Folge 11 | What the Tax? - mit Paula Timofte

Shownotes

Paula Timofte ist Steuerberaterin und Partnerin mit einem besonderen Fokus auf Content Creator, KMU und Gründerinnen. In dieser Folge räumen wir auf mit Halbwissen, Hoffnungen und hartnäckigen Mythen rund ums Thema Steuern im Creator Business. Was muss versteuert werden, was nicht? Was kann ich absetzen und was definitiv nicht? Wann brauche ich eine GmbH? Was passiert bei einer Betriebsprüfung? Und was ist diese RTR-Meldepflicht, über die alle reden? Eine Folge, die wehtun kann - aber die man gehört haben sollte.

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Themen dieser Folge

→ Produkte zugeschickt bekommen: Muss ich das versteuern? → Wann muss ich ein Gewerbe anmelden? → Hotel-Einladungen, Events, Reisen – wie werden die steuerlich behandelt? → Kleidung absetzen: Die schlechte Nachricht für alle Fashion-Creator*innen → Was ich wirklich absetzen kann – und was die meisten vergessen → Rechnungen richtig ausstellen: Was drauf muss und was oft fehlt → Kleinunternehmerregelung vs. Umsatzsteuer – wann was Sinn macht → Einzelunternehmen vs. GmbH: Wann lohnt sich die Umwandlung? → Betriebsprüfung: Wann passiert sie, wie läuft sie ab, was sind die Konsequenzen? → Selbstanzeige: Was tun, wenn man merkt, dass etwas schiefgelaufen ist? → RTR-Meldepflicht nochmal erklärt – und warum man sie nicht ignorieren sollte → Paulas wichtigster Tipp: Dokumentation ist alles

→ Eine Produktion von Xupiter Vision: Konzept, Produktion und Hosting von Podcast – alles aus einer Hand. Schreib mir gerne: sebastian.krebitz@xupitervision.com

📍🎙️ Das Gespräch wurde online aufgezeichnet.

📖 Glossar - Folge 11

Affiliate-Marketing – Vermarktungsmodell, bei dem CreatorInnen für jeden Kauf, der über ihren persönlichen Link oder Code zustande kommt, eine Provision erhalten.

Arbeitsplatzpauschale – Pauschalabzug für CreatorInnen und Selbstständige, die kein eigenes Büro haben, aber von zuhause arbeiten. Ersetzt in vielen Fällen das klassische Arbeitszimmer steuerlich.

Barter-Deal – Kooperation zwischen Marke und Creatorin, bei der kein Geld fließt, sondern Produkte oder Leistungen als Gegenleistung vereinbart werden.

Betriebsprüfung – Prüfung durch das Finanzamt, bei der Buchhaltung, Belege und Steuererklärungen eines Unternehmens überprüft werden. Kann zufällig oder branchenbezogen ausgelöst werden.

KommAustria – Österreichische Kommunikationsbehörde, zuständig für die Aufsicht über audiovisuelle Mediendienste. Zuständig für die Meldepflicht von CreatorInnen, die Videocontent kommerziell veröffentlichen.

Kleinunternehmerregelung – Steuerliche Regelung, die Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 55.000 Euro netto von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Kann freiwillig aufgegeben werden.

Körperschaftssteuer – Steuer auf den Gewinn einer GmbH oder AG. In Österreich aktuell 23% Flatrate – im Gegensatz zur progressiven Einkommensteuer beim Einzelunternehmen.

UID-Nummer – Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, die für grenzüberschreitende Geschäfte innerhalb der EU benötigt wird – z. B. bei Kooperationen mit deutschen Agenturen.

Progressiver Steuertarif – Steuersystem, bei dem der Steuersatz mit steigendem Einkommen zunimmt. In Österreich zwischen 0% und 55%.

Reverse-Charge – Verfahren im EU-weiten Geschäftsverkehr, bei dem die Umsatzsteuerpflicht auf den Leistungsempfänger übergeht. Relevant bei Rechnungen an ausländische Agenturen oder Unternehmen.

RTR (Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH) – Administrativer Hilfsapparat der KommAustria. Bei der RTR müssen sich CreatorInnen melden, die Videocontent kommerziell veröffentlichen – innerhalb von zwei Monaten ab Aufnahme der Tätigkeit.

SVS (Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen) – Sozialversicherungsträger für Selbstständige und Gewerbetreibende in Österreich. Ab einem bestimmten Gewinn werden SVS-Beiträge fällig.

Veranlagungsfreibetrag – Freibetrag von 730 Euro netto pro Jahr in Österreich. Einnahmen unterhalb dieser Grenze müssen nicht versteuert werden – aber nur, wenn tatsächlich eine Einnahme vorliegt.

Vorsteuer – Der Umsatzsteueranteil, den ein Unternehmen bei Einkäufen zahlt und sich vom Finanzamt zurückholen kann. Nur möglich, wenn man umsatzsteuerpflichtig ist – nicht bei der Kleinunternehmerregelung.

Transkript anzeigen

00:00:02: Willkommen beim Maven Talks, dem Podcast rund um Influencer Marketing.

00:00:06: Ich bin Alina Heiner und spreche mit Menschen die die Creator Economy prägen.

00:00:09: Strategisch kreativ aber manchmal auch kritisch.

00:00:12: Hier geht es um das was hinter Kampagnen Kooperationen und KPIs steckt – und um alles was die Branche wirklich bewegt!

00:00:17: Es kann sein dass in der Folge ein paar Begriffe vorkommen, die dir nichts sagen, aber wir haben für jede Folge in den Show notes alle Begriefe noch einmal erklärt und dort findest du auch alle weiteren Infos zu den Personen.

00:00:32: Kurz vor, für alle die dich nicht kennen.

00:00:33: Du bist Steuerberaterin, Partnerin spezialisiert auf kleinen und mittelunternehmengründerinnen, Content-Creator, Immobilienthemen und Startups.

00:00:40: Das heißt du weißt... ...du kennst alle Seiten!

00:00:41: Du weißt wo Fehler passieren, wo Geld liegen bleibt.. ..und was man irgendwie wirklich wissen muss bevor es teuer wird und das Finanzamt anklopft.

00:00:48: Und deswegen freue ich mich dass du heute da bist.

00:00:50: aber bevor wir ins Thema rein starten habe ich so eine Frage an dich weil du bist ja auch selber Content Creatorin Was ist so Content den du zwar voll gern konsumierst?

00:00:58: Aber nie selber produzieren würdest.

00:01:01: Bei mir ist es ja so, dass ich Mama von zwei Jungs bin, das heißt meine Jungs sind zwölf und zehn.

00:01:05: Das heißt ich überlege immer schon vorab was würde ich posten, was den beiden nicht peinlich sein könnte?

00:01:11: Ich frag sie immer vorab, ist es okay wenn ich das poste?

00:01:14: Ja ich weiß, die sind noch sehr jung beide aber zumindest Ich sage Ihnen, stell dir vor immer, dass deiner Klasse würde das sehen.

00:01:20: Wäre es okay für dich wenn die das sehen?

00:01:22: Ohne krieg ich immer ihr Go!

00:01:23: Bevor ich das poste, so mit überlege ich mir tatsächlich schon sehr gut was ich poste.

00:01:28: stimm das auch immer mit dem... Mit meinem Mann ab da durch, dass sie eben auf Social Media zu sehen sind

00:01:33: Und du konsumierst aber gerne auch Family Content Dinge, die du wahrscheinlich in deinem Leben ähnliche Lebensrealität oder sowas haben wie du.

00:01:39: Ja also Family Content Rezepte Das übliche Da ist immer sein Untermix von allem wieder bei.

00:01:47: Sehr gut, danke für den Einblick.

00:01:48: Fangen wir mal ganz am Anfang an!

00:01:50: Es fängt jemand an so ein bisschen zu bloggen oder auf Instagram aktiv zu sein bekommt einmal Produkte zugeschickt Kosmetiker vielleicht ein bisschen Kleidung.

00:01:58: muss ich das schon versteuern?

00:01:59: Oder ist es einmal einfach ein Gudi dass sich einfach bei mir einen Kasten legt und dort liegen lassen?

00:02:03: Das ist

00:02:03: immer eine Frage.

00:02:04: da melden sich Leute bei mir Manchmal wirklich ganz am Anfang und manchmal sind die schon irgendwie so fünf Jahre ein bisschen dabei, aber haben immer nur ein bisschen was bekommen.

00:02:13: Das ist immer die Frage quasi habe ich jetzt was falsch gemacht?

00:02:16: Wann soll ich starten usw.

00:02:18: Und ich muss dazu sagen wir haben bei uns in der Kanzlei einen wirklich einen bunten Mix aus Content Creator.

00:02:23: das heißt es hängt davon ab.

00:02:25: also jeder Influencer Content Creator wird bei uns sehr individuell beraten.

00:02:30: Das heißt, es gibt immer so mehrere Szenarien und das erste Szenario ist, es ist tatsächlich mal ein Hobby.

00:02:35: ich fange damit an Ich kriege etwas zugeschickt Und dann ist halt immer die Frage Warum bekomme ich das zugeschick?

00:02:40: Der wurde ja wahrscheinlich im Vorfeld schon kontaktiert.

00:02:43: Ich habe ihm mit meiner Adresse hergegeben.

00:02:45: wurde was vereinbart wurde vereinbart dass sich vielleicht etwas dafür poste oder bin ich einfach nur irgendwo in einem Verteiler von einer Agentur gelandet und kriege das zugeschickt.

00:02:53: Das heißt, dass es einmal so.

00:02:54: die erste Grundfrage, die sich stellt muss sich irgendwie eine Gegenleistung erbringen.

00:02:59: Und wenn ich eine Gegenleistung erbringe ist auch ein bisschen so die Frage warum mache ich das jetzt überhaupt kostenlos?

00:03:07: Produkt haben möchte.

00:03:08: Das heißt, das Produkt ist tatsächlich anstatt Geld meiner Bezahlung.

00:03:12: oder mache ich das einfach nur um meinen Follower mehr Werten zu zeigen und Produkte herzuzeigen?

00:03:18: Das stellt sich immer so die Frage.

00:03:20: Selbst wenn das passiert, ist das noch kein Problem weil es gibt in Österreich einen Veranlagungsfreibetrag.

00:03:26: Das bedeutet der Veranlangungsfreibetrag beträgt siebenhundertdreißig Euro netto pro Jahr.

00:03:30: aber Damit der überhaupt zur Anwendung kommt, müssen wir quasi schon bestellen.

00:03:35: War das jetzt eine Einnahme oder nicht?

00:03:36: Denn nur Einnahmen fließen in diesem Veranlagungsfrei Betrag und eine Einarm ist es halt tatsächlich immer dann wenn eine Gegenleistung vereinbart worden ist und wenn die Ware anstatt von Geld geflossen ist.

00:03:48: Da habe ich gleich eine blöde Zwischenfrage.

00:03:50: Also jetzt kriege ich... also ich kriege mir manchmal Produkte zugeschickt, die ich tatsächlich käuflich erwerben kann.

00:03:55: aber sind auch manchmal Dinge dabei, die quasi nur für CreatorInnen sind, die es vielleicht so nicht zu kaufen gibt.

00:04:00: Das heißt, eigentlich müsste ich ja dann bei der Agentur oder beim Unternehmen nachfragen.

00:04:04: Was ist der Wert dieses Produkts?

00:04:06: Dass es ja so nicht zu kaufen gibt um quasi zu ermitteln bin ich in dem Freibetrag oder nicht?

00:04:11: Genau, das ist der zweite Punkt.

00:04:12: Also der erste Punkt wäre mal warum können denn nur Content Creator erwerben?

00:04:16: Das heißt möchte das Unternehmen überhaupt dass es auch andere erwärmen.

00:04:19: Da muss ich mir einmal die Frage stellen war das jetzt ein Geschenk vom Werbepartner, das sich vielleicht gar nicht besteuern muss?

00:04:24: oder wenn's tatsächlich etwas gibt was man sagt okay es ist jetzt anstatt Geld geflossenes ist eine Ware dann müsste ich tatsächlich nachfragen.

00:04:31: Das heißt ich sage zum Beispiel meinen Klienten und Klientinnen immer schaut sie mal nach was würde das auf mich haben?

00:04:37: kosten auf Geiz halt also so den günstigsten Preis den ein fremder für diese Ware bezahlen würden.

00:04:42: Idealerweise gibt es vielleicht sogar einen Wert, den dann der Kooperationspartner einem nennt.

00:04:47: Okay verstehe und wenn's ein Geschenk ist?

00:04:50: Dann muss ichs nicht verstehen?

00:04:51: Genau!

00:04:51: Also wenn keine Gegenleistung geflossen ist, muss ich das nicht verstehen.

00:04:54: Man muss halt da immer ein bisschen aufpassen.

00:04:56: deswegen sage ich jetzt wirklich sehr individuell.

00:04:58: Das Business ist auch für das Finanzamt sehr neu.

00:05:02: Das heißt, man muss sich das immer anschauen.

00:05:03: Wenn ich jetzt sage, ich kriege jetzt teilweise nicht von Dyson einfach so eine Staubsauger zugesendet und muss sich dann die Frage stellen ob da nicht vielleicht doch irgendwo eine versteckte Gegenleistung da

00:05:11: war oder zumindest erwartet wird?

00:05:13: Genau!

00:05:14: Also meine Content Creator kriegen von mir immer im Zuge des Jahresabschlusses ein Excel-Vorlage wo dann drinnen steht quasi fühlt es das bitte aus was für Warns sind geflossen Und dann gehen wir's gemeinsam in den Zug des Jahresabschlussgesprächs durch.

00:05:26: ist das jetzt zu besteuern ja oder nein?

00:05:28: Die meisten Influenzinnen haben ja eine Werbeagentur oder ein Ankündigungsunternehmen meiner Swissess nach angemeldet.

00:05:34: Ab wann muss ich ein Gewerbe anmelden?

00:05:36: Das

00:05:36: Gewerb ist tatsächlich so ein bisschen parallel mit dem Veranlagungsfreibetrag, das heißt sobald mehr als siebenhundert dreißig Euro gewinnt Vor Jahrzehnte, also das Erfangenungsfreibetrag ist eine Gewinngröße.

00:05:48: Muss ich auch ein Gewerbe anmelden?

00:05:49: Das heißt da bin ich dann gewertlich tätig.

00:05:51: Ich mache das in regelmäßigen Abständen und habe eine Gewinnerziehungsabsicht.

00:05:55: Ich hab irgendwie vor quasi das Ganze unternehmerisch zu machen.

00:05:59: Ich habe auch Content-Creator.

00:06:00: die machen zum Beispiel nur Bartodils.

00:06:01: Dafür liest nie Geld!

00:06:02: Die machen das alles nur auf Produktbasis.

00:06:05: Auch da ist es wirklich auch schon einen Gewerben anzumelden wenn dieser Freibetragen von siebhundertdreißig Euro überschritten wird.

00:06:13: habt doch dann eigentlich immer einen, also keinen Verlust.

00:06:16: Aber ich muss ja theoretisch Steuer auf die Produkte zahlen, obwohl ich kein Geld bekommen

00:06:20: habe.".

00:06:20: Genau!

00:06:21: Das heißt das sind zum Beispiel Waren?

00:06:23: Ich weiß nicht, ich richte mir die Wohnung mit Waren ein.

00:06:26: Das ist etwas was ich mir privat hätte e-kaufen müssen.

00:06:29: Stellt mal vor du kaufst dir einen Laptop um tausend Euro Und du kriegst ihn dann zugeschickt, der Werte ist immer noch tausend Euro.

00:06:36: Und dann salzt du halt nur den Steuerbetrag auf diese Tausende Euro.

00:06:40: Es ist nie Geld geflossen aber ich muss halt trotzdem die Steuer drauf bezahlen.

00:06:43: Ich

00:06:43: glaube da hat man jetzt ein paar Influencerinnen.

00:06:45: will was nachzuholen und wir haben gerade über Produktzusendungen gesprochen.

00:06:48: Aber wie sind sie zum Beispiel mit einer... Einladung zu einem Event oder einer Hotell-Einladung, wo ich eingeladen werde in den Wochenende zu kommen.

00:06:54: Ich bericht drüber aber ich kriege eben kein Geld.

00:06:57: das heißt auch da müsste ich quasi dann dem Gegenwert den ich vielleicht auf Booking finde versteuern.

00:07:02: Genau

00:07:03: also dein ist immer man muss sich auch mal die Teile anschauen.

00:07:06: das heißt da stellt sich auch die Frage meine Gegenleistung vereinbart dass wenn ich jetzt einmal auf ein event eingeladet werden dann ist es nicht automatisch zu besteuern.

00:07:14: ja wenn ich aber zum Beispiel den Opernball eingeladen werde, wo andere fremde Dritte vielleicht mehrere Tausend Euro für diese gleiche Karte bezahlen würde.

00:07:22: Da muss ich mir schon die Frage stellen ist das jetzt zu bezahlen ja oder nein?

00:07:25: Oder in welchem Rahmen ist das Ganze passiert?

00:07:28: und das Gleiche gilt doch für Hotell-Einladungen.

00:07:30: Das heißt wenn man jetzt Hotell Einladungen annimmt, muss man sich schon die frage stellen will ich da unbedingt hin?

00:07:35: weil ich krieg von meinen Content creators oft die Rückmeldung naja Ich wurde ja eingeladen Und jetzt muss ich dafür auch noch bezahlen.

00:07:41: Sagt naja aber es geht Parts wirklich nur dorthin, wo ihr wirklich privat hinfahren würdet.

00:07:46: Wo ihr dann quasi einen Vorteil daraus habt.

00:07:49: und wir haben auch immer auf der einen Seite die Einnahmen aus der Hotel einladen, aber man kann ja auch immer Ausgaben dagegen stellen.

00:07:56: Das heißt immer da wenn ich eine Einnahme habe darf ich ja auch Ausgabe ansetzen und so versuchen wir das Ganze dann immer ein bisschen auszugleichen.

00:08:03: Kritisch wird es dann immer.

00:08:04: nur bei den Family Content Creators wo vielleicht vier Personen, sechs Personen eingeladen sind muss man sich halt die Frage stellen, wo ist jetzt der private Anteil und wo ist der betriebliche Anteil?

00:08:15: War es ausdrücklich erwünscht dass zum Beispiel die Kinder dabei sind?

00:08:17: also dann muss man sie wirklich immer im Detail anschauen.

00:08:19: Das ist jetzt eine Frage, die ich gar nicht weiß ob du mir die beantworten darfst.

00:08:23: Aber wir müssten dann theoretisch... Musste da Honorar für die Kinder fließen?

00:08:26: Wenn die Kinder mit Teil des Kontents sind?

00:08:28: Vom

00:08:28: Hotel aus oder...?

00:08:30: Ja also wenn die Kinder quasi auch gebucht werden?

00:08:32: Nein muss kein Geld fließen!

00:08:34: Also ich sage immer im Idealfall Fließt Geld weil da muss man sich nicht die Frage stellen ob jetzt die Hotellenladung zu besteuern ist ja oder nein.

00:08:41: aber da setze ich halt einfach den Wert an inklusive Kinder für die Einnahmen

00:08:46: Und Ausgaben werden zum Beispiel Kilometergeldanreise, wenn das Abendessen nicht inkludiert ist.

00:08:52: Das wären dann quasi die Ausgabe, die ich denen einen Namen gegenüberstelle?

00:08:55: Genau!

00:08:55: Also bei der Verpflegung muss man dann immer ein bisschen aufpassen und schauen wir uns auch in dem Detail an weil über das jetzt Privatverpflegungen?

00:09:01: oder warum war es notwendig dass man sich quasi privat verpflegt?

00:09:04: aber grundsätzlich ja ausgaben Kilometer Geld typischerweise.

00:09:08: Und du hast gerade schon angesprochen so mit diese private Nutzung oder auch Möbel die ich mir kauf Gerade im Influencer-Marketing, Fashion ist ein großer Bereich.

00:09:15: Das heißt Kleidung!

00:09:17: Ich bin jetzt Fashion-Creatorin.

00:09:18: Das heisst ganz viel.

00:09:18: meinen Content machen ich mit neuen Gewand.

00:09:21: Ab wann ist es eine berufliche oder private Nutzung?

00:09:24: Oder ist das so eine totale Grauzone?

00:09:26: Es

00:09:26: ist eigentlich gar keine Grauzonne.

00:09:28: Ich habe darüber immer wieder Diskussionen auf mit meinem Content Creator und es gibt sogar wirklich Content Creators die aus diesem Grund nicht zu mir gekommen sind weil wir immer diese Diskussion haben.

00:09:39: Ist es abzugsfähig oder

00:09:40: nicht?!

00:09:41: Es ist ganz klar nicht abzugsfähiger.

00:09:43: Also das ist eines der Dinge, die im österreichischen Steuerrecht schon so oft ausjudiziert worden sind.

00:09:48: Das betrifft ja nicht nur Content creators und auch andere Berufe.

00:09:51: Kleidung ist halt leider wirklich nicht abzugsfähig.

00:09:54: Und da steht in jedem Judikat drinnen sobald man das irgendwie in der Freizeit tragen kann, ist es nicht abzuksfähig!

00:10:01: Ich habe auf die Diskussion ja aber wenn ich privat mit Kleidungen kaufen würde, dann werde ich mir vielleicht nur ein Zehntel von meinem Kleiderschrank kaufen.

00:10:07: Sag ich mir ja was macht ihr danach?

00:10:09: Entweder verkauftes oder will.

00:10:10: haben oder er schenkt das ja, oder was auch immer.

00:10:12: Das heißt selbst wenn ihr es nutzt ist immer noch dieser private Bereich da und das steht auch im Gesetz klar drinnen.

00:10:19: Es sind nicht abzugsfähige Aufwendungen.

00:10:21: Ich

00:10:22: glaube, da brichst du jetzt gerade ein paar Herzen?

00:10:24: Oder einfach?

00:10:29: Es gibt ja wirklich ein paar Möglichkeiten, das dann doch machen zu lassen.

00:10:32: nur das wollen.

00:10:33: Also gerade im Fashionbereich wollen die meisten nicht.

00:10:36: Man sagt, wenn irgendwo ein Logo aufgesteckt Dann ist es abzugsfähig.

00:10:41: Ich hab zum Beispiel einen YouTuber, der trägt halt immer seine schwarzen Hoodies in seinen Videos.

00:10:46: Der hat sich das Logo eingravieren lassen und somit kann er seine Schwarze Hoodie absetzen.

00:10:50: Das ist quasi Arbeitskleidung?

00:10:51: Genau!

00:10:52: Oder ich sag

00:10:52: z.B.,

00:10:53: das gleiche Thema haben wir auch immer mit Make-up im Beautybereich.

00:10:56: Sobald man irgendwie eine Rolle schlüpft... Da gibt's ja große Contentcreator die sich per Rücken kaufen, dieses Theater-Maker zu senden,... ...das ist dann wiederum Abzugsweg weil das ist etwas da schlüpfig in einer Rolle, da bin ich nicht mehr... selbst.

00:11:09: Da ist es abzugsfähig, aber ansonsten muss ich dann immer sagen nein, ist das nicht und ich weiß es gibt viele Kollegen die machen das, aber man muss immer ein bisschen aufpassen.

00:11:18: auch für das Finanzamt ist der Content Creator Bereich ein neuer Bereich.

00:11:21: Man muss immer argumentieren warum habe ich diese Einnahmen?

00:11:24: Ich hab zum Beispiel eine Ausnahme bei einer Content Creatorin da ich gesagt wir setzen ihre Kleider die sie sich kauft.

00:11:31: Aber der einzige Grund, warum sie sich diese Kleider kauft ist weil sie extrem viel Affiliate-Marketing macht.

00:11:36: Das heißt mit diesem Affiliated Marketing zum Beispiel kauft es sich Kleider auf Amazon, generiert sich viele Klicks und generiert wiederum Einnahmen.

00:11:43: das heißt diese Ausgabe war notwendig um Einnahmen zu generieren.

00:11:47: Ich weiß da ist ein bisschen ein Widerspruch in sich aber das sind so die einzigen Ausnahmen wo ich sage okay dann kann man's Gedanken machen wie wir das Ganze doch irgendwie absetzen können.

00:11:57: Das heisst bei dem Amazon-Kleid kann man jetzt sagen es werden quasi direkt tatsächlich den Produkt zugeordnet und nicht der Marke, das ist dem Branding der Person quasi dass ich natürlich über Content den ich erstelle am Ende des Tages potenziell mehr Aufträge bekomme sondern tatsächlich auf dieses eine Produkt zurückzuführen.

00:12:15: Und deswegen sagst du steuerlich absetzbar.

00:12:19: Okay dann gehen wir mal kurz zu Rechnungen über.

00:12:21: für viele Leute die wissen wie man Rechnung schreibt aber es gibt ja noch immer so ein bisschen eine Unwissenheit oder Leute die ganz neu anfangen Was gehört auf eine Rechnung auf jeden Fall drauf und was darf nicht fehlen?

00:12:30: Bei

00:12:30: den Rechnungen sehe ich das immer wieder, dass die nicht richtig ausgestellt werden.

00:12:34: Das heißt viele Content-Creator starten mal als kleinen Unternehmer.

00:12:39: Sie schreiben keine Umsatzsteuer auf die Rechnungein.

00:12:45: bald sie irgendwie im Ausland mit Agentun zusammenarbeiten, brauchen eine UED-Nummer für Rivers Charge Umsätze.

00:12:51: Das heißt diese UED Nummer darf dann auch wirklich nur für diese Rivers Charge-Umsätze verwendet werden und da muss halt auch dieser Verweis drauf übergang der Steuerschutz auf den Leistungsempfänger aufgrund von Rivers Charge das heißt dass fällt dann ganz oft um.

00:13:03: was ganz oft fehlt ist auch der Leistungszeitraum

00:13:06: Auf das Rivers Charge zu kommen.

00:13:07: für alle die das nicht wissen wenn ich in Österreich Umsatzsteuer verrechne, dann verrechnen wir jetzt tausend Euro plus zweihundert Euro Umsatzteuer innerhalb Österreichs Und nach Deutschland sind es quasi tausend.

00:13:16: Unteranfangs, so wie ein Brutto für Netto.

00:13:17: und dann durch diesen Reverse Charge muss ich diese zwei Hundert Euro nicht abgeben aber kriege sie auch nicht mehr zurück.

00:13:23: Genau!

00:13:23: Die ist aber dann angefordert als extra UID-Nummer für Reverse Charges Verfahren.

00:13:28: Genau beim Antrag schreibt man genau hin das ist nur für dieser Reverse charge umwärts anzuwählten.

00:13:32: Aber macht's überhaupt Sinn keine Umsatzsteuer zu verlechnen?

00:13:36: Weil ich kann mich erinnern als ich gegründet habe Ich hab von Anfang an Umsatz Steuern verrechnet weil ich mir halt auch gedacht habe Ich kann ja dann auch alles einreich, also Druckerpübier

00:13:43: etc.,

00:13:43: ich kann mehr die Umsatzsteuer wieder zurückholen.

00:13:46: Wann macht's Sinn?

00:13:47: oder warum macht es Sinn nicht von Anfang an Umsatzteuer zu verrechnen?

00:13:50: Ich sage

00:13:50: mal so, in fünf oder neunzig Prozent der Fälle empfehle ich Content creators auf die Kleine Unternehmerregelung zu verzichten.

00:13:56: Weil man im kleinen Unternehmerbereich einfach immer btb arbeitet.

00:13:59: Das heißt das einzige Nachteil den ich sehen würde ist der erhöhte Aufwand dass man sagt man muss fatalsmäßig unsere Steuerveranmeldungen einreichen.

00:14:07: Das heisst ich mache fatalsweise schon meine Buchhaltung aber ansonsten macht es immer Sinn auf die kleine Unternehmeregelung zu verzichten.

00:14:12: Ich glaube ich habe zwei oder drei Content creator bei denen wir wirklich nur die Kleinen Unternehmer Regelung offen lassen will.

00:14:17: sie sagen die haben keine Ausgaben für die macht das keinen Sinn die haben keine Vorstellungen, die sie sich auch holen können.

00:14:22: Ich kenne ja auch ein paar Fälle wo es dann dir als kleiner Unternehmen begonnen hat und dann irgendwie im September drauf gekommen sind.

00:14:28: Oh shit ich komme über die Grenze!

00:14:29: Ich glaube das sind fifty-fünfzigtausend Euro Jahresumsatznettler wenn ich's richtig notiert hab' und die ihr dann wirklich nachrechnen müssen und dann allen die Umsatzsteuer nachverrechnemüsst.

00:14:38: und ich glaub aber bin ich verpflichtet das noch nachzuzahlen?

00:14:41: Ich bild mir einen da war du hoffst auf den Goodwill.

00:14:44: Diese Regelung gibt es jetzt nicht mehr.

00:14:46: Das heißt, die fünfundfünfzigtausend Euro, die stimmen, die sind jetzt neu und bis glaube ich Ende vierundzwanzig, weil das jetzt richtig im Kopf war.

00:14:52: so wenn man irgendwie im November darauf gekommen ist sich kommen jetzt über die Grenze, die waren damals noch fünfund dreißigtausende Euro musste ich es nachverrechnen?

00:15:00: Und der Vorteil in Bittobi Bereich ist Ich verrechne diese Umsatzsteuer nahe.

00:15:04: Der Kunde muss es mir zahlen aber er kann es sich vom Finanzamt wieder zurückholen.

00:15:08: Ich hatte ein einziges Mal den Fall mit einer Kollegin Die wollte das irgendwie nicht zahlen.

00:15:13: Die hat das überhaupt nicht verstanden, dass jetzt die unser Staat zahlen muss sie sich aber das Gleiche vom Finanzamt zurück holt.

00:15:18: Aber seit erst im ersten Jahrzehntausend fünfundzwanzig ist es so den Umsatz mit Umsatzsteuer verrechnen muss, der über diese fünfundfünfzigtausend Euro Grenze drüber geht.

00:15:28: Das heißt das ist wirklich eine Erleichterung weil wenn ich jetzt außerhalb des BTOB Bereichs bin zum Beispiel eine Friseurin oder Nageldesignerin der das ja nicht mehr nachfordern können und das heißt die hat dann wirklich die zwanzig Prozent aus der eigenen Tasche zahlen müssen.

00:15:41: Klar gerade bei Kundinnen.

00:15:42: also ich denke als Unternehmen wenn ich es wieder vom Finanzamt zurückbekomme dann ist es eher wurscht.

00:15:45: aber als Endkundin kann ich auch verstehen dass zwanzich Prozent die ich für nicht mehr Leistungen am Ende des Tages zahle schwierig sind.

00:15:53: Das heißt, wenn ich aber jetzt über diese fünfundfünfzigtausend Euro jetzt komme dann muss sich Umsatzsteuer verrechnen.

00:15:58: ist das korrekt?

00:15:59: Genau

00:16:00: und davor ist es optional.

00:16:01: aber du sagst eigentlich bist du dafür von Anfang an Umsatz Steuern zu berechnen weil das ist einfach ein bisschen mehr Aufwand dieser eine Überweisung im Quartal zu machen, aber ich kann mir halt viel zurückholen.

00:16:10: Und ist dein Tipp denn auch beim Gründen?

00:16:12: Ich glaube das kann ich mir fast selber beantworten, aber ist zumindest ein Tipp den ich immer Das erste, was man braucht ist eine gute Buchhalterin oder Steuerberaterin?

00:16:19: Grundsätzlich ja.

00:16:20: Also ich merke es bei den Erstgesprächen.

00:16:22: Ich sage mal zehn Prozent von denen die zum Erstgesprech kommen sind super gut vorbereitet.

00:16:27: Die sind oft mit der KI vorbereitet oder haben selber schon Recherchen gemacht oder irgendwelche Unternehmensgründerprogramme kennen sich ihr sehr nicht gut aus.

00:16:34: und dann gibt's auch diese kleinen Haken an denen sie nicht gedacht haben wo so... Okay, ich mache dann doch mit dir.

00:16:41: Wo muss ich denn doch nicht drüber trauen?

00:16:43: Und bei den anderen neunzig Prozent merke ich einfach es ist zwar ein Grundwissen da und es gibt halt auch viele Unternehmerinnen und Unternehmer aber das Gesetz ändert sich erlaufen.

00:16:53: Es gibt so viele Dinge auf die wir achten.

00:16:58: Unsere Zusatzleistung ist zum Beispiel, ich habe so viele Content Creator in Pool.

00:17:02: Ich merke was ich du da magst ja das heißt ich hatte schon einen Content Creator dabei wo ich mir gedacht hab wo ich den Jahresabfluss gemacht habe der Verlangt viel zu wenig für die Story oder für das Real.

00:17:11: also das ist ja voll arg und bin drauf aufgegangen gesagt du kannst locker das Dreifache dafür verlangen.

00:17:17: Also, da sind auch so Unternehmensberatungen die wir dann geben oder wie es jetzt vor kurzem war mit der RTR oder Komm-Ausdreh, wo es einen Riesenaufruhr gab.

00:17:25: Das heißt, da schieben wir zum Beispiel auch an den gesamten Pool hinaus.

00:17:29: Bitte achtet darauf!

00:17:30: Wir machen ja nicht nur klassische Steuerberatung und sagen quasi das was man eher auf der Wirtschaftskammerseite lesen kann sondern versuchen da wirklich tiefer in die Beratung zu gehen.

00:17:39: Stichwort RTR.

00:17:40: Wir haben eh kurz drüber geschrieben und du hast doch, ich weiß nicht, du schreibst einen neuen Artikel?

00:17:44: Ich weiss nicht, ob er schon da ist aber wenn ja verlinkt man ihn in den Shownots.

00:17:48: Die RTR ist ja nach, zumindest in meiner Bubble nach dem Podcast mit der Eva so ein bisschen hat für Furore gesorgt und ganz viele Leute, ganz viel Createnden die tatsächlich ganz lang schon im Game sind, haben mir geschrieben oh mein Gott ich hab davon noch nie was gehört mich inkludiert!

00:18:02: Ich weiß nicht wem ich jetzt die Schul zuschieben darf, aber ich glaube die WKO wäre vielleicht.

00:18:07: Es wäre schon super, wenn die Wecker uns informiert.

00:18:09: Die Eva hat gesagt, na eigentlich hätte das Ehepaar mit der Gewerbeanmeldung passieren müssen.

00:18:12: nur ich habe vor zehn Jahren beispielsweise gegründet also da gab es Videokontern in der Form auf Instagram beispielsweise noch gar nicht.

00:18:20: Kannst du nochmal zusammenfassen für alle, die entweder die Folge mit der Eva noch nicht gehört haben oder nach wie vor verwirrt sind was ist die RTR?

00:18:27: Was macht sie und warum?

00:18:28: Was ist unsere Pflicht?

00:18:30: Ich glaube die RTR bzw.

00:18:32: die Komm-Ausrede gibt es ja schon seit Jahren, so viel ich weiß.

00:18:35: Ich habe das also schon vor Jahren gehört aber da hat sie immer nur die reinen YouTuber betroffen.

00:18:40: Das heißt sobald man irgendwie Content online postet ist man für die Reichweite die man hat quasi verpflichtet richtige Inhalte zu posten.

00:18:47: Man hat ein bisschen auch eine Verantwortung für die Inhalten die man postet und sobalt man eine gewisse Reichweiter hat.

00:18:54: diese Reichweiten soll nicht ausjudiziert werden.

00:18:57: welche Reichweite ist es.

00:18:59: Wir hatten ganz viel Kontakt auch mit der Kommostria, wo die gesagt haben naja manchmal sind's halt fünftausend Follower je nachdem wie man erwischt oder es hängt auch davon ab zum Beispiel wenn einzelne Videos viral gehen kann man auch schon meldepflichtig sein.

00:19:11: das heißt sobald ich irgendwie eine größere Reichwerte habe bin ich meldeplichtig und muss mich aktiv bei denen melden und sagen Achtung!

00:19:18: Ich bin jemand ich stehe als Person im öffentlichen Leben und ich veröffentliche Inhalte die vielleicht für eine größer Reichweiterrelevanz sein könnte.

00:19:27: Und wenn man das nicht macht, dann können auch Strafen auf einen zukommen.

00:19:31: Und die sind ja gar nicht so niedrig!

00:19:33: Die Webseite RTL ist sehr spammy.

00:19:35: Vielleicht hört jemand von der RTL dazu?

00:19:36: Ich finde sie schaut total spammy aus und ich finde auch dass sie nicht sehr informativ gestaltet ist.

00:19:42: Das heißt in Wahrheit ist aber dein Tipp an alle die Video Content egal auf welcher Plattform publizieren und damit irgendeine kommerzielle Absicht haben also nicht nur meine Urlaubsvideos für meine... Mama und meine Familie, sich dort zu melden und zu sagen Hallo ich mache diese Videos.

00:19:56: Genau!

00:19:57: Ich glaube sie haben als Richtwert auch noch angegeben dass man irgendwie über der Geringfügigkeitsgrenze sein muss.

00:20:02: also sobald mein Geld damit verdient muss man sich auch aktiv bei denen melden.

00:20:05: die Homepage ist tatsächlich ein bisschen unübersichtlich aber meine Erfahrung ist wenn man dort anruft das sind wirklich super Leute die helfen einem weiter.

00:20:13: da würde ich einfach anrufen Klartextreden und vielleicht noch ein Tipp von mir, was ich jetzt auch mitbekommen habe.

00:20:21: Man muss wirklich alle Kanäle quasi melden.

00:20:23: Das heißt wenn ich mich irgendwie mit dem Hauptakant gemeldet hab.

00:20:25: aber jetzt habe ich mir einen zweiten Akkord gegründet.

00:20:28: dann muss ich auch diesen zweiten Akkon dort melden.

00:20:29: ansonsten ist man auch wieder irgendwo da im Strafenbereich drinnen

00:20:34: Und das melde ich einmal?

00:20:35: Diko, da ist es eine jährliche Meldung.

00:20:37: Ich melde das einmal, melde mich bei denen und dann gibt es eine ja liche Meldungen.

00:20:41: und was mir jetzt gesagt wurde von der RTR man muss auch irgendwie eine Beitragsgrundlage zahlen je nachdem wie hoch die Reichweite ist, wie hoch dieser Beitrag ist wissen Sie aber selbst nicht.

00:20:52: also haben sie eine komplizierte Formel.

00:20:55: Gut, das werden Sie dann hoffentlich sagen!

00:20:59: Und ich sag's auch da noch mal, weil wir das bei der Eva hatten.

00:21:01: Diese Meldepflicht gilt ja ab zwei Monaten innerhalb der quasi Betriebs- oder Videoveröffentlichungen.

00:21:07: also für alle die das noch nicht nachgeholt haben please do so.

00:21:11: Dann gehen wir noch mal ganz kurz zurück zu dem Thema Absetzen, weil Zahlen im besten Fall gerne steuern.

00:21:15: Aber du hast gerade gesagt, da passiert einfach ganz viel Fehler und da ist ganz viel Unwissen noch da.

00:21:19: Wir haben gerade gesagt ich kann Kleidung nicht absetzen aber ich kann ja wahrscheinlich meine ganzen Arbeitsgeräte absetzen als Influencer oder als Creatorin.

00:21:26: Das heißt Handys, Handis, Handy, Kameras, Laptops.

00:21:31: wie viele?

00:21:33: Ja

00:21:33: das ist eine gute Frage!

00:21:35: Ich sage immer so... Es ist alles eine Argumentationssache.

00:21:38: Brauche ich mehrere App-Apps?

00:21:40: Brauch ich mehrere Handys?

00:21:41: Brau' ich mehrere Kameras?

00:21:42: Kameras würde ich wahrscheinlich meistens sagen, ja.

00:21:44: Fangen wir mal schon vorne an.

00:21:46: Ich nutze mir manche an den ersten Jahr der Selbstständigkeit.

00:21:48: Das heißt, ich fange irgendwann mal mit dem Blog an, mit dem Instagram und was auch immer.

00:21:51: Also wir haben ja Gaming Influencer, wir haben welche... also die Diskrimin auf Twitch.

00:21:56: Das heisst irgendwo war ja schon irgendwas da.

00:21:59: Ein Mikrofon, Kopfhörer, was auch wie immer.

00:22:01: Ja das heißt, dass kann ich im ersten Jahr meiner Selbstständlichkeit aus dem Privatvermögen immer ein betriebliches Vermögen einlegen.

00:22:08: Das generiert im ersten Jahr der Selbstständigkeit auch schon ganz schöne Ausgaben, darauf vergessen die meisten tatsächlich.

00:22:14: Das heißt alles was ich jetzt irgendwie betrieblich nutze kann nicht in mein Unternehmen einlegen.

00:22:19: Muss man sich dann vielleicht Gedanken machen, verwende ich das jetzt auch noch privat?

00:22:23: Muss ich einen Privatanteil ausscheiden.

00:22:24: Aber grundsätzlich ist es abzuzweig.

00:22:26: Bei den Händen sage ich immer, wenn man nur ein einziges Handy hat – das verwende Ich sowohl betrieblich als auch privat – muss ich einem privaten Anteil ausscheide.

00:22:35: Wie hoch der ist, der muss dann irgendwie nachgewiesen werden.

00:22:38: Sicher geht man immer mit einer sechzig-vierzigaufteilung,

00:22:40: d.h.,

00:22:41: da geht man nicht mal safe mit dem Finanzamt und das werden die meisten akzeptieren.

00:22:44: Wenn ich sage, ich möchte einen höheren betrieblichen Anteil, da muss ich es halt argumentieren.

00:22:49: oder muss es beweisen können?

00:22:50: Sechzig Prozent ist privat, oder sechszig Prozent wäre betrieblich.

00:22:54: Betriebliches muss immer überwiegend betrieblich sein, damit ich es überhaupt im betrieblichen Vermögen aufnehmen darf.

00:22:59: Was sich immer absetzen kann sind die ganzen Reisekosten.

00:23:02: Das vergessen ganz viele Influencer was überhaupt Reise kostensinn.

00:23:05: das heißt da geht's ja nicht nur um Reisen, da gehts um die Fahrt zum Steuerberater.

00:23:09: Da geht es darum wenn ich bei einem Event eingeladen bin der Fall hin irgendeiner Netzwerke, irgend ein Essen mit einem Kooperationspartner d.h.

00:23:16: all das was irgendwie eine betriebliche Reise ist mit fünfzig Cent pro Gefahren und Kilometer kann ich absetzen nicht einmal ein eigenes Auto.

00:23:25: Das heißt ich kann mir ein Auto ausbauen, womit ich da hingefahren bin und kann das dann absetzen.

00:23:30: Bei den Reisekosten ist immer sehr viel zu holen.

00:23:33: Was man auch immer absetzen kann, ist das Arbeitszimmer.

00:23:35: Ein Arbeitszimer ist in Österreich sehr streng geregelt.

00:23:38: Das heißt da hatten wir erst vor kurzem eine Betriebsprüfung wo sie uns das Arbeits Zimmer streichen wollten aber die Wirtschaftskammer hat sich da eingesetzt.

00:23:44: Da gibt es das Arbeitsplatz Pauschale, d.h.

00:23:46: das kann man auch absetzen.

00:23:48: und was man nicht vergessen darf irgendwelche Laufenden, Abos, Canva, Edo, Bledrum... Also you name it!

00:23:55: Die kann man alle absetzen.

00:23:57: Und ansonsten sage ich immer All das was irgendwie betrieblich verwendet wird, wo ich sagen kann dass verwende ich jetzt für meinen Betrieb kann abgesetzt werden.

00:24:05: Kritisch wird es dann immer wieder wenn's in den betrieblichen Bereich geht.

00:24:08: Das heißt wenn ich jetzt sage Ich brauche unbedingt eine Maniküre weil man sieht meine Hände so oft im Videos Ganz klar, Privat.

00:24:15: Da gibt's kein Drumherum und das machen wir auch nicht.

00:24:18: Wir probieren es gar nicht erst, weil da sind wir dann irgendwo in einem Bereich von den Finanzstrafverfahren, wenn das bei der Prüfung aufliegt.

00:24:25: aber überall da wo man argumentieren kann, das brauche ich betrieblich, da setzen wir auch an.

00:24:30: Das heißt eigentlich die ganzen Sachen, die immer privat sowieso machen würde um das zusammenzufassen darf ich quasi nicht mit reinnehmen.

00:24:38: Und alles, was ich wirklich beruflich nutze.

00:24:39: Ich fand das spannend, dass du gesagt hast, alles was ich schon besitze im ersten Jahr darf ich absetzen.

00:24:43: Ich weiß nicht ob ich damals daran gedacht habe aber in meinem Kopf glaube ich war auch alles was halt neu angeschafft wird, darf nur rein.

00:24:48: Das heißt wenn ich den Laptop eben schon hab' das Handy schon hab', den Computer das Mikro was auch immer dann kann ich das alles reinnehmen.

00:24:54: Man

00:24:54: machte halt nicht mit dem Neuwert sondern mit dem Wert zu dem Zeitpunkt wo es einliege ins Unternehmen

00:24:59: an?

00:24:59: D.h.

00:24:59: ist das was die Leute am häufigsten vergessen sind Reisekosten und das was sie am öfteren versuchen sind Kleidung und Maniküre.

00:25:06: So das typische!

00:25:07: Die meisten Creators, die ich kenne sind tatsächlich Einzelunternehmerinnen.

00:25:10: Einige haben eine GmbH?

00:25:12: Ab wann empfiehlt du eine GMBH?

00:25:15: Auch das ist sehr individuell.

00:25:18: Man fragt mich immer, gibt es eine bestimmte Umsatzgrenze?

00:25:21: Es gibt zwei Aspekte, warum ich eine GmH gründe oder vielleicht ein Einzel-Unternehmen in einer Gmb H umwandlerne.

00:25:29: Das bedeutet, es hängt immer davon ab, habe ich irgendwo einen Haftungsrisiko weil im Einzel Unternehmen hafte ich mit meinem gesamten Privatvermögen.

00:25:37: gibt es irgendwo eine Steuersparpotenzial.

00:25:40: Das heißt, wenn ich jetzt eine GmbH gründe – Ich habe sehr hohe Umsatz, ich entnehme mir aber das ganze Geld, was in der Gmbh ist weil ich das privat zum Leben brauche oder ich möchte ein Haus bauen und meine Wohnung kaufen, dann macht die Gmbha meistens gar keinen Sinn, weil ich gar nichts zu einer hohen Steuerschparnis habe.

00:25:55: Vielleicht zum Hintergrund.

00:25:56: beim Einzelunternehmen ist es ja so.

00:25:57: wir haben in Österreich diesen progressiven Steuerterief d. h., je mehr ich verdiene desto mehr steuern zahle ich.

00:26:02: D. h. zwischen null bis für fünfzig Prozent.

00:26:05: In der GmbH haben wir eine Tradefone, die am momentan im Körperschaft steuert.

00:26:10: Das bedeutet da habe ich eine hohe Steuerspanne, wenn ich hohe Umsätze habe oder einen hohen Gewinn.

00:26:15: Wenn ich mir das ganze Geld aber auch schütte dann bin ich erst recht wieder irgendwo zwischen vierzig bis fünfzig Prozent steuern, selbst er macht die Gmbh meistens keine Sinn.

00:26:25: Wenn Ich jetzt sage, dass ich sehr hohe umsetze Ich brauche aber nur einen gewissen Teil zum Leben, den Rest speichere ich mir an oder gründe eine zweite GmbH.

00:26:34: Da gibt es ganz viele Modelle die man sich da überlegen kann.

00:26:37: dann macht die Gmbh schon Sinn.

00:26:39: Was wir bei unseren Content creators schon machen, wenn man merkt, das Ganze steigt jetzt.

00:26:43: Man hat die Möglichkeit ein Einzelunternehmen rückwirkend in eine GmbH umzuwandeln und das ganze kann man rückwierkend neun Monate machen.

00:26:51: Wir hatten schon dreiviermal den Fall wo wirklich in der zweiten Jahresselfte sehr viel Gewinn gemacht worden ist im Vergleich zur ersten Jahresselfde.

00:26:59: Und dann haben wir wirklich versucht bis zum treißigsten neunten die Gmbh quasi also einen Einzel-Unternehmern in eine gmbh Umzuwandlung per ersten ersten Rückkehr kennt.

00:27:08: Da haben wir dann schon oft sehr hohe Steuerersparnisse und wir zeigen das meistens dann wirklich mit Vergleichsrechnungen auf.

00:27:14: Das heißt, wir berechnen okay dass kostet dich jetzt das Ganze aber dafür spassst du dir so umso viel Steuern.

00:27:20: Aber es gibt ja auch einen Umsatz wo ich verpflichtet bin eine GmbH anzumelgen.

00:27:25: ist das korrekt?

00:27:26: Ja, das ist aber sehr hoch.

00:27:28: Ich habe es jetzt gar nicht auswendig im Kopf, ich glaube das waren siebenhunderttausend Euro.

00:27:32: Also das heißt ab sieben hunderttaussend Euro im zweitfolgenden Jahr oder eine Million Euro im ersten Jahr bin ich da verpflichtet, Energie in BH zu gründen.

00:27:39: Also würdest du den meisten Creators empfehlen?

00:27:41: Oder sagen es reicht ein Einzelunternehmer?

00:27:43: weil gerade dieses Haftuchsthema dass Du angesprochen hast... ...ich sehe das ja bei den Creators die bei mir im Management sind.. Das meiste geht ja mit einer Freigabe raus!

00:27:50: Insofern ist er mein Risiko relativ geringen weil in dem Moment wo die Kunden das abgenommen hat Ist ja mein Haftungsbereich schon gleich relativ klein, oder?

00:27:58: Also

00:27:58: die Content Creator sage ich einmal vom Haftunzrisiko ist es sehr gering.

00:28:02: Es hängt immer davon ab in welchem Bereich gehe ich.

00:28:04: also habe ich Mitarbeiter wie natürlich die Haftung höher.

00:28:07: oder das einzige was passieren kann sage ich immer sind irgendwelche Urheberrechtsverletzungen in dem Bereich wo ich sage ich hab da irgendwie höhere Strafen oder vielleicht sogar ein Verfahren anhängig.

00:28:16: aber ansonsten ist das Risiko im Content Creator Bereich sehr gerenk

00:28:20: und viele Creators Bauen sich ein zweites, drittes, vierte Standbein auf und verkaufen Produkte.

00:28:25: Egal ob das jetzt physische oder digitale Produkte sind kann ich das alles in einem Unternehmen lassen.

00:28:31: Man ist auch sehr individuell.

00:28:32: Das heißt, wenn ich jetzt einfach nur E-Books mitverkaufe oder ich verkaufe so kleine Produkte dann würde ich das Ganze zusammenlassen.

00:28:40: Das heisst es würde ich nicht trennen.

00:28:41: Wenn ich jetzt sage Ich habe jetzt eine GmbH gegründet als Content Creator.

00:28:45: Ich hab da sehr hohe Gewinne und jetzt möchte ich irgendein zweites Geschäft aufmachen Oder ich möchte in Immobilien investieren oder möchte irgend ein anderes Geschäft machen Mit einem höheren Risiko was ich mit einer anderen Gmbh abfangen kann das sage ich immer Trend Das Geschäft voneinander, weil du hast in diesem einen Bereich einfach sehr wenig Risiko.

00:29:03: Das heißt das kann immer unabhängig davon weiterlaufen was im zweiten Geschäft passiert und dann kann jetzt das zweite Geschäft quasi in einer neuen GmbH stattfinden.

00:29:12: Wenn man dann soweit ist da kann man sich immer auch Modelle überlegen.

00:29:15: Das heisst macht dann eine Holdingstruktur zum Beispiel sind, weil ich Geld steuerfrei von der einen Gmb H in die andere Gmbh abends nicht beteiligt sind oder transferieren können.

00:29:23: Das ist es kann man Und wir haben ja wirklich Content-Creator, die so groß gewachsen sind dass sie mittlerweile über drei vier GmbHs über eine hohe Struktur verfügen.

00:29:33: Also auch da wieder sehr individuell.

00:29:35: aber dann ist dazu raten ein zweites Unternehmen aufzumachen wenn quasi die Haftung beispielsweise das Erhaftungsrisiko einfach ein größeres ist?

00:29:42: Einfach, dass ich mir überlege wenn etwas mit diesem neuen Geschäft passiert beeinflusst es irgendwie den Bereich des Content Creator Geschäfts weil das läuft so nebenbei mit.

00:29:51: Da bin ich dann auf jeden Fall das Treinern.

00:29:53: Und jetzt reden wir mal über die größte Angst aller Selbstständigen, die Betriebsprüfung.

00:29:58: Das Finanzamt klopft irgendwann an und möchte alles sehen.

00:30:00: Passiert das einfach so oder wann wird das Finanzamt auf mich aufmerksam?

00:30:05: Was passiert wenn sie aufmachsam werden?

00:30:08: Das ist auch sehr individuell.

00:30:09: Da sind immer davon ab, welchen Prüfer man erwischt.

00:30:11: Aber eine Betriebsprüfung startzündet oder nicht?

00:30:16: Man wird per Zufall ausgewählt oder es gibt wirklich Branchen die speziell geprüft werden.

00:30:21: Es läuft schon ein bisschen so gerade das Gerücht herum dass das Finanzamt sich auf Content Creator spezialisiert hat und das heißt jetzt gibt ja wirklich das Geruch, dass Deutschland damit angefangen hat und jetzt werden quasi Prüfe auf diesem Bereich geschult.

00:30:34: also kann alles sein.

00:30:35: wir hatten schon betriebs prüfungen bei unseren Content Creators und es hängt wirklich immer davon ab.

00:30:40: Das heißt, das ist sehr individuell.

00:30:41: D.h.,

00:30:41: wir hatten Betriebsprüfungen oder auch in anderen Bereichen.

00:30:44: Da kommen sie einmal her und bespricht das.

00:30:47: Es werden die Unterlagen übergeben und zwei Tage später hat man schon ein Betriebsprüfungsergebnis.

00:30:52: d.h.

00:30:52: jetzt kann man dann tragen von Betriebesprüfer, die beantwortet waren und damit ist die Betriebersprüfung abgeschlossen.

00:30:58: Wir hatten jetzt vor kurzem einen Fall, der hat sich über neun Monate gezogen und es war wirklich eine sehr intensive Prüfung dafür dass der Umsatz sehr klein war von diesem Comment Creator.

00:31:07: Und da wurde wirklich jeder einzelne Billig auseinandergenommen.

00:31:10: also das habe ich auch selten erlebt muss ich gestehen.

00:31:13: aber da wurde auf jede einzelne Rechnung eingegangen bei Whom und Wissalb und es ist ja individuell.

00:31:19: Grundsätzlich wickeln wir als Steuerberater diese Betriebsprüfungen ab.

00:31:22: Das heißt es gibt natürlich die Möglichkeit, dass man sagt ich mache das selber weil es ist oft auch mit Kosten verbunden, die dann an den Steuerberatern zu zahlen sind.

00:31:30: aber ich sage mal in etwa von neunzig Prozent der Fälle machen wie die Prüfung der Klient kriegt davon oft gar nichts mit.

00:31:37: Aber da sind wir wieder bei dem Punkt.

00:31:38: wenn ich von Anfang an eine gute Steuerberating habe bin ich natürlich nicht davor gefeiert, dass ich vom Finanzamt geprüft werde.

00:31:44: aber im besten Fall ist er dann alles so versteuert, gebucht

00:31:47: etc.,

00:31:48: dass das finanzamt relativ schnell durch ist.

00:31:51: Während wenn ich das alles alleine mache und am Anfang mein ganzes Gewand reinhaue und meine ganzen Maniküren, weil man eben meine Hände sieht, dass Finanzanmarsch nicht relativ schnell sagen wird, dass das raus ist, dass sich die Steuern nachzahlen muss der schlimmste Konsequenz?

00:32:04: Es hängt davon ab ja, da ist genau der Punkt was ich vorher gesagt habe zum Beispiel Kleidung.

00:32:11: Im ersten Step wird es wahrscheinlich rausfliegen, aus dem Ganzen.

00:32:14: Das heißt man hat die Ausgaben gekützt und das hängt dann auch davon ab.

00:32:17: wie ist mir eine ganze steuerliche Situation aufgebaut?

00:32:20: Manche machen ja das Content Creator Business so nebenbei.

00:32:23: Die schauen dass sie zum Beispiel unter einer gewissen SVS Grenze bleiben, die zahlen keine SVS.

00:32:27: Jetzt habe ich immer geschaut, dass mein Gewinn irgendwo bei sechstausend fünfhundert Euro ist damit ich keine SVSS fahre.

00:32:32: jetzt fliegen wir auf einmal fünfhunderteure Ausgabe raus Und auf einmal werde ich SVS pflichtig!

00:32:38: Das kann zum Beispiel passieren.

00:32:39: oder es kann passieren Kleidung ist ganz klar ausjudiziert und der Betriebsprüfer unterstellt mir jetzt, dass ich vorsätzlich Steuern hinterzogen habe.

00:32:47: Und sobald ich im Vorsatz bin kann ich natürlich auch ein Finanzstrafe fahren bekommen und den Finanzstrafen fahren je nachdem um welchen Betrag es geht.

00:32:54: Kann ich entweder eine Strafe zahlen das heißt die Strafe ist bis zu zwei hundert Prozent von dem Wert von denen wir sprechen oder bei sehr hohen Beträgen reden wir dann auch schon vom Gefängnis strafen.

00:33:04: man muss auch dazu sagen Content Creator die nehme ich da ein bisschen mit raus aber strafensinn schon an den Bayern.

00:33:11: Ich glaube, da haben wir als Österreich auch den Ruf des Steuers.

00:33:14: Sobald man mit der Finanzsituation hat Steuerschulden werden ja oft gefühlt härter bestraft als viele andere Dinge oder zumindest finde ich es so.

00:33:21: ein Sacktman das irgendwie bei uns immer so.

00:33:23: aber das heißt Es ist oft tatsächlich einfach ein Pech dass das Finanzamt genau mich prüft.

00:33:27: Es kann ein Pech sein, es kann eine Kennzeit in der Steuererklärung irgendwie ausschlaggebend werden.

00:33:34: Bei Werbeaufwendungen sind die sehr hoch, dass das Finanzamt Alarm schlägt und immer seine Kenzi verhinterlegt ist.

00:33:40: In welcher Branche bin ich?

00:33:41: Und dann hat man ja so Richtwerte.

00:33:43: Im ersten Step ist es wahrscheinlich ein Computer, das automatisiert.

00:33:47: Mal durchprüft und wenn alles in Ordnung ist, dann geht das automatisch raus.

00:33:50: Da schaut kein Mensch drüber.

00:33:52: Und sobald Ihnen eine Kensive abweicht, wird es in die manuelle Überprüfung gegeben.

00:33:56: Das heißt irgendwer von Finanzamt sitzt da und schaut sich die Steuererklärung an.

00:34:00: Dann hängt es davon ab, wird das geprüft oder halt manuell freigegeben?

00:34:04: Oder wie gesagt werden bestimmte Branchen intensiver geprüfte.

00:34:08: Das bedeutet also ich sage jetzt irgendwas, wenn quasi davon ausgegangen wird dass wir zehn Prozent unseres Umsatzes für Werbung aufwenden.

00:34:15: Bei meiner Kennzahl ist quasi vierzig Prozent hinterlegt.

00:34:18: Das wäre so ein Fall, wo das Finanzamt sagt, warum sehen wir das massiv drüber?

00:34:21: Wir

00:34:21: müssen uns anschauen oder wenn die sonstigen Kosten explodieren, dass vielleicht einmal eine Nachfrage kommt.

00:34:29: bitte zeigen Sie uns auf wie setzen sich die sonstige Kosten zusammen.

00:34:33: Ja es ist sehr unterschiedlich muss man auch dazu sagen

00:34:36: Und ich habe die Pflicht meine Umsätze, meine Rechnungen etc.

00:34:39: nicht nur zu dokumentieren sondern ja danach aufzubewahren.

00:34:42: Das sind jetzt aktuell sieben Jahre in Österreich

00:34:44: Genau, sieben Jahre und wenn irgendwie Immobilien involviert sind dann dreißig Jahre.

00:34:49: Soll ich da mal vorsichtig?

00:34:51: Gut!

00:34:52: Das heißt so habe ich einfach die Ordner zu Hause, dass wenn das Finanzamt anklopft... Ich sage kann hier sind quasi die Ordne von... ...zweitausend neunzehn Und dann können die quasi durchschauen und solange müssen Sie es quasi nachvollziehen.

00:35:01: aber danach kann mir auch für diese Zeit davor nichts mehr passieren.

00:35:04: theoretisch

00:35:05: Die Verjahrungsrüste sind zehn Jahre aufbewahren durch der Unterlage hab' ich sieben jahre.

00:35:09: Wenn ich jetzt merke, ich höre da diese Folgen und denke mir oh shit.

00:35:13: Da ist einiges lieben geblieben dann melde ich mich natürlich im ersten Schritt bei dir.

00:35:16: aber was mache ich denn jetzt wenn ich das Gefühl habe oh ich hab meine Reisen einerseits nicht oder Kilometergeld beispielsweise nicht verrechnet weil es ja tendenziell positiv sein kann weil er sich an meinen Steuer- oder meinen Umsatz senkt und mein Gewinn senkt?

00:35:28: Aber ich merke auch ich hab da ganz viel Kleidung drin und nicht nur dieses Jahr sondern auch für irgendwie zwei drei Jahren

00:35:33: Unsersich will ich meinen Erstgespräch empfehlen, das heißt unsere Erstgesprüche sind ja kostenlos.

00:35:37: Da können wir uns dann anschauen um was geht es tatsächlich?

00:35:41: Wenn ich jetzt Sachen vergessen habe... habe ich die Möglichkeit innerhalb eines Jahres ab Bescheiddatum des jeweiligen Jahres, egal hier zum welches Jahr es geht das Ganze nochmal aufzumachen.

00:35:51: Das heißt wir gehen dann einfach mit einer Bescheidsbeschwerde rein und bitten das Finanzamt das ganze noch mal auf zu machen um quasi die zusätzlichen Aufwendungen oder Ausgaben anzuerkennen.

00:36:00: ja wenn ich jetzt Sachen drinnen hab wo ich weiß okay dass hätte nicht sein dürfen da hat man immer noch die Möglichkeit einer Selbstanzeige d.h.

00:36:08: da kann man wirklich hergehen und sagen ok Ich habe das nicht gewusst Vertretung.

00:36:13: Die Steuerlichvertretung hat sich das angeschaut, im Endeffekt muss dann jeder Steuerberater diese Selbstumzeige neue Steuererklärungen abgeben und man kann auch eine strafbefreiende Wirkung quasi erwirken mit dieser Selbstumzeit.

00:36:26: dass ich musste zwar die Steuer nachzahlen, aber ich müsste keine Strafe zahlen.

00:36:30: Das heißt im besten Fall einfach sich tatsächlich melden.

00:36:32: und die Jahre wo ich das Gefühl habe da ist unsauber gearbeitet worden oder auch... Ich wusste es nicht kann ja auch sein, aber das hilft dir am Ende.

00:36:37: Das sage ich trotzdem nichts.

00:36:38: gemeinsam nochmal aufarbeiten und zu schauen was ist denn da wirklich?

00:36:41: Was wurde eingereicht, was eindeutig nicht geht oder wo man sich unsicher isst?

00:36:46: Genau!

00:36:47: Wenn du jetzt CreatorInnen, ContentCreatorInnen InfluencerInnen so einen Tipp an den Satz mitgeben könntest Wie Sie sich Ihr Leben leichter machen, wie Sie Dein Leben leicht ermachen als Steuerberaterin.

00:36:57: Was wäre das?

00:36:58: Ich sage mal,

00:36:59: Dokumentation ist um unseren Bereich im Content Creator-Bereich das A und O. Das heißt was nicht existiert kann im Zweifel auch gegen dich verwendet werden.

00:37:07: D.h.,

00:37:07: ich kann schon damit rechnen dass vielleicht in einer Betriebsprüfung ein Betriebensprüfer mit Screenshots von deinem Content da sitzt.

00:37:12: Ja d.h.

00:37:13: einfach dokumentieren wenn ich eine Reise mache wirklich einen Reisekalender führen so viele Termine wie möglich dokumentieren.

00:37:19: Das heisst mit Scriendshots.

00:37:21: warum habe ich was gebraucht?

00:37:22: Das ist das A und O.

00:37:24: Okay, also einfach alles dokumentieren, alles niederschreiben einen Kalender für ein Screenshots machen und sich auch nicht darauf verlassen dass es finanzamt ich sage das jetzt mal gemein immer so hinten nach ist wie sie vielleicht jetzt sind weil die lernen weiter und professionalisieren sich und verstehen das Business immer besser.

00:37:39: und vor ein paar Jahren waren wahrscheinlich noch viele Dinge.

00:37:42: die haben nicht gewusst was Influencer Marketing ist.

00:37:43: aber auch dort sitzen jetzt Leute die das ganz genau wissen beobachten und wieder seigst du dann im Screenshot da sitzt und man denkt sich oh shit!

00:37:50: Das war vielleicht unsauber.

00:37:52: Muss man auch davon ausgehen, dass junge Leute nachrücken die selbst Social Media konsumieren.

00:37:56: Das heißt so wie du gesagt hast vor einigen Jahren war es vielleicht noch neu aber da muss man jetzt schon damit rechnen das auch das Finanzamt sich da auskennt und dann muss man dann einfach dokumentiert sein und gut argumentieren können.

00:38:08: Paula vielen, vielen Dank.

00:38:09: Wir werden deine Kontaktdaten auch verlinken.

00:38:11: Ich weiß es nicht ob ich dir wünschen soll oder dir nicht wünschten soll dass sich jetzt viele Leute melken weil sie Schadensbegrenzung betreiben müssen.

00:38:19: Danke für die Insätze.

00:38:20: das war isnig spannend und ich glaube da kann man sich sehr viel mitnehmen.

00:38:23: danke für deine Zeit und vielleicht gibt's ja bald Teil zwei mit dir.

00:38:26: Ja echt bedankt mich hat mich sehr gefreut

00:38:29: Dankeschön.

00:38:32: Es waren eine isnige spannende Folge mit der Paula Und ich befürchte jetzt fast, dass einige Leute sich denken, oh da ist mein Nachholbedarf bei mir.

00:38:39: Deswegen fasse ich euch nochmal die wichtigsten Erkenntnisse dieser Folge für mich zusammen.

00:38:44: Ich finde, da waren ganz viele Erkenntnisse dabei und ein paar, die auch weh tun.

00:38:48: Der Punkt der am meisten wehtut ist das Kleidung nicht abgesetzt werden kann, dass es ganz eindeutig ausjudiziert, auch wenn wir es für Shootings verwenden aber das hat keinen Platz in eure betrieblichen Steuer.

00:38:57: Gleiches gilt im Übrigen für Make-up oder so Geschichten wie Maniküre.

00:39:01: Dinge, die ihr schon absetzen könntet sind natürlich alle Geräte, die er betrieblich nutzt.

00:39:04: Beispielsweise auch Geräten, die Ihr schon hattet und im ersten Jahr dann einfach in die Steuer mit reinnehmen könntet also Laptops-Handys, die ja vor Betriebsaufnahmen schon hättet.

00:39:11: Und ein Punkt der auch sehr steuersparen sein kann sind so Geschichten wie Kilometergeld oder Reisekosten.

00:39:16: Auch das Thema RTR kam nochmal auf und deswegen werde ich nicht müde das zu erwähnen.

00:39:20: Bitte bitte meldet es euch dort unbedingt Wenn ihr meldetpflichtig seid Also wenn ihr Video Content veröffentlicht und das innerhalb von zwei Monaten ab Aufnahme der Betrieblichkeit.

00:39:29: Manchmal ist es einfach nur Pech, dass das finanzamt auf einen Aufmerksam wird und man eine Betriebsprüfung bekommt.

00:39:34: Die ganz oft der Steuerberater dann abwickelt.

00:39:36: aber die Paula ratet dazu, dass man alles dokumentiert.

00:39:38: Dass man Termine dokumentiert hat, Shootings dokumentiert, Reisen dokumentiert weil diese Dokumentation am Ende des Tages einfach oft hilft Fragen zu beantworten und dieser Betriebesprüfungen so kurz und angenehm wie möglich zu gestalten.

00:39:51: Das war's von mir.

00:39:51: Danke fürs Zuhören und ich freu mich wenn ihr das nächste mal wieder einschaltet.

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