, die nie offline ist und ich freue mich sehr, dass ihr da bist!

00:00:51: Danke,

00:00:51: dass ich da sein darf.

00:00:52: Ich weiß ja aus verlässlichen Quellen, dass du auch nicht nur zu Inspirationszwecken auf TikTok und Instagram bist.

00:00:58: Wer sorgt das?

00:00:59: Wo kannst du nicht wax-wipen?

00:01:02: Wax wipen!

00:01:03: Also so gilt

00:01:04: die Pläscher ne?

00:01:04: Wo bleibst

00:01:04: du hängen?

00:01:05: genau was ist dein Rabbit Hole?

00:01:07: Ich muss ja sagen ich bin irgendwie auch in diese ASMR Schiene reingerutscht... Ich weiss nicht warum Das finde ich schon.

00:01:14: manchmal muss ich an richtigen Stimmungen sein meistens eher abends irgendwie beruhigend.

00:01:18: Und wo kann ich noch nicht?

00:01:19: wegswiping bei Essence Content wenn es so richtig ...geil gefilmt wird, wenn das einfach... Ja.

00:01:24: Das mache ich noch vom Schlafen gehen, was besonders gut ist!

00:01:27: Geht's für du nur schlafen?

00:01:28: Ja.

00:01:28: Wunderbar!

00:01:29: Also Texturen offensichtlich sind man denen.

00:01:31: Stimmt ja.

00:01:34: Ich weiß ja über dich relativ viel persönlich und ich glaube wir dürfen heute auch ein bisschen persönlicher werden.

00:01:38: Ich würde gerne mit einer Frage starten die dich in der Vergangenheit schon öfter beschäftigt hat nämlich wie merkst Du wann dir Social Media zuviel wird?

00:01:44: und was bedeutet ZUVIEL sein?

00:01:46: Zuviel werden?

00:01:48: Ich glaube es gibt unterschiedliche Wege wie es mir zuvier werden kann.

00:01:50: also Es kann mir als Konsumentin jetzt gar nicht das Greateren einfach zu viel werden.

00:01:54: Wenn ich merke, okay, ich dreh den Schaas einfach automatisch auf... Also ich weiß nicht ob du dieses Gefühl kennst, dass du nur das Handy in die Hand nimmst und einfach so automatisch, da wo die App auch platziert ist auf dem Handy, automatisch hinklickst, obwohl du was komplett anderes machen wolltest.

00:02:10: Keine Ahnung, den Kalender aufmachen oder irgendwas.

00:02:12: Da merk' ich oft so...

00:02:14: Wie automatisiert es eigentlich?

00:02:15: Ist das ekelhaft?

00:02:16: beziehungsweise wenn ich mich auch wirklich beim Doom Scroll dann irgendwie so erwische Aber als Creatant sind das noch mal ganz andere Dinge.

00:02:22: Das ist dann wirklich, wenn ich merke, okay, ich werde von einer... Ich folge dann doch vielen aktivistischen Accounts von einer Krise in die nächste geswipet.

00:02:31: Wenn nicht so die Story durchgehst eine Petition hier im Skandal da wieder was aufgedeckt worden, mein Schädel explodiert.

00:02:37: Das sind so Momente wo du das Handy quasi an die Wand pfeffern willst und du denkst, ich möchte niemanden hören, jemanden sehen, dass es nicht erreichbar sein?

00:02:42: Ja

00:02:43: oder einfach nur mich eingraben und zu tun, es würde alles nicht passieren.

00:02:46: Und du hattest ja schon einen Burnout, darüber sprichst du ja.

00:02:48: Du hast in der Vergangenheit schon drüber gesprochen und hast auch drüber gesprochen, dass es vor ein paar Jahren schon mal eine Momente gab wo du das Gefühl hattet... Du kratzt wieder so ein bisschen dran?

00:02:56: Hast du trotzdem das Gefühl, dass du Signale heute früher erkennst als du das vielleicht vor ein par Jahren noch getan hast?

00:03:03: Ja!

00:03:04: Das heißt aber nicht, dass ich sie gleich umsetzen kann.

00:03:07: Also die werden doch weg ignoriert manchmal.

00:03:08: Weg

00:03:08: ignoriert ist gar nichts so, manchmal ja.

00:03:11: Aber es ist oft dann okay jetzt erkenne ich's.

00:03:14: Aber was mache ich denn

00:03:14: jetzt?!

00:03:15: Also, wieso bin ich denn jetzt schon wieder hier gelandet?

00:03:17: Ich bin seit ja gut zehn Jahren eigentlich in Therapie und weiß in der Theorie alles.

00:03:23: Ich verstehe alles!

00:03:24: Ich bin quasi ein rationaler Profi.

00:03:27: aber es dann auch wirklich umzusetzen und das ist dann oft wirklich so... Man ist da ein bisschen gelehmt wenn man eigentlich merkt okay jetzt läuft gerade alles falsch Jetzt passieren grad Dinge mein Körper zeigt mir Dinge meine Psyche zeigt mit Dingen Und ich schaffs trotzdem nicht aus meiner Haut.

00:03:40: also das ist auch noch ein ziemlich kicheres Gefühl.

00:03:42: Also ich bin auch kein Profi

00:03:44: Vielleicht auch Gerade deswegen, weil man oft... also bei mir kenne ich das so dieser Punkt der Beforderung ist.

00:03:49: Oft wenn ihr auf der To-do liste noch hundert Dinge stehen und dann ist es ja ganz oft zu dieses Ja aber es bringt jetzt halt auch nicht!

00:03:54: Also diese Ich möchte mich irgendwo hinlegen und das Licht erbränen und niemand hören und niemand sehen geht oft nicht, weil ich muss ja.

00:04:01: Ja?

00:04:02: Ja ein Selbstständigperson denke ich mehr oft und dazu sehe ich gerne meine Freundin Sophie die immer sagt wir operieren nicht umso von den Herzen müssen du mal sterben.

00:04:10: Also Müssen ist immer die Frage, wer macht diese Regel aus?

00:04:13: Fair.

00:04:13: Man merkt ganz oft dass es nicht sein muss und wenn man die Dinge dann mal kommuniziert und irgendwie auch weiß ich, wann sie zu wenig eine berufliche Geschichte geht einfach eine E-Mail schreibt oder anruft oder sagt du kann mich das einfach morgen machen.

00:04:25: oder passt für dich auch, wenn ich das nächste Woche schick um, man wird überrascht sein wie oft komplett wurscht ist.

00:04:30: Und wenn du diese Dinge immer wieder ausprobierst merkst du, dass viele Dinge nicht passieren müssen sondern du dir dieses Müssen irgendwo in deinen Wortschatz so ... angewöhnt hast oder einen eingeflochten hast, dass es sich anfühlt wie müssen.

00:04:43: Aber es ist ganz oft kein Müssen.

00:04:44: Wie oft kann man Müssen sagen?

00:04:46: Müssen!

00:04:47: Wenn wir so ein paar Jahre zurückgehen zu seinem ersten Burnout auch... Ist das etwas was Social Media related war, wo dieses Burnout unter anderem dadurch ausgelöst?

00:04:55: Gar nicht.

00:04:56: Das war alles noch vor pre-pre-social media genau.

00:04:58: Aber

00:04:59: hat's so trotzdem, ich habe vorher gesagt, vor ein paar Jahren ging es dir ähnlich.

00:05:01: parallelen erkannt in wie es dir ging waren Signale Zeichen wo dein Körper dann eine Psyche gesagt hat uuh Jetzt wird es eng.

00:05:08: Im Bezug

00:05:09: auf Social Media meinst du jetzt?

00:05:11: Das erste Börnend war quasi unrelated zur Social Media, das zweite war dann schon zumindest in der Phase.

00:05:15: War das mit ausgelöstes Zweite durch Social Media oder war das einfach was oder schon aktiver, aber eigentlich hat's damit nichts zu tun gehabt?

00:05:21: Ich glaube,

00:05:21: es wird ein bisschen wieder eine Überladung gewesen sein und Social Media war halt da schon ein großer Teil meines Lebens.

00:05:26: Ich war da jetzt schon drei Jahre offiziell wirklich Vollzeit als Wiener Kind tätig,

00:05:31: d.h.,

00:05:32: es war einfach ein großer Bestandteil.

00:05:33: Zusätzlich dazu habe ich dann im Einzelstück auch noch gegründet, meine Modemarke und so.

00:05:37: Und hab da sehr viel Fokus draufgelegt.

00:05:39: das heißt ich hatte irgendwie zwei Vollzeitjobs... ...und insofern hat das natürlich dazu beigetragen weil ich habe dann auch natürlich mein Kenntes, das ganze Game dass sich ständig verändert.

00:05:47: Du bist mit einem Arsch auf zwei Kirtagen und weißt nicht bist nirgendwo so richtig?

00:05:52: Ich habe mich genug für die Startup-Szene gemacht also fürs Einzel-Stück und ich habe aber auch nicht genug für Social Media gemacht und war überall hinterher und habe nicht genug gemacht um dieses nicht Für dein Gefühl immer hinterher zu sein ist, aber einfach ein Status der sich irgendwann nicht mehr gut anfühlt.

00:06:07: Und

00:06:08: was waren die ersten Wahnsignale rückblickend wo du gedacht hast?

00:06:12: Eigentlich hätte ich vielleicht auf die reagieren sollen, dass gerade gesagt hören durste sie manchmal eher, wenn du reagierst nicht drauf.

00:06:18: Eine gute Frage!

00:06:19: Ich glaube damals waren so die Ersten wieder mal, sodass ich mich zurückziehen wollte.

00:06:24: Weil ich alles andere mache das gerne, ich würde dann so mal ein soziales Umfeld auf Pause drücken weil die sind ja verständnisvoll, die sind für mich da, die verstehen mich ja und die kann ich passieren.

00:06:34: Und das war für mich auch nachher.

00:06:35: dann jetzt springen wir bis nach vorne, das waren zwei Jahre später dann so ein bisschen eine Haarlebnis zu sagen Moment wieso passiere ich das was mir eigentlich Energie gibt?

00:06:41: um die ganze oder die restliche Energie, die ich in mir drinnen habe.

00:06:44: In das zu stecken was man eigentlich Energie entzieht?

00:06:47: also eine komplett dumme Gleichung.

00:06:48: aber dass ist immer so.

00:06:49: mein erster Schritt Ich pausiere das was mich eigentlich gut tut weil ich mir denke Das kann jetzt warten das hat jetzt keine Priorität.

00:06:55: Also die Prioritäten haben sich verschoben.

00:06:57: und klar wenn ich dann nichts bekomme wo wo Energie in meinen Kreislauf kommt Dann ist es wie ein farschene Boden Und ich hab da nur reingehaut, reingehat und habe mir aber nirgendwo erlaubt wieder mal aufzuladen.

00:07:09: Das hat sich mein Körper dann wieder genommen.

00:07:11: Ich war dann wieder krank!

00:07:12: Ich war supermüde, ich hab viel geschlafen... ...ich hab am Wochenende irgendwie so gefühlt wie da nur ins leere Gestart und so.

00:07:18: Also man hat dann einfach so gemerkt die Luft ist raus.. ..und hab dann auch sofort wieder Therapie begonnen.

00:07:23: Ich wart damals nicht in Therapie und das war der erste Schritt wieder den

00:07:26: zu machen.

00:07:28: Verdienst dir sehr viel Geld.

00:07:31: Ich verdiene extrem

00:07:32: viel Geld, folgt mir für mehr Tipps mit meiner Managerin.

00:07:38: Ein Großteil deines Einkommens wird über Social Media generiert und das ist ja eine Branche in der dauernde Sichtbarkeit irgendwie ein Teil des Jobs ist aber auch unser Selbstbild unserer Selbstwahrnehmung massiv beeinflussen kann.

00:07:53: ich glaube davon sind wir alle nicht gefeiert so ein bisschen egal wie sehr man das nicht möchte immer mal wieder so ein Puls zu bekommen.

00:08:00: Gerade wenn auch Likes und Kommentare so diese tägliche Rückmeldung sind, bist du erfolgreich.

00:08:04: unter Anforderungszeichen ist das was du tust gut richtig wichtig.

00:08:07: wie auch immer Wie beeinflusst dieser dauernde Sichtbarkeit unser selbes Bild aus deiner Sicht?

00:08:14: Extrem!

00:08:15: Also ich bin jetzt sechsunddreißig Und will mir nicht ausmachen wie das wäre wenn ich jetzt fünfundzwanzig wär aber extrem.

00:08:21: Also das sind wir glaube ich auch nicht ehrlich genug zu unselbs.

00:08:24: Ich glaub, dass es natürlich manchmal stärker und manche nicht so stark auffällt aber... ...ich merk's alleine wenn ich mir denke wie sich mein Verhalten geändert hat zur Kleidung zum Mode, zu Styling weil ich mich einfach jeden Tag anschauen muss!

00:08:37: Ich halte mich jeden Tag in der Kamera in die Fresse oder halt sagen mal dreimal in der Woche eine Kamera in den Fressen.

00:08:41: dann überlegt man sich schon was man sich anzieht und da überlegt sich jetzt habe ich diesen polischen Hübschen siebzehnmal angehabt in Videos.

00:08:46: also es werden plötzlich irgendwie Probleme erschaffen die gar keine sind Weil man es eben überall sieht, jeder hat schon irgendwie aus wie aus dem Ei gepält oder die CreatorInnen werden immer jünger.

00:08:55: I don't know!

00:08:56: Also man sieht einfach Dinge, die einen halt triggern und da kannst du noch so gefestigt sein Du bist trotzdem in einem oberflächlichen oder sagen wir nicht oberflächtig sondern im visuellen Business.

00:09:04: Es geht halt viel um Videokontent.

00:09:06: Hast du das Gefühl, dass gibt einen Unterschied?

00:09:08: Wie du dich online zeigst und wie du dich offline fühlst?

00:09:13: Und hast du das Gefühle, dass es oft in Zeiten wo du dich vielleicht offline nicht zu gut fühlste Überkompensierst online?

00:09:20: Hm, gute Frage.

00:09:23: Wahrscheinlich schon... Ich versuch's eigentlich immer ganz offen zu zeigen aber es hat manchmal auch keinen Platz.

00:09:28: ich glaub... hm... ist dann eine sehr gute Frage!

00:09:31: Ich kann sie glaube ich nicht so pauschal beantworten und ich bin dann schon eher offline wenns mir nicht gut geht einfach also dann entscheide mich jetzt einfach nichts zu posten oder nicht online zu sein.

00:09:39: Ich teils dann vielleicht im Nachhinein als ich spreche dann schon drüber wenn so Dinge passieren.

00:09:43: Manchmal ist das auch extrem impulsiv wie damals in diesem einen alten Burnoutstrudel war, ich saß dann an meinem Schreibtisch und hab mir gedacht was mache ich eigentlich?

00:09:52: Da habe mein Handy in die Hand genommen.

00:09:54: Das habe ich noch nie gemacht zu den Zappungen damals.

00:09:56: Ich habe so ein Facetime-Content real aufgenommen.

00:09:58: Ich hab einfach wirklich in die Kamera umgeschminkt irgendwie gesprochen und hab gesagt... ...ich weiß nicht, was ich machen soll!

00:10:03: Ich bin komplett überfordert, ich habe keine Ahnung, wie ich da hingekommen bin.

00:10:05: Und ich wollte euch das nur mal zeigen.

00:10:06: So geht es mir aktuell.

00:10:08: Und dass ist manchmal auch ein Anliegen, dass ich irgendwie verspüre aber wirklich unterschiedlich und kommt auf die Phase an, aber ich versuche trotzdem irgendwie darauf mit meiner Community umzugehen.

00:10:18: Einfach weil ich auch weiß dass viele mir genau wegen diesem Konzent auch folgen und weil ich einfach zeigen will das es auch Quake System kann!

00:10:23: Ich kann mich super erfolgreich fühlen und super stark und toll, aber kann gleichzeitig trotzdem ganz schwache Momente haben.

00:10:29: Das ist kein Quake-System.

00:10:30: wir brauchen immer so Bilder...

00:10:33: Entweder oder?

00:10:33: Du bist am Boden oder

00:10:34: du

00:10:35: erklebst den Berg

00:10:36: voll

00:10:37: Gefühlt ist es ja auch ein ganz schmaler Grad zwischen, ich bin ehrlich und sage zum Beispiel zu meiner Community.

00:10:43: Hey mir geht's gerade nicht gut!

00:10:44: Und ich schlachte auch meine eigene Misere unter Anführungszeichen auch ein bisschen auf.

00:10:50: also man sieht immer wieder unter Videos von CreatorInnen die weinen wo dann Leute hinschreiben so Ja klar ich stelle mal die Kamera auf finde ich es auch grundsätzlich ein gerechtfertigtes Kommentar.

00:11:01: Hast du einen Take dazu?

00:11:02: Was ist diese Linie zwischen quasi Vermarktung Ehrlich sein.

00:11:07: Ich habe damit irgendwie am Anfang auch, fand ich es verstörend und dann hab' ich so ein bisschen hinterfragt weil ich mir gedacht hab', wir haben halt auch irgendwie ein paar Emotionen glorifiziert.

00:11:16: Lachen darf jeder!

00:11:18: Wütendsein ist schon mal schwierig als Frau also wenn du dich wütend zeigst das ist auch schonmal etwas was nicht zu gern gesehen wird.

00:11:23: und weinen ist auch immer Selbstdarstellung.

00:11:26: Und ich denke mir eigentlich sollten wir da anfangen zu sagen, warum werten wir Emotionen unterschiedlich und warum es jetzt wenn ich lache und am Strand renne in Slow Motion mit meinem Freund und ihn rund um ein Dummwirbeln und Award Not?

00:11:38: ist das keine Selbstdarstellung?

00:11:39: Warum sind wir damit viel okayer das zu sehen, das Glück zusehen von anderen und dann darüber vielleicht neidisch zu sein heimlich aber nicht ok wenn jemand weint.

00:11:48: Ich habe jetzt auch kein Bedürfnis wenn ich weine auf Rekord zu drücken.

00:11:51: Das ist für mich ganz weit weg.

00:11:53: Aber ich kann trotzdem verstehen, wenn jemand sagt, das gehört auch zu mir dazu und das möchte ich zeigen.

00:11:58: Aber da geht es glaube ich eigentlich darum zu sagen wie werden wir diese vielen Emotionen und weinen?

00:12:02: Und Trauer ist gehören dazu zu unserem Spektrum!

00:12:06: Ich weine jetzt auch nicht so oft,

00:12:07: gell?!

00:12:08: Ich würde eher aufhören dann zu weinen weil... ...ich bin so eine ugly Cryerin, wenn ich die Kamera aufstelle und dann sehe wie ich ausschaue.

00:12:15: Ja selbst!

00:12:17: Zu spät.

00:12:18: Da sind manche nur so kleine Tränen und sagen, that's not me.

00:12:20: Ja,

00:12:20: no it is not me!

00:12:22: So eine Träne.

00:12:22: Genau.

00:12:24: Nein es ist ein richtiges ugly cry face.

00:12:27: Kommt das allen Öffnungen

00:12:27: raus?

00:12:29: Du hast ja auch gerade gesagt du bist thirty-six.

00:12:31: Du bist grundsätzlich für dich so wichtig kennengelernt, habe auch eine sehr gefestigte Persönlichkeit so wichtig beschreiben.

00:12:35: Und trotz einem macht das ja.

00:12:37: was mit einem wenn Postingsbeispielsweise nicht das Feedback bekommen dass man sich wünscht?

00:12:41: Nicht die Anzahl an Likes, nicht die Anzeln an Shares Reichweite You name It.

00:12:45: Wie gehst du damit um, wenn du sagst, der Brust hat was auch immer nicht performt für dich bedeutet.

00:12:49: Aber wenn er nicht performet?

00:12:51: Schlecht!

00:12:53: Agli cry

00:12:54: Ich weine ganz viel.

00:12:55: Na ähm ich hab heuer begonnen ein bisschen anders an die Sache heranzugehen.

00:13:00: Ich habe mich unterwegs einfach ein bisserl verloren in okay.

00:13:03: ich versuche strategisch zu denken und ich versuchte die Dinge zu machen, die jetzt gerade gut gehen von den gerade alle sprechen Trends mitzumachen ja da ja da Und natürlich auch Mit aktivistischem Content.

00:13:13: Da steckst Du einfach viel viel Zeit rein, viel Liebe rein, viele Emotionen rein.

00:13:17: Oder wenn das Feedback in der Community ist, wie lieben dich für deinen aktivistischen Konten?

00:13:21: Wir wollen mehr Nachhaltigkeit und mehr What Not!

00:13:23: Und dann recherchierst du weil du wirst nicht irgendwas Overflächliches machen... ...und dann kriegst du so gefühlt bei dir nicht zwanzig Likes und hundert Views.

00:13:30: Das gibt mir schon einen Osch.

00:13:31: Also das finde ich wirklich.

00:13:32: da denke ich mal okay haben wir die attitude behavior gap.

00:13:34: Leute wollen das aber konsumieren es dann nicht.

00:13:37: weiß ich dann am Ende des Tages auch nicht ob sich der Algorithmus ist, wir wissen es nie.

00:13:40: das ist alles das große Fragezeichen dass.

00:13:42: Das war für mich immer sehr schwer.

00:13:45: Jetzt habe ich einfach einen anderen Take mit Konten und versuche, mehr oder weniger Aufwand reinzustecken.

00:13:51: Ich habe gemerkt, dass ich sehr viele Expertise habe, die ich eh schon habe.

00:13:55: Ich muss mir nicht zu reintiegern in verschiedene Dinge, sondern kann darüber sprechen was ich gut kann und was mir leicht fällt.

00:14:02: Dann fällt auch nicht so viel Zeit in die Vorbereitung rein und dann kann ich auf Rekord drücken um mal loslegen.

00:14:07: Und wenn das nicht so gut performt, dann tut es mir jetzt nicht zu weh.

00:14:09: Weil ich mir denke okay der Zeitaufwand war nicht so heftig und den Content jetzt einfach Snackable zu machen kürzer zu machen und irgendwie FaceTime-mäßiger zu machen funktioniert jetzt auch besser und wird auch besser ausgespielt.

00:14:20: und vielleicht kann ich dann wieder in die Tiefe gehen beziehungsweise halt einfach die tieferen Themen in den Podcast mitnehmen oder auf YouTube mitnehmen weil da gehen Leute wirklich gezielt zu diesem Content zu.

00:14:29: aber es ist ja natürlich ist es ärgerlich wenn du halt lieber einen Content reinsteckst und er wird nicht ausgespült.

00:14:34: Ich finde also auch YouTube ein schönes Beispiel, weil da gefühlt die Aufmerksamkeit Spannende eine andere ist.

00:14:38: Weil ich mit ihnen offensichtlich mit einer anderen Invention reingebe.

00:14:41: Bei TikTok bin ich ja gefühled nach drei Sekunden schon so okay next.

00:14:45: und auf YouTube habe ich kein Problem mit zwanzig Minuten anzuschauen, weil ich halt irgendwie darauf gezielt danach suche.

00:14:50: Und vielleicht auch noch einen Sonntag zum Thema Erfolg.

00:14:53: Folge zwei mit der Bettina hat ihr auch gesagt ... Follower per se.

00:14:55: für sie die relevanteste Känzelsin und das merken wir auch immer mehr, dass Follower gar nicht mehr so gefragt werden.

00:15:00: Und ich verstehe, dass wenn man sich auf den Account hat, man will, dass es wächst, man wie du sagst, man steckt Arbeit, man steht Zeit dran... Ich glaube, wir sollten anfangen unseren Erfolg auch mit anders zu definieren.

00:15:08: einerseits und das ist was, was wir also für alle, die das nicht wissen.

00:15:11: Wir arbeiten jetzt schon ein paar Jahre zusammen, ich mache dann Management und wir hatten letztens Jahr Ende des Jahres ein Gespräch miteinander wo wir drüber geredet haben, was die Qualität unserer Kooperationspartner in dem betrifft Und wir beide gesagt haben, dass wir eigentlich total zufrieden sind.

00:15:22: Weil die Brands waren oder Unternehmen waren, die zu deiner Marke gepasst wurden und zu deinem Content gepasst haben.

00:15:26: Die ist nicht viel Freiraum gelassen haben, die nicht knallhart sales war sondern ganz viele Aufklärungskontent teilweise... ...und ich finde das ist ja beispielsweise auch Erfolg zu sagen!

00:15:33: Ich habe Partnerinnen, die wirklich gut zu mir passen oder ich habe Reichweiten oder ich hab einfach gute Anfragen gutes Feedback etc.

00:15:40: Nicht nur die reine Vollerzahl und das werde ich irgendwie auch nicht müde zu erwähnen weil Wir sind so unter Anführungszeichen aufgewachsen in dieser Social Media-Welt, dass quasi Followerinnen zählen und die man sich wachse nicht.

00:15:51: Aber ich finde, wenn man quasi sagen kann, die Qualität passt auch ist das für mich eine schöne Kennzahl.

00:15:56: Hundert Prozent!

00:15:57: Das heißt dann Verhältnis zu Zahlen also zu Likes, Kommentaren Reichwerte hat sich aber auch über die Zeit dann offensichtlich gewandelt und verändert und verbessert?

00:16:05: Ja, ich meine ein bisschen derzeit nach als die Community einfach noch stärker war.

00:16:11: Digital decluttering mache und sehe, was ich dir für Screenshots noch für Reportings geschickt habe zum Jahr zwanzig.

00:16:16: Weine ich innerlich oder auch äußerlich?

00:16:18: Weil das einfach ganz andere Zahlen waren und weil Community viel mehr Engagement gezeigt hat und das versuche ich gerade wieder aktiv aus zu aufzubauen.

00:16:25: also ist es schon schön wenn man wächst.

00:16:27: Aber mein Fokus liegt eigentlich darauf, dass ich sage, ich kann mit meiner Community interagieren.

00:16:31: Ich baue mir da was auf wo ein Austausch stattfindet weil dann bleibt es auch menschlich und ich finde dann kann man halt auch Dinge bewegen.

00:16:36: also das ist das worauf ich mich jetzt gerade versuche zu fokussieren.

00:16:39: Woran

00:16:39: liegt das aus deiner Sicht?

00:16:40: Glaubst du, dass die Leute nicht mehr so interagiren?

00:16:42: Ich

00:16:42: glaube einfach weil es Arsch viele Creatorinnen gibt mittlerweile.

00:16:45: Also sind so viele nachgekommen Und ja... Es ist einfach ein gesättigter Markt Und ich glaube, dass du da doch eher in so ein Konfirmieren reinkommst als an Interagieren.

00:16:54: Und das liegt sicherlich auch daran wie es der Content aufgebaut ist.

00:16:57: Also ich habe ja selber gemerkt, dass ich immer gedacht hab die Leute wollen vielleicht einfach auch gar nichts sagen und ich kriege auch ganz oft Nachrichten, die anfangen mit Ich sag erst sonst nix oder ich bin eigentlich eine stille Follerin und ich versuche dann immer zu sagen bitte nein!

00:17:09: Ich finde das voll schön weil ich weiß dann auch nicht was gut ankommt weil okay ich kann seinen Likes vielleicht messen aber ja bringt mir jetzt auch nicht viel

00:17:16: Find ich lustig, dass du sagst bei nicht nur diesen auch bei ganz vielen anderen Creatorinnen die ich auch im Management habe.

00:17:21: Wenn dann noch mal so ein Sticker kommt mit quasi so einen Fragesticker wovon wollt ihr mehr?

00:17:25: Ist da oft die Rücklaufkote total niedrig?

00:17:27: Ja!

00:17:28: Was

00:17:29: ich spannend finde...

00:17:30: Ich meine ja und nein, ich verstehe das schon.

00:17:32: Ich beantworte sich das Sticker auch sehr selten weil ich mir denke.. ...ich will mich darüber nicht auch noch Gedanken machen.

00:17:37: Du meinst der Mental Load ist zu hoch.

00:17:39: Jana, ich denk mir du als Creatorin das ist dein Job.

00:17:44: was du für Konten in die Welt rausballern willst.

00:17:46: Ich will dir nicht sagen, was du ... Du tun hast!

00:17:49: Sondern ich will ja entertaint werden als Followerin.

00:17:52: und dass du mir sagst, was ich will im Body App aufmachen und was du gesehen hast.

00:17:58: Und ich verstehe schon, dass man dann irgendwie denkt, keine Ahnung, was sie machen können?

00:18:01: Ja weiß ich nicht.

00:18:01: Sollte sich was überlegen, ich versteh das schon oder man weiß es wirklich nicht.

00:18:05: Oder man denkt sich eigentlich eh alles was du machst ist super mach weiter so auch schön.

00:18:10: Ich sage jetzt mal Leute, die in dem Feld arbeiten.

00:18:13: Berichten von Symptomen und digitale Erschöpfung.

00:18:16: Das sagt einer Studie von Zwei-Tonzwanzig.

00:18:18: Wie schaffst du es dich echt unter Anführungszeichen zu zeigen?

00:18:22: Und dich dabei zu verlieren!

00:18:23: Also wir haben gerade schon gesagt dieses Weinen und das ist eine Grenze.

00:18:25: aber was ist für dich echt?

00:18:28: und was ist trotzdem ein bisschen... ...eine Rolle?

00:18:32: Es ist urspannend dass Du das fragst weil das für mich das... große Thema dieses Jahr irgendwie ist.

00:18:36: Also ich habe einfach wirklich gemerkt und ich hab's nicht gecheckt, es war zwar erfolgreich das letzte Jahr wie du gesagt hast, dass es waren wunderschöne Kooperationen die auch super einfach zur Marke Wiener Kind gepasst haben und ich war geschäftlich wirklich happy.

00:18:47: Das war zwei vierundzwanzig noch mal anders.

00:18:49: aber ich habe trotzdem dann so ein bisschen ehrlich innehalten müssen um zu merken, ich habe mich trotzdem irgendwo unterwegs verloren.

00:18:55: Ich habe trotzdem sehr strategisch das alles gemacht und was sehr verkopft Das hat bedingt funktioniert und vielleicht auch für Kundinnen funktioniert, aber ich habe mich irgendwo unterwegs verloren.

00:19:05: Und wenn ich so drüber nachdenke wie ich halt frühe Social Media gemacht hab klar kannst du das eh nicht mehr so machen weil zwar das sind achtzehn mal die Rules einfach ganz anders.

00:19:12: Aber man denkt dann okay welche Hook und was funktioniert?

00:19:16: Man ist überhaupt nicht mehr intentional und man wird auch und das war dann für mich ein bisschen ein Schock Man wird so zu einer von diesen vielen, vielen gleichen Craterinnen.

00:19:26: Weil einen Instagram ja auch ein bisschen da rein zinkt muss man ganz ehrlich sagen.

00:19:30: Jedes Wohnzimmer schon gleich aus, jeder trägt dieselben Marken alle haben dieselbe Kooperationsbau Es werden alles... es ist ein Mensch gefühlt.

00:19:36: also im deutschsprachigen Raum habe ich das Gefühl es gibt eine Craterin mal tausend.

00:19:41: Die haben alle den selben Haarschnitt, die selbe Haarfarbe.

00:19:43: Die selben Klamotten und die selben Kooperationspartnerinnen.

00:19:46: Es ist irgendwie ein Mensch... Und alle wollen dann da irgendwo dazugehören.

00:19:49: Das ist ja auch in unserer Natur drin.

00:19:50: Die wollen da einen Teil von diesem Club sein!

00:19:53: Dann habe ich mir gedacht, aber das bin nicht doch überhaupt nicht.

00:19:55: Ich lese ja meinen Lagerbücher.

00:19:57: Da bin ich immer der Connector mit mir selbst.

00:19:59: Ich wollte früher immer um alles in der Welt anders sein als alle.

00:20:02: Ich fand es hat mir darauf eingebildet dass es so super ist.

00:20:06: Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.

00:20:08: Und ich habe jetzt gemerkt am Anfang des Jahres, so was macht mich eigentlich aus?

00:20:11: Was macht mir Spaß?

00:20:12: Was sind meine Meinungen?

00:20:13: Was ist meine Expertise?

00:20:15: Wo kann ich vielleicht punkten?

00:20:16: Was die Dinge, die mich als Astrid ausmachen und was ist die Version wie du jetzt von Rolle gesprochen hast?

00:20:21: Habe ich eine Rolle online?

00:20:23: also würden meine Freundinnen sagen ja das ist die gleiche Person, die ich kenne da online oder ist es wie ein Kind einfach eine andere Person?

00:20:29: Und dann habe ich gemerkt na' ich will jetzt wieder ein bisschen mehr zu mir zurück... ...und es hat wirklich sofort auch eingeschlagen!

00:20:34: Es hat sich sofort auch wieder gezeigt dass dass sich das jetzt einfach verändert hat und dass das Engagement wieder da ist.

00:20:39: Dass ich wachse, dass Menschen Spaß am Content haben, dass ich Spaß am content habe, hier wirklich Bock-Content aufzunehmen.

00:20:44: Das hatte ich lange nicht mehr.

00:20:46: Es war eher so ein... Gut!

00:20:47: Das machen wir jetzt, es muss sich machen.

00:20:49: Und jetzt macht's mir Spaß.

00:20:51: Ich finde das so spannend diese Punkt Spass machen weil ich weiß Wir reden ja auch immer wieder darüber, dass natürlich jetzt quasi Ziele erreicht werden müssen, egal Kooperationen umgesetzt werden müssen bla.

00:21:00: blub blub.

00:21:02: Dass ich Spaß daran habe, meinen Content zu machen ist natürlich eine supersofte Kennzahl und ist auch nichts wo sich direkt messen kann.

00:21:08: Und trotzdem hab' ich das Gefühl bei einen Creator in Phasen wo sie sagen es macht ihnen gerade wieder total Spaß unabhängig jetzt von den Zahlen.

00:21:15: also nicht dass es ihnen Spaß macht weil gerade viele zahlen erreicht werden sondern weil sie wirklich Spaß am Content haben.

00:21:19: Der Content performt besser und ich kann dir nicht zeigen, was es ist.

00:21:22: Die Leute spüren offensichtlich in irgendeiner Art und Weise dass es dir Spaß macht diesen Content zu produzieren und dann gehen auf die Zeilen voll rauf.

00:21:28: also dieses Moment wo man so ein bisschen los lasse aber das ist natürlich in Phasen wo alles nicht so gut läuft ist nicht schwierig dann zu sagen jetzt lass mal los lass mal locker sei einfach mal du selbst.

00:21:37: ja genau das ist so mein ass.

00:21:40: aber Wahrheit is it does work?

00:21:43: Ja, auf jeden Fall.

00:21:44: Auf jeden Fall und das ist etwas was man auch nicht hören möchte wenn man da gerade in einer Kontenkrise steckt.

00:21:48: aber ich denke mir wenn man sich einfach nur mal kurze Zeit nimmt und sich hinsetzt und sagt so wer bin die eigentlich?

00:21:53: Was mache ich so?

00:21:53: Wenn ich einen Tag jetzt oder keine Ahnung sagen wir ein Monat Nur für mich hätte kein Mensch es um mich was würde ich machen?

00:21:59: womit beschäftige ich mich?

00:22:00: wo würde ich mir zum Beispiel zutrauen jemanden noch einen Rat zu geben?

00:22:03: das heißt nicht dass ich Radgeber jetzt online machen muss aber dann weiß ich ah da habe ich offensichtlich was zu sagen oder Erfahrungen oder Expertise mehr aufgebaut Und dann mal probieren, ob da irgendwie Rückmeldungen kommen.

00:22:12: Ich hätte mir nie gedacht, dass so viele Menschen auf Essiggurkel abgehen.

00:22:15: Das war eine komplett egoistische Idee, um mir zu sagen, das mache ich jetzt!

00:22:19: Könnt lustig werden, das habe ich mir schon gedacht natürlich... Aber es ist so einschlägt, hätte ich mich auch nicht gedacht und es macht mir doppelt und dreifach so viel Spaß jetzt.

00:22:26: Ist doch sehr lustig.

00:22:27: Wir müssen nachher noch einmal besprechen welches jetzt wirklich die Tests sind.

00:22:31: Das heißt du versuchst quasi echt zu sein aber es wird ja wahrscheinlich trotzdem Dinge geben, die du nicht teilst oder von denen du wenig teilst.

00:22:37: Hast du das Gefühl, dass du heute Private Dinge weniger oder mehr oder anders teilst als früher?

00:22:44: Ich lasse die Dinge nicht intentional aus, muss ich sagen.

00:22:46: Also es sind so Dinge wie ... Keine Ahnung über meinen Bruder rede ich nicht viel weil das ist einfach seine Privatsphäre.

00:22:51: da wird nicht viel erwähnt obwohl wir uns sehr nahestehen.

00:22:53: und auch beim Peter ist es so.

00:22:54: bei deinem Partner ja

00:22:55: der wird auch einfach abgemessen.

00:22:58: was ist jetzt okay und was ist nicht okay?

00:22:59: dann bin ich in eine Rücksprache mit den Menschen denen das halt einfach auch betrifft.

00:23:03: aber wenn's um mich geht.

00:23:04: ist es nicht irgendwie dass ich sage so das erzähle ich jetzt nicht sondern das entweder passt das gerade nicht rein wie sie es gerade irrelevant, aber es kann dann vielleicht später irgendwie doch zum Thema werden.

00:23:12: Was ich eher mache ist die Dinge im Podcast-Bespräch, weil...

00:23:15: Tiefgehende?

00:23:16: Ja, weil manchmal also ich finde es halt auch gerade wenn so mentale Gesundheit geht das kannst du nicht in eine Sexyhook verpacken und dreißig Sekunden, das funktioniert nicht!

00:23:24: Das geht in Parosellposts ganz gut, das habe ich dann irgendwann gemerkt letztes Jahr dass ich die so ein bisschen gemacht habe.

00:23:29: Aber mein Lieblings-Outlet für tiefgehende Themen ist nach wie vor der Podcast und das ist irgendwie auch ungefiltert und schön... Gut,

00:23:36: dass du jetzt im Podcast sitzt und mich genau darüber reden.

00:23:38: Ich liebe, liebe,

00:23:39: liebe, liebe das Podcast Medium!

00:23:41: Ich mache das irrsinnig gern weil ich hab das Gefühl, dass in Menschen wirklich einfach am entspanntesten und ja, eine schöne Atmosphäre einfach.

00:23:48: Gibt's irgendwas, was du nie posten würdest?

00:23:51: Also nicht im Sinne von weil es nicht deinen Wert entspricht sondern wo du wirklich sechs Jahre während deiner Followerin überrascht ist, etwas über dich zu wissen.

00:23:58: Ich glaube ich würde nie Unterwäsche-Postings machen einfach aufgrund einer anderen Theme wegen meiner körperlichen Beziehung zu mir selbst.

00:24:05: Aber gibt's irgendeinen Themen das du komplett auslast?

00:24:08: Gibt es irgendetwas Objes und ich sehs grad nichts.

00:24:10: Nein also keine Fangenfrage.

00:24:13: Na ja, du wüsst es das vielleicht.

00:24:14: Wüsste ich jetzt nicht!

00:24:15: Nein?

00:24:16: Du hast über deine Ehe gepostet oder?

00:24:19: Ja aber da betrifft wieder ein zweiter Mensch mit Betroffen.

00:24:22: Kann ich auch nur... würde ich mehr erzählen?

00:24:24: natürlich wenn's noch mir ginge Aber kann ich nicht weil einfach ein zweites Menschen involviert ist.

00:24:28: Das

00:24:28: heißt in Wahrheit Dinge wo du das Gefühl hast Es geht auch um die Privatsphäre einer anderen Person.

00:24:31: Genau

00:24:32: Das lasst du einfach aus aber einfach nicht Weil du quasi Sexes gehst Niemandem was ansohn.

00:24:35: Nein Es ist einfach diese Personen Involviert und hat auch ihre Persönlichkeitsrechte Und dann ist das quasi kein Thema.

00:24:41: Das ist wahrscheinlich das Einzige.

00:24:42: Dann

00:24:43: sprechen wir mal über Pausen!

00:24:44: Wie kommunizierst du gegenüber deiner Community?

00:24:47: Gegenüber Marken, wenn du eine Pause brauchst und damit meine ich jetzt nicht ein Wochenende offline sondern wirklich längerfristig pausen weil Überforderung zu viel... ... über dein Management.

00:24:58: Ja,

00:24:58: erstens das!

00:24:59: Danke dafür.

00:25:00: Ich habe ja jetzt lustigerweise letztes Jahr keine Ausstattung genommen.

00:25:03: Das mache ich nicht.

00:25:03: Ich hab das normalerweise eigentlich immer so am Sommer zumindest ein bisschen oder Anfang des Jahres... ...ich sag's einfach, ich knall das dann doch hin?

00:25:09: Also da denke ich auch nicht drüber nach weil es ist einfach, wie dies wo det is und ich glaube Menschen überleben das einen wunderschönen Wunder.

00:25:14: Das heißt du machst einfach an einem Poste zum Sexulat, ich bin jetzt mal fünf Wochen weg.

00:25:17: Ja

00:25:17: manchmal auch gar nicht.

00:25:18: Oder

00:25:18: gar nicht.

00:25:19: Und wie gehst du denn damit um...?

00:25:21: Ich kann mir diese Frage beantworten.

00:25:24: Wenn in dieser Zeit Fragen anfragen reinkommen, Kooperationsanfragen ist dann... Also ja die kommen zu mir.

00:25:29: grundsätzlich aber geht diese Offline-Zeit auch vor wenn potenziell Zusammenarbeiten da nicht zustande kommen?

00:25:36: Ja auf jeden Fall!

00:25:37: Auf jeden Fall.

00:25:38: also ich glaube wir haben auch die Kommunikation einfach so dass wenn ich Urlaub mache mach ich Urlaube und wenn ich sage nein keine Ahnung eine Woche will ich wirklich meine Ruhe haben.

00:25:44: in der anderen Woche kannst du gerne Mails schicken oder ich schaue ja auch drüber die Mails genau in erster Linie mal an mich weil ich Scansier der absolute Obershit ist.

00:25:53: Wenn ich mein Postwerk aufmache, dann würde ich das weiterleiten.

00:25:57: aber grundsätzlich ist es für mich Urlaub-Urlaub und alles was halt nicht sein kann ist dann halt nicht wird schon etwas Neues kommen.

00:26:03: Oh man muss dir dazu sagen also zum Beispiel letztes Jahr oder so schon wieder zwei Jahre her warst du ja auch ich glaube fünf Wochen immer mal im Jänner wo wir wissen dass es eine Zeit da tut sich eigentlich relativ wenig.

00:26:13: Das ist meistens eine sehr sehr trockene Phase.

00:26:16: gut bei DSE Weihnachten auch nicht die stärkste Phase weil du nicht zu Konsum orientiert bist ... bewusste Pausen, die quasi nicht dein Körper einfordert... ... sondern die du einfach selbst entscheiden kannst.

00:26:26: Ja auch in der Zeit wo du sagst jeder tut sich grad eh nicht viel.

00:26:29: Voll und ich meine im Endeffekt ist es ja auch ein bisschen ein Luxus das wir uns was einteilen können.

00:26:32: Und ich hab halt irgendwann, ich weiß gar nicht wann ich diese Erkenntnis hatte ich glaubt seit Jahrzehnteinundzwanzig oder so.

00:26:36: Ich dachte warum bin ich dann selbstständig wenn ich mir nicht einmal dieses fünf Wochen Urlaub nehmen?

00:26:39: Die hier eine Anstellung bekommen würde.

00:26:41: Und da habe ich mir irgendwann die Regel genommen, dass ich mache Mindestens sechs bis sieben Wochen Urlaub weil sonst kann ich in die Anstellung zurückgehen Und habe dann irgendwann auch immer gut, dieser Jena scheint einfach so zu sein wie er ist.

00:26:51: Das heißt da kann ich schon mal easy auszeiten nehmen und im Sommer ist sowieso es wird immer heißer, keiner will wirklich arbeiten.

00:26:57: Es kommen jetzt auch nicht Umrängen an einen Anfragen rein.

00:27:00: Lass uns bleiben machen wir Auszeit!

00:27:01: Und das ist dann gut.

00:27:03: Ich finde wir haben ja gerade auch wenn die Kooperationspartnerinnen von letzten Jahr denken waren das eigentlich selten Kampagnen die jetzt eine totale zeitliche Dringlichkeit hat.

00:27:12: also ich denke mir manchmal ist es ja auch oft so ob das jetzt heute oder in zwei Wochen online geht, ist in vielen Fällen wirrscht.

00:27:18: Ich denke mir das hat auch Planung.

00:27:19: wenn ich sage ich weiß ich möchte mir im Sommer irgendwann wirklich vier Wochen freinehmen und drei Wochen frei nehmen dann kann ich das ja einfach im Vorfeld kommunizieren an den Kunden und sagen du pass auf?

00:27:26: Ich bin da nicht da!

00:27:27: Und wenn der aber sagt es muss unbedingt in dieser Zeit online gehen dann kann er sich vorproduzieren.

00:27:30: meine Güte also es gibt für alle seine Lösungen.

00:27:33: ich glaube da muss man einfach halt planen.

00:27:35: Aber ich priorisiere diese Zeit einfach und ich versuche mit ihr am Anfang des Jahres zumindest schon mal roughly in den Kalender einzuteilen dass es für dich einfach auch leichter ist als wir das einfach kommunizierend können.

00:27:43: Blahmen irgendwas an und sagen, es geht doch nicht.

00:27:46: Das will ich auch nicht.

00:27:46: Also das ist ja auch so unprofessionell.

00:27:48: Und das macht's für alle Beteiligten leichter.

00:27:50: Hast du schon mal Kooperationen abgelehnt?

00:27:52: Ich meine, wir lehnen relativ viele Kooperation ab aber auch abgebrochen weil du das Gefühl hast während der Kooperation waren Erwartungshaltungen unrealistisch oder... ...das hat sich nicht mehr ausgegangen.

00:28:01: Will ich das noch mehr erzählen?

00:28:03: Ich darf nicht!

00:28:04: Ja oft, oft ist nein, oft.

00:28:06: Nein, wir fahren auf jeden Fall drei ein.

00:28:07: Du hast also schon mal Konditionen abgebrochen, weil Erwartungen unrealistisch waren.

00:28:10: Wir dürfen es natürlich keine Namen nennen aber vielleicht könntest du so ein bisschen sagen woran es lag.

00:28:14: ging das gings da quasi um deine Person und deine Meinung und deine Werte?

00:28:19: Es gab einmal einen Thema das war wirklich dagegen um Sustainability Reports und um Nachhaltigkeitsversprechen wo ich mir sowieso immer relativ schwer tu.

00:28:27: und wenn da schon Sachen in der Grauzone sind versuche ich's eigentlich wenns geht auch abzusagen oder sogar nichts zu machen.

00:28:33: wenn sie irgendwie was ist und sagt okay gut wenn nicht so nicht kommunizieren oder wenn ich sie in meinen eigenen Worten erklären darf, oder vielleicht auch sagen darf gut da gibt es noch Luft nach oben.

00:28:40: Wenn ich einfach ehrlich sagen kann was ich davon halte dann geht das geht sich das irgendwie aus?

00:28:45: Das wurde dann halt einfach tot geschwiegen oder es wurde für mich verlangt dass ich das quasi anders sage oder beschönige.

00:28:50: das ist für mich dann ein No-Go.

00:28:51: also das sag' ich nicht.

00:28:53: und bei den anderen beiden war's einfach so dass mir zu sehr Worte in den Mund gelegt wurden oder dass es einfach darum ging Ablieferer und dann eins zu eins die Dinge so sage beziehungsweise ablieferen, dann wurden sie ja auch nochmal tausendmal geändert.

00:29:07: Und das ging dann im Endeffekt gar nicht mehr darum dass es meine Sprache ist sondern dass es eigentlich vom Kunden vorgegeben ist.

00:29:12: Das ist halt ein Riesenunterschied zwischen Content Creation und Testimonial weil dann kann ich eine Schauspielerin buchen, die das einfach wirklich eins-zu-eins macht aber ihr bucht eine Person mit einem Standing die einen Followering hat mit Menschen der Personen vertrauen Die... Ich habe mir hier was aufgebaut und ihr habt mich auch gebucht.

00:29:30: deshalb Möchte

00:29:31: man meinen, ja.

00:29:32: Aber wie ist die Realität manchmal anders aus?

00:29:36: Was würdest du da konkret von Marken wünschen hinsichtlich dieser Erwartungshaltung?

00:29:40: Vertrauen!

00:29:41: Und vor allem auch Verständnis... Also das ist leider auf so, dass es große Unternehmen sind, die dann am anderen Ende auch eine Agentur haben.

00:29:46: Es kommuniziert quasi nur mit einer Agentur.

00:29:48: Das sind eigentlich gar nicht die beiden Kunden, denen sie kommunizieren und ich glaube, dass auf der Seite von den Agenturen oder auf der Firmenseite da schon ein Kommunikationsfehler stattfindet, weil einfach nicht genug erklärt wird worum es geht oder was das Ziel ist.

00:30:02: Und wenn das Ziel Branding ist dann muss ich dem Creator der Creatorin vertrauen dass sie schon weiß was sie macht und wenn's aber einfach nur darum geht Ich möchte meine Message komme etwas wolle rausbringen Dann is wahrscheinlich Influencer-Marketing nicht das Richtige für dich, dann ist es das falsche Tool, dass du irgendwie gebucht hast bei der Agentur.

00:30:19: Ich glaube da muss ich uns als Agentur noch ein bisschen mehr in die Mangel nehmen weil ich gebe total Recht, dass natürlich gewisse Messages müssen transportiert werden.

00:30:26: Das ist so laufend Kampagnen!

00:30:27: Aber ich finde schon auch als Agentu unsere Aufgabe ist wenn jemand sagt na und ich möchte die buchen und die soll aber bitte das und das zu sagen bevor ich dich anfrage in dem Moment zu denen zu sagen So wird sich das nicht ausgehen.

00:30:39: Wir können... Das ist möglich, dass es nicht möglich!

00:30:41: Da sind die Chancen und die Möglichkeiten von Influencer-Marketing aber da sind auch die Grenzen.

00:30:45: Und ich kann wie du gesagt hast nicht verlangen, dass diese Person dieses Skript eins zu eins abbließt.

00:30:49: Sondern ich brauche schon ein bisschen Freiraum und dieses Ja, das Produkt bitte in den ersten drei Sekunden mindestens siebenundfünfzig Sekunden in die Kamera halten und bitte hundertmal sagen Das ist einfach so wehrblick.

00:30:58: Dann schalte ich einfach eine klassische Ad und denke mir dann brauche ich halt nicht diesen Vertrauensaufbau Den ich von Influence einen Jahr profitieren kann.

00:31:05: Man sieht das ganz, ganz oft bei Crater.

00:31:07: Sie wirklich eine starke Community haben, die eine Superreach haben.

00:31:10: Die ein starkes Followering haben.

00:31:12: Sie machen ganz oft Kooperationen mit wunderschönem Storytelling wo dann irgendwann am Schluss ein Produkt eingebunden wird und wo ich mir denke super jetzt bin ich schon so invested in dieses Real, diesen Content.

00:31:20: Jetzt will ich auch sehen was da los ist oder ich denke mir im Gegenteil cool das war überhaupt nicht werblich.

00:31:25: also es färbt doch auch auf die Kundin so schön ab wenn man merkt wie locker dieser Firma ist wenn wir merken wie viel Humor die vielleicht doch haben.

00:31:32: Also Humor ist ja bei mir auch ein ganz großes Thema.

00:31:34: Dass man mal den Leuten hat, das lockert sich ein bisschen auf.

00:31:38: Nehmt es ein bisschen mit Humor!

00:31:39: Die Leute werden's lieben.

00:31:40: Joya ist ein langjähriger Partner von mir und die haben mich blind machen lassen.

00:31:46: Macht dein Ding.

00:31:48: Wir vertrauen dir.

00:31:49: Und meine Community hat's geliebt.

00:31:51: Das waren die erfolgreichsten Kooperationen... in meiner Community, also vom Feedback her.

00:31:54: Ich denke bei

00:31:55: Wilhelm auch schaut er dann die Bettine, die war selber immer so hyped und zu investieren.

00:31:58: Oh mein Gott ich liebe es!

00:32:00: Ja aber das spürt

00:32:01: man dann auch.

00:32:02: Also es kommt dann halt von einer Community zurück und ich glaube dass spielt eben ein Spranding ein weil man sich denkt ah wir haben diesen super lässig locker drauf die machen lustige Werbungen.

00:32:09: Das ist halt was diese große Misskommunikation finde ich isst.

00:32:13: Dass man da einfach sagt wenn's ums branding geht das würde ich mir wünschen als Creatorin Das E-Mail vertraut, dass ich schon weiß was ich mache.

00:32:19: Weil ich mache es doch schon ein paar Jahre, dass sich meine Community besser kennt als ihr und das ich weiß wie wir das machen.

00:32:25: Ich weiß, was ich tue.

00:32:26: Sonst würde sie mich auch nicht buchen weil offensichtlich bin ich ja auch aufgefallen.

00:32:30: Punkt!

00:32:30: Mic Drop ist für dich der Akt der Abgrenzung?

00:32:34: Immer ein Akt der Professionalität oder ist es auch manchmal ein Zeichen von Schwäche?

00:32:38: Nein, ich finde Abgrenzen extrem stark.

00:32:41: Für mich ist es eher schwach wenn ich dann doch Ja sage oder vielleicht sage wenn ich eigentlich einen sagen will

00:32:46: Stimmt nicht total so.

00:32:46: Und trotzdem gerade als Craterin, wo es ja um dieses permanent online sein geht?

00:32:50: Wo der Algorithmus vielleicht Dinge tut, die ich nicht will in dem Moment, wo ich quasi drei Minuten nicht online bin... Was sagst du jemandem, der das Gefühl hat wenn ich eine Grenze setz und diese Grenze ist vielleicht weniger online sein, Kooperationen nicht zu machen dann verlier' ich ein Relevanz.

00:33:03: Das ist ja per se eine berechtigte Sorge.

00:33:05: was sagst Du jemandem?

00:33:07: Ja es ist eine berechte Sache.

00:33:09: Ich glaube es geht um Planung.

00:33:11: wenn ich eins gelernt habe, bis das der Arbeitsfluss stimmen muss und ich merke jetzt.

00:33:15: Und ich hau mir so viel mehr Content raus als ich noch letztes Jahr herausgehört hab.

00:33:19: Ich bin eigentlich am Donnerstagabend fertig.

00:33:21: Ich habe mich die letzten Wochen tatsächlich den Freitag fast immer freinehmen können weil ich einfach einen guten Arbeitsfluß habe.

00:33:27: Ich muss dazu sagen dass der Podcast momentan passiert ist.

00:33:29: also das ist etwas was dann wieder dazugehme.

00:33:32: aber ich merk Wenn dieser Ablauf stimmt, dann ist es nicht unbedingt soviel mehr Zeit.

00:33:37: in Westmänner geht's einfach darum deine Abläufe zu optimieren workflow vielleicht mal zu hinterfragen, wenn du damit überfordert bist.

00:33:43: Und ich habe mir da einfach meine Strategie irgendwie jetzt über die letzten Jahre aufbereitet und die funktioniert so für mich und ist sicherlich auch nicht für jeden Menschen gemacht.

00:33:52: aber für mich funktioniert es und vielleicht ist das dann das Problem warum du dich überfordern fühlst.

00:33:56: Es geht extrem viel Zeit mit Dummskolen drauf.

00:33:59: Weil oft sagt man dann, ach ich schau mir schnell noch an was ich abgespeichert hatte und next thing you know bist du eine halbe Stunde in deinem blöden Feed.

00:34:05: also auch da wirklich ehrlich zu dir zu sagen nein ich gehe jetzt in meinen gespeicherten Orten, ich schaue mir diese Realsound die ich mir anschauen wollte und lege das Handy wieder weg.

00:34:12: Lauf' ich nicht auch gefahren ein bisschen dieser Hassel-Kalter zu kommen.

00:34:14: im Sinne von das gerade gesagt Effizienz?

00:34:16: Ist ja ein Thema quasi Planung und Effizience wo ich dir zustimme weil oft ist...planung ist die halbe

00:34:22: Miete.

00:34:23: Glaub mal, man tendiert oder ... Mann.

00:34:25: Ich viele Menschen tendieren dazu so ein bisschen dieses quasi noch Effizienzgedrehen und auch noch mehr in der gleichen Zeit.

00:34:32: Und dann komme ich ja ein bisschen dieser wie ich finde Hasselkalt massiv ungesund.

00:34:36: Ja es gab auch Phasen wo ich mich darüber definiere dass man bis zum Beispiel im Büro gesessen ist.

00:34:40: Das haben wir alle mein erlebt weil wir glaube ich auch alle in einer Gesellschaft aufgewachsen sind wo Leistung belohnt wird.

00:34:47: Komm ich nicht dorthin?

00:34:49: Wie grenzt sich mich da ab, zu sagen okay Effizienz ist die eine Sache Planung ist die Eine Sache aber ohne quasi ungesunderen.

00:34:55: Okay welchen Workflug kann ich jetzt noch so optimieren dass ich quasi statt einer Stunde nur nach fünf Minuten brauche?

00:34:59: Ich

00:34:59: verstehe vor allem was du sagst.

00:35:01: Ich glaube es geht da einfach darum Zu sagen wofür möchte ich effizienter werden.

00:35:05: Ich möchte effiziente werden damit ich im fünften stift fallen lassen kann Damit ich den Dingen nachgehen kann Die mir Freude machen.

00:35:12: und wenn ich sage Ich bin selbstständig, weil ich mir meinen Tag freieinteilen kann.

00:35:15: Dann sage ich pass' dich gerne am Freitag vormittags über die Kühe oder ich gehe mit einer Freundin frühstücken und schaff's mir dann halt dazwischen die Sachen so effizient zusammen zu backen dass sich dann eben dem nachgehen kann was mir eigentlich Spaß macht und wofür ich eigentlich im Leben bin.

00:35:29: Und das ist so mein Ziel.

00:35:31: also ich möchte das Arbeit zu wenig Platz wie möglich in meinem Leben einnimmt damit ich die Dinge machen kann, die mir Spaß machen.

00:35:39: Arbeit macht mir auch Spaß!

00:35:40: Ich liebe es zu arbeiten und meinen Job, das will ich jetzt gar nicht so darstellen.

00:35:42: Es macht mir Spaß, diese Dinge zu machen.

00:35:45: Aber ich glaube, das Ziel ist eigentlich key.

00:35:47: wenn du dir diese Frage stellst weil du kannst natürlich in die Hasselkultur irgendwie abdriften dann aber wenn du das nur machst, weil du sagst pass, da kann ich noch mehr Kooperationen abwickeln?

00:35:55: Dann kann ich nochmal arbeiten, dann kann ich doch noch noch noch mehr...

00:35:57: Ist ja ein Ziel wahrscheinlich ein anderes?

00:35:58: Ja genau also.

00:35:59: ich glaube wenn du da sagst mein Ziel Pausen zu machen, mein Ziel ist es mehr Urlaub zu haben.

00:36:03: Mein Ziel ist ein dreistägiges Wochenende zu haben jede Woche.

00:36:06: dann go for it!

00:36:07: Hast du das Gefühl dass sich das Thema mentale Gesundheit oder die Akzeptanz, die Wahrnehmung in unsere Branche über die letzten Jahre gewandelt hat?

00:36:14: Ja aber nicht unbedingt zum Guten.

00:36:17: Inwiefern?

00:36:18: Wie's oft ist finde ich halt bei Trendsthemen passiert immer ein bisschen Kollateralschaden.

00:36:23: Ich find' extrem super dass mentale gesundheit mittlerweile so salonfähig geworden ist und besprochen wird Weil davon waren wir noch meilenweit entfernt, irgendwie.

00:36:31: Aber es ist jetzt auch ein bisschen zum Aussängenschüt geworden und das ist leider mittlerweile auch schon ein bisschen zu Basis geworden.

00:36:35: also wir brauchen jetzt mal nur durch Shouts eure liebsten Content Creator an.

00:36:39: wahrscheinlich haben siebzig Prozent der von Mental Health in ihrer Biografie stehen.

00:36:42: Und dass wir nicht bis sind problematisch weil dadurch nur weil ich als Person in Therapie gehe und über mentale Gesundheit spreche bin ich noch lange kein Mensch der darüber irgendwelche Dinge im Internet teilen muss oder soll.

00:36:53: in einem Workshop mit dem PSD vor zwei Jahren mal das Wort Erfahrungsexperten gehört und ich mag das Wort extrem gerne.

00:36:58: Also, ich habe mich auch nie als Expertin bezitelt weil warum auch?

00:37:01: Ich bin Betroffene.

00:37:03: Aber Erfahrungsexpertin finde ich mir ein schönes Framing.

00:37:05: was ich mitbekomme auf Social Media ist einfach und auch bei Kunden tatsächlich auch und bei Kampagnen ist dass es halt ein bisschen beschönigend kommerzialisiert wurde.

00:37:13: Dass es jetzt genutzt wird für Achtsamkeit und auf sich achten.

00:37:16: aber hier kauf doch das

00:37:18: Geh in die Bade, dann nimm dir den Moment für dich.

00:37:20: Sobald man die ersten Kampagnen, nachdem alle kurze mal so oh shit shit shit.

00:37:26: was passiert jetzt?

00:37:27: Waren die ersten kampagnien die wieder aufreparten und das hey!

00:37:30: Die Welt um dich brennt gerade nicht.

00:37:31: aber nehmt dir den moment für dich mit dieser Duftkerze, mit diesem Schaumbad.

00:37:36: Und da bin ich schon zwischen.

00:37:37: Alles geht's mir gut Da bin ich halt raus.

00:37:40: Also, ich hab schon noch... Es gibt Gabkooperationen mit Produkten, mir fällt jetzt spontan ein guter Plan ein aber die sind so nah an der Materie.

00:37:46: Die haben selber, die Gründerinnen haben selber auch das Burnout durchlebt.

00:37:49: Das merkst du am Produkt?

00:37:50: Das ist jetzt kein Kauftest, dann wird alles gut.

00:37:52: Sondern das ist wirklich was es hat Hand und Fuß.

00:37:54: Aber wenn jetzt irgendein Briefing da ist wo ich irgendwie dann verkaufen muss dass dieses Saftel in so wohltourendes Ding ist und es mir einfach besser geht und ich am Ende des Tages runterfahren kann und meine Depression ist weg Dann bin ich raus.

00:38:05: Wie gut wäre es aber?

00:38:05: Es

00:38:05: wär so geil, ich würd's kaufen.

00:38:10: Ja also das ist ein bisschen die Schattenseite und ich find super dass wir auch junge Frauen viel darüber sprechen.

00:38:15: Aber ich finde die Gefahr ist einfach ganz auf die Dass man dann eine Person sieht, die vielleicht sagt ja mir gehts schlecht Und irgendwie zeigt dass sie gerade gebrochen ist in Struggled.

00:38:24: Next thing you see zwei Monate später geht ihr wieder super toll.

00:38:27: Und was macht... Weil ihre

00:38:28: Darmflora wieder im Einen ist.

00:38:30: der Blehbauch, ist weg.

00:38:32: Der Reizdarm...

00:38:33: Mit Darm mach ich gar nicht anfangen das ist das nächste Thema.

00:38:35: aber was da halt dann passiert beim Gegenüber der diesen Konten konsumiert ist oh shit anscheinend bin ich nicht gut genug oder anscheine bin ich nichts stark genug weil sie hat es ja auch in zwei Monaten geschafft.

00:38:45: also das ist schon ganz ganz ganz gefährlich wenn man das so Veranschaulich, das wäre da so ein Jagi.

00:38:50: Halt mal schnell zur Therapie gehen und laufen.

00:38:52: Geh raus, trink Wasser schon auf deinen Darm und dann geht es wieder super.

00:38:54: Es gibt ja immer wieder Creators die sein Burnout oder zumindest Auszeiten brauchen aus mentalen Gründen was auch immer diese Gründe sind.

00:39:01: Wenn jetzt jemand unter diesem Druck, was auch über dieses Druck ist Zusammenbericht Wer ist verantwortlich?

00:39:07: Ist es die Creatorin, die keine Grenzen gesetzt hat?

00:39:09: Die Community, die verlangt das Content online geht?

00:39:12: Ist das der Algorithmus, der dich quasi ein bisschen zwingt permanent online zu sein?

00:39:15: Sind's die Agenturen und die Kundinnen Verlangen das Content online geht, ist es ein Zusammenspiel an einem.

00:39:22: Ich glaube dass es wenig mit Social Media zu tun hat sondern dass es eher ein gesellschaftliches Problem ist.

00:39:27: ich würde mal sagen okay bei jedem Menschen fängt's bei sich selber irgendwo an weil denk muss dann die einem irgendwie indoctriniert wurden bei irgendwelchen Dingen wie du halt geprägt wurdest bei toxischen PartnerInnen Eltern also das sind ganz andere Dinge und das ist einfach auch generell die Gesellschaften der will leben.

00:39:43: Stichwort hasselkalt schon natürlich auch.

00:39:45: Ich glaub, Social Media kann das einfach verstärken.

00:39:48: Ich glaube, Social media ist dann halt so was, was dieses Geschwürden ein bisschen befeuert.

00:39:52: und wir wissen alle klickst einmal auf irgendwie ein Reel über ADHS und bist nur noch im ADHS.

00:39:57: Und ihr muss sie trennen

00:39:58: von drei Minuten?

00:39:59: Genau!

00:39:59: Das Gleiche kann auch mit ganz anderem hässlichen Content passieren.

00:40:02: und Stichwort S-Störungen usw.

00:40:04: Also man kann sehr schnell natürlich in einem Rabbit Hole landen also eures Creators.

00:40:08: wenn die in einer Bubble sind wo halt nur gehasselt wird, dann ist es vielleicht das Was dich nähert und dann schaust du dir nur das an.

00:40:15: Dann ist vielleicht der Grund, es kommt immer darauf an was ist das Thema mit dem du lieb bist ins Burnout zu kommen?

00:40:21: Ich glaube wir sind ein Zusammenspiel aus allem.

00:40:26: Community positiv zu beeinflussen, egal ob das jetzt Nachhaltigkeit wie Garnismus ist oder auch auf das Thema mentale Gesundheit ohne dich mental selber zu überfordern.

00:40:33: So ein bisschen dieses Paradox der Vorbildrolle wenn dann vielleicht doch Leute bei dir was abladen und sagen mag gut dass du über Börnart redest weil ich rrrrt und dann kommt irgendwie eine sieben tausend Zeichen Nachricht wo du ja dann eigentlich quasi Ansprechpartnerin bist.

00:40:50: Wie gehst du damit um?

00:40:51: Es fällt mir schwer, weil ich fühle mich eigentlich immer sehr geehrt beim Menschen sich mehr öffnen.

00:40:55: Und wenn – weil ich weiß wie schwer das ist?

00:40:57: Ich weiß, wie schwer es ist darüber zu sprechen und es ist oft leichter mit einer fremden Person im Internet zu teilen die halt offensichtlich ähnliches durchlebt hat und wo man sieht Arbeit, der läuft anscheinend wieder gut.

00:41:05: vielleicht kann sie mir helfen aber natürlich überfordert mich das und ich versuche dann eigentlich die Menschen immer in eine Richtung.

00:41:12: ich habe in meinem Profil auch ein Posting angeheftet ganz oben wo es verschiedene Anlaufstellen gibt und es wäre auch fahrlässig in meinem Fall zu sagen Hier ist das, was du machen kannst.

00:41:20: Weil ich bin nicht qualifiziert dazu, wie gesagt, betroffene Erfahrungsexperte und habe keine Ausbildung in die Richtung.

00:41:25: Das heißt, ich versuche Menschen eigentlich immer in diese Richtung sanft zu pushen oder zumindest inspirieren einzuladen sich damals zu informieren und wirklich von dir das Wissen zu holen und Hilfe zu holern.

00:41:34: Also mit Hilfe zur

00:41:34: Selbthilfe?

00:41:35: Ja!

00:41:36: Und gibt es Tools sowohl digital als auch Offline, die du nutzt um zu entschleunigen um deine Zeit eben anders so zu fühlen also mit diesem Doom Scroll'n Also zum Beispiel Bildschirmzeit zu begrenzen.

00:41:48: Hast du da so ein paar Tools oder Einstellungen, die du für dich nutzt online und offline?

00:41:51: Es

00:41:52: ist vielleicht bisschen dark aber ich versuche mich wenn ich mich wieder sehr viel in einer Bildschimmzeit strudelbefinde.

00:41:58: Mir einfach so denke ich kriege diesen Tag nicht mehr zurück... ...und das holt mich immer raus!

00:42:04: Wenn ich mir die Bildschirmzeit auch anschaue, dann mache mal diese Rechnung.

00:42:08: Schau dir an wieviel Stunden am Tag du auf Instagram bist.

00:42:11: Rechne es auf die Woche hoch, rechne sie sehr hoch.

00:42:12: Rechen sie auf dein Leben hoch.

00:42:13: Dann gehts dir kurzzeitig.

00:42:15: Beschissen.

00:42:15: Aber du wirst vielleicht darüber nachdenken, diese Stunden einfach auch ein bisschen anders zu füllen und mich mit Leben zu föhlen.

00:42:21: Und dich mal umzuschauen was dir Freude macht.

00:42:24: Weil sonst zieht dein Leben auch ein bissel an die vorbei?

00:42:25: Die

00:42:25: vorbei das stimmt!

00:42:26: Es ist nicht fun.

00:42:27: Wie haben wir uns dann in sich Social Media wieder mehr als Werkzeug sehen und weniger als Lebensinhalt oder als quasi das Medium dass alles beeinflusst.

00:42:36: positiv also negativ.

00:42:38: Stichwort Community again Stichwirt Community.

00:42:41: ich glaube das ist wirklich etwas was wir noch immer unterschätzen und was wir stärken müssen.

00:42:45: Und das ist ein extrem starkes Werkzeug für uns als Menschen, einfach weil wir auch diese Verbindung und Zugeherrigkeit brauchen und so können wir halt auch Dinge bewegen.

00:42:54: also wenn wirklich sagen wollen mehr wird erreichen wir wollen auch vielleicht aktivistischen Content irgendwie ein bisschen pushen wertvolles in die Welt rausbringen, dann ist es mit der Power of Community einfach leichter und schneller erreichbar.

00:43:06: Und das gibt einem auch mehr zurück... Es bringt irgendwie auch wieder das menschliche Bittel zurück in den Social Media finde ich.

00:43:11: Das hast du schon gesagt?

00:43:12: Wir kommen wir noch schon zum Ende!

00:43:13: Ich habe noch eine Zeit mit neunundfünfzig Prozent der Creators und sagen dass Pausen langfristig ihre Kreativität und ihr Engagement steigern.

00:43:19: Gibt's Vorbilder anderer Branchen andere Länder Unternehmen wo du das Gefühl hast die leben das voll gut dieses pausen dieses ein bisschen mehr ... healthy Hasselculture, wo vielleicht einfach eine andere Mentalität dem Ganzen gegenüber herrscht?

00:43:33: Ich glaube für solche Auszeiten oder Vorbilder gehe ich gerne komplett aus der Branche raus.

00:43:37: Also da bin ich jetzt gar nicht so in der Hassel...

00:43:39: In Wiener Ämter!

00:43:41: Zum Beispiel, aber ohne Spaß.

00:43:43: Aber ohne Spaß eigentlich ja!

00:43:45: Ich denke manchmal schon wenn ich irgendwo sitze und sehe sein Lokal wo jemand einfach seine Basis schildet und ich schon von einer Arschback auf die andere denke mir auch jetzt niemand hat meine Bestellung auf und bedenkt eigentlich was du warst?

00:43:55: Eigentlich beneide ich dich.

00:43:57: Ich beneide sich für dein Tempo, ich beneide sie für deine Entspannung Und das Nervensystem ist ja auch deshalb überlassen weil wir alle immer glauben wir müssen alles innerhalb von weiß ich nicht wie viel ein Bruchteil in einer Sekunde erledigt haben.

00:44:09: also Ich schaue mich wie ein Ämter, warum eigentlich nicht?

00:44:13: Das ist eigentlich schön.

00:44:14: Und halt wirklich irgendwo zu sagen als Stadtkind natürlich, mich irgendwo in eine abgelegenere Gegend zu bewegen.

00:44:20: Das

00:44:20: ist ja auch dein Happy Place oder deinen Batterie-Auflader

00:44:23: Tool.

00:44:24: Letzte Frage was wäre dein Wunsch?

00:44:27: Was könnte jede Person egal ob jetzt als Creatorin mag ihr Agentur anders machen ab morgen um diesen Druck ein bisschen zu entgehen und dieses permanente Online sein, diesen Schatten der permanenten online Aktivität ein bisschen von sich zu weichen.

00:44:43: Offline gehen, das ist jetzt eine plumpe Antwort aber ich denke mir dass es wirklich... also ich habe das Gefühl wir sind ein bissel so Sklaven unserer selbst weil es ist wirklich sehr simpel Wir legen das Handy weg und wenn du diese Rechnung einfach nur machst und sagst ich rechne mir jetzt aus wie viele Stunden meines Lebens ich online bin oder vor einem Bleedjam bin dich da wieder rauszureißen um das Leben zu erleben Ich weiß es ist eine sehr plumpe Antwort, aber ich hab manchmal das Gefühl wir stellen uns so ein bisschen in den Opferhaltung und sagen oh Gott wir können nichts tun.

00:45:10: Es ist alles zu viel Druck unordentlich, alles zu furchtbar und schnelllebig.

00:45:13: Aber das coole ist an diesem Handy kann man weglegen und kann einfach in seinem Leben weiter leben ohne diesen Ding.

00:45:21: Gut, dass du das am Ende des Podcasts gesagt hast.

00:45:23: Nicht am Anfang, weil sonst würden alle Leute abdrehen.

00:45:24: Nein!

00:45:25: Das kann man ja nie mehr laufen lassen.

00:45:26: Das steht podcast-liebig hier an Podcasts.

00:45:28: Ja es klingt vielleicht plump aber oft sind halt auch die einfachsten Antworten... Ja sorry,

00:45:32: dass ich da jetzt nichts Komplexeres habe.

00:45:33: Aber manchmal ist es wirklich einfach nur das.

00:45:35: Gehe offline und sieh wie sich das lebt.

00:45:37: Intentionell

00:45:38: auch.

00:45:38: Anders anfühlt, wie es plötzlich entschleunigt und wie wenig Du wieder zurückgehen willst.

00:45:42: Es ist wirklich so.

00:45:43: Diese Auszeiten sind Gold wert.

00:45:45: Dann beenden wir damit diese Folge.

00:45:47: Gehen jetzt beide offline und ich bedanke mich sehr herzlich, dass du da warst.

00:45:50: Danke, dass ich da sein durfte!

00:45:54: Das war's von mir.

00:45:55: Danke fürs Zuhören und ich freue mich wenn ihr das nächste Mal wieder einschaltet.

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