Folge 20 | Von der Dienstleistung zum Ort der Zugehörigkeit - mit Julia Schedlberger

Shownotes

Julia Schedlberger ist Unternehmerin und Speakerin – bekannt unter anderem durch June, Babetown und Pizza Bussi Ciao. Aber ihre Reise begann schon viel früher, mit der Shoppingbörse, Skillbeast und der ersten gemeinsamen Agentur mit Alina. In dieser Folge reden wir über Scheitern als Werkzeug, über das, was ein neues Unternehmen wirklich braucht, und vor allem über das, was Julias Unternehmen so besonders macht: Sie verkauft keine reinen Dienstleistungen, sondern schafft Orte, an die Menschen kommen, weil sie dort sein und dazugehören wollen. Ehrlich, nahbar und mit vielen konkreten Learnings aus über 15 Jahren Unternehmertum.

Themen dieser Folge

→ Warum Scheitern in Österreich als Versagen gilt – und warum es das nicht ist → Reflexion und Accountability statt Opferrolle → Die größte Fehlkalkulation: die Babetown-Filiale in Berlin → Warum man nicht alles machen muss, was einem angeboten wird → Umgang mit Konkurrenz und der Angst, dass einem etwas weggenommen wird → Wie man mit der Angst vor dem Scheitern umgeht, ohne leichtsinnig zu werden → Was ein neues Unternehmen wirklich braucht (Spoiler: kein akribischer Businessplan) → Warum die Kundenperspektive Julias wichtigstes Werkzeug ist → Warum sie jedes Handwerk selbst lernt, bevor sie gründet → Warum die Zielgruppe fast immer eine andere ist als gedacht → Wie aus Kundschaft eine Community wird – und die Rolle von Branding → Warum June nicht „Reformer Pilates Wohlfühlort" heißt → Die Kundenreise vom Counter an – und wie man ein Team darauf schult → Warum sich die Gründerinnen bewusst im Hintergrund halten → Community ehrlich aufbauen statt künstlich erzwingen → Warum Followerzahl nur den ersten Besuch bringt – der zweite kommt durch Qualität → Was der eigene Merch auf einer Kappe über echte Zugehörigkeit verrät

Instagram: @jay.rox

JUNE Pilates Studio Vienna

LinkedIn: Julia Schedlberger

📍🎙️ Das Gespräch wurde online aufgezeichnet

Eine Produktion von Xupiter Vision: Konzept, Produktion und Hosting von Podcast – alles aus einer Hand. Schreib mir gerne: sebastian.krebitz@xupitervision.com

📖 GLOSSAR

Accountability – Die Bereitschaft, Verantwortung für eigene Fehler zu übernehmen, statt in die Opferrolle zu gehen. Für Julia der Kern echten Lernens aus dem Scheitern.

Community (im Unternehmenskontext) – Kundschaft, die sich mit einer Marke oder einem Ort identifiziert, wiederkommt und sich zugehörig fühlt. Wertvoller als reine Laufkundschaft.

Customer Relationship Management (CRM) – System/Tool zur Pflege von Kundenbeziehungen.

Ducks in a row – Redewendung für „alles geordnet haben".

Kundenreise (Customer Journey) – Der gesamte Weg einer Kundin – vom ersten Kontakt über die Begrüßung am Counter bis zum Erlebnis vor Ort. Entscheidend für das Gefühl von Zugehörigkeit.

Merch – Markenprodukte (Taschen, Kappen, T-Shirts). Wenn Kund:innen ihn freiwillig tragen, ist das laut Julia die höchste Form der Anerkennung.

Pionier(s)vorschuss – Der Vorteil, in einem Markt früh dran zu sein. June und Babetown profitierten anfangs davon – bis die Konkurrenz nachkam.

Social Proof – Sozialer Beweis durch Sichtbarkeit (z.B. viele Follower). Hilft beim Start, ersetzt aber keine echte Qualität vor Ort.

Transkript anzeigen

00:00:02: Willkommen beim Maven Talks, dem Podcast rund um Influencer Marketing.

00:00:06: Ich bin Alina Heiner und spreche mit Menschen die die Creator Economy prägen – strategisch kreativ aber manchmal auch kritisch!

00:00:12: Hier geht's um das was hinter Kampagnen, Kooperationen und KPIs steckt… und um alles was die Branche wirklich bewegt.

00:00:17: Es kann sein dass in der Folge ein paar Begriffe vorkommen, die dir nix sagen Aber wir haben für jede Folge in den Show notes alle Begriefe noch einmal erklärt Und dort findest du auch alle weiteren Infos zu den Personen und Themen die wir besprechen.

00:00:28: Eine neue Folge im Waventalks.

00:00:29: Ich freue mich sehr, dass die Julia heute zu Gast ist, Julia Schidlberger ich stelle dich mal ganz kurz vor für alle, die dich nicht kennen Du bist Unternehmerin und Speakerin hast unter anderem beim Bass & Beyond Verzweierung über Fail-Forward und Scheitern geredet Und das es eigentlich kein Stoppschild sondern so ein Startpunkt sein kann und wir wollen uns heute noch einmal von deiner anderen Seite ein bisschen aufrollen.

00:00:49: Du für mich so besonders machst oder deine Unternehmen für mich ist, dass du eigentlich geschafft hast nicht eine reine Dienstleistung anzubieten sondern einen Ort in dem sich Menschen wohlfühlen und wo sie gerne sind.

00:00:59: Und vielleicht auch gesehen werden wollen.

00:01:01: darüber werden wir auf jeden Fall reden aber bevor wir starten.

00:01:04: ich hatte ja auch schon die Christiana zu Gast und die Madeleine zu Gast.

00:01:07: ein Ding das euch verbindet unter anderem ist also alle große Fans von Reality TV selbst Wenn du bei einem Format mitmachen müsstest dürftest was wär's?

00:01:18: Ich habe gerade, bevor wir jetzt angefangen haben zu rekorden ein Podcast gehört von zwei Reality Show-Damen die ein bisschen sogar im Hintergrund erzählt haben wie ihre Show jeweils gefilmt wurde und dann hat man gedacht oh das ging ein bisschen arg.

00:01:29: Aber ich hab tatsächlich schon mit Bekannten gejockt dass noch der Real House ist ob Vienna eigentlich machen müsste?

00:01:35: Auf zwölfzwanzig

00:01:36: Genau wahrscheinlich auf zwölftzwanziger Ja, wahrscheinlich bei sowas.

00:01:42: Aber

00:01:43: eigentlich

00:01:45: bei Kackern sind sie am seriösesten und das sind auch nicht mehr nur Hauser als selber Unternehmerinnen.

00:01:52: jetzt

00:01:52: Okay, cool.

00:01:53: Ich bin ja nicht so tief im Game drin aber maybe I should!

00:01:57: Ich glaube die meisten, die vielleicht jetzt in Podcast hören kennen dich vor allem durch June, durch Bebton und durch Pizza Positior, aber eigentlich hast du ja ganz anders gestartet nämlich unter anderem mit der Shopping Börse... Du warst bei Skillvis beteiligt.

00:02:08: wie haben unsere ersten Agentur miteinander gegründet?

00:02:10: Also was sind ja schon ein paar Jahre so ins Land gezogen seid oder dein erstes Unternehmen gestartet hast?

00:02:14: Vielleicht war die Shopping-Börse nicht zu einem Unternehmen wie es heute June ist, aber trotzdem ich finde für damalige Verhältnisse das zählt auf jeden Fall als Unternehmung Wenn du so zurückdeckst, was würdest du der Julia vor... wie lange ist das jetzt her?

00:02:27: ...fünfzehn Jahren mitgeben.

00:02:29: Gibt es einen Satz wo du sagst, dass würde ich ihr aus heutiger Sicht gern sagen.

00:02:34: Einfach weitermachen!

00:02:36: Wenn sie das nicht alles genauso gemacht hätte, wie sie's gemacht hat die Julia dann wäre ich ja jetzt nicht da wo ich jetzt bin.

00:02:42: Ich sage mich, dass ich irgendwo bin, wo ich sein wollte oder wo das ein Endgol ist aber das ist einfach nur eine Reise, das hat alles.

00:02:50: so sein sollen, wie es gekommen ist.

00:02:52: Aber man hätte besser auf seine Finanzen schauen können von Anfang an.

00:02:57: dann hätte man aber dann heute vielleicht nicht zu viele Unternehmen macht weil dann hätte das erste Fleisch schon funktionieren.

00:03:04: Du hast, weil du jetzt grössiges Finanze in deiner Kinot im Bassenpion gesagt hast du da noch jemanden gesucht der sich mit Finanz gut auskennt und den hast du dann im Endeffekt auch geheiratet.

00:03:13: also du hast ja dann zumindest jemand ins Team geholt der weiß was halt gut.

00:03:16: Aber das war als Erster die Hochzeit und dann habe ich realisiert, wir arbeiten eigentlich sehr gut zusammen.

00:03:22: Oder als erster die Beziehung sagen muss, ich hab nicht meinen Echselgeier gehalten sondern mein Freund ist mein Echslgeier und dann mein Mann geworden!

00:03:32: Du hast in dieser Keynote auch gesagt, dass Scheitern was gut ist.

00:03:35: Ich finde, das ist so ein bisschen... Scheittern wird bei uns gerade in Österreich.

00:03:38: Ich weiß nicht ob es ein österreichisches Phänomen ist oft als etwas Negatives gesehen.

00:03:41: Ich glaube Amerika ist ja noch ein bissel anders.

00:03:43: Da sagt man wenn Unternehmen einen mal gescheitert sind haben sie was gelernt.

00:03:46: und bei uns sagt man eher Sie sind quasi, Sie haben versagt!

00:03:49: Warum ist für dich scheitern per se eigentlich gar nicht so negativ?

00:03:52: weil man einfach nur beim Schaltern lernen kann, wenn ein Unternehmen immer linear oder eine Unternehmung oder auch eine Beziehung.

00:03:59: Es kann mehr auf jeden Lebensbereich umwälzen.

00:04:02: Wenn das immer rosig läuft und alles funktioniert, kann man sicher gar nicht weiterentwickeln.

00:04:07: Und deswegen glaube ich gehört das einfach dazu wie jeder erfolgreiche Unternehmer oder Unternehmerin ist irgendwo gescheitert und vielleicht auch nicht öffentlich.

00:04:15: Weil es gab ja auch die Unternehmen, die du vorwähntest bei mir, die vielleicht gar nix geworden sind, die keiner kannte, gescheitert sind, ich sehe jetzt gar nicht das Gescheitern.

00:04:23: Ich hab's halt probiert, ist halt nicht aufgegangen und dann weiter.

00:04:26: aber ich habe es nie als Scheitern gesehen.

00:04:28: da würde ich sagen war Babeton fast mehr scheitern und zurück kommen wir wahrscheinlich später.

00:04:33: aber hat auch sein müssen war auch eine Journey.

00:04:37: Manchmal ist ja auch also zum Beispiel bei Social Social das hast du nicht beendet weil es gescheitet ist sondern weil du an einen anderen Weg eingeschlagen hast ... sich das einfach für dich nicht mehr ausgegangen ist.

00:04:46: Oder auch die Shoppingbörse war ja auch nicht... Also, die gibt's ja tatsächlich nach wie vor oder du weißt sogar auf Facebook?

00:04:51: Oder hat die noch ein paar tausend Mitglieder?

00:04:52: Ja ich glaub über zwanzigtausend sogar.

00:04:55: Das heißt diese auch nicht gescheitert eigentlich eine riesige Community aber es war halt einfach nicht mehr dein Weg.

00:05:00: Aber gibt so einen Moment wo du das Gefühl hast zu sagen naja scheitern is eh auch voll gut.

00:05:03: Ist so ein bisschen ein einfaches Framing weil das halt auch bedeutet Ich kam mich auch ein bissl aus der Verantwortung.

00:05:09: wir haben gesagt naja es hat halt nicht funktioniert.

00:05:11: Ja aber das ist ja nicht schlecht dass ich Ich glaube, das Wichtigste ist beim Scheitern, dass man reflektiert danach.

00:05:17: Was ist der Fehler denn?

00:05:18: Ich mache da was sind vielleicht äußere Faktoren gewesen aber halt ich finde Accountability.

00:05:23: So sorry, ich werde sicher viele englische Passwerte verändern und dass man sich nicht in die Opferrolle begibt egal wie hart die Umstände waren sei es auch Covid etc... Diese Dinge sind ja auch bei meinen Unternehmen passiert, aber dass man sich trotzdem immer in die Verantwortung zieht.

00:05:41: Was hätte ich hier besser machen können?

00:05:43: Was werde ich beim nächsten Mal wenn mich noch mal drauf besser machen?

00:05:45: Ich finde das einfach das Allerwichtigste!

00:05:47: Du hast gerade gesagt, Covid das war ja bei Bebton mit ein Grund warum manchmal Dinge schwieriger waren als sie vielleicht hätten sein müssen.

00:05:53: Da hätte sich auch zumindest euch nicht anders darauf vorbereiten können weil ihr habt es eröffnet.

00:05:57: im November und im März war der erste Lockdown und wir waren glaube ich alle im Ausnahmezustand.

00:06:02: also es passieren ja auch Dinge die man als Unternehmerin überhaupt nicht kalkulieren kann und ich glaub vor Corona haben wir eine Pandemie für uns alle ja auch nicht existent oder das war so... Also selbst wenn du jeden Notfallplan in der Welt geschrieben hättest Den hättest du sicher nicht geschrieben.

00:06:17: Ich möchte jetzt gar nicht jedes Unternehmen durchgehen und alles aufdröseln, aber so eine Sache wurde wirklich gesagt, die ist richtig so auf gut Deutsch in Orscht gegangen.

00:06:25: So ein Fehler wurde wie gesagt der hat richtig weh getan egal ob finanziell oder persönlich.

00:06:30: was war das?

00:06:31: Ich

00:06:32: glaube dass Berlin wir hatten ja auch eine kleine Filiale von Beton in Berlin dass er sich ja eine Fehlentscheidung oder absolut viel kalkuliert.

00:06:41: Und das ist so blöd, weil wir hätten diese Zeit Energie und Geld einfach in Wien stecken können und hätten da soviel davon profitieren und hätten es am Laufen halten können.

00:06:51: Das war einfach ein Schnellschuss für Prestige.

00:06:56: Also das bereue ich schon, weil's auch uns einfach nix gebracht hat!

00:07:00: Natürlich hat noch mal hinter die Kulissen von etwas ganz anderen schauen können, das KDW.

00:07:04: Wie man in einem Kaufhaus eine Marke aufbaut und Unternehmenaufbau den Deutschlandmitarbeiter hat

00:07:10: etc.,

00:07:11: es war natürlich spannend.

00:07:12: Ich habe was gelernt, aber ich glaube nichts, dass sich im Zukunft nochmal brauchen

00:07:15: wird.".

00:07:16: Das heißt da war für dich dein Learning quasi vielleicht Dinge, die vielleicht auch im ersten Moment voll cool klingen oder ausschauen?

00:07:20: Du hast direkt prästisch gesagt im KDw zu sein!

00:07:22: War natürlich...ich kann mich noch erinnern als das E-Mail gekommen ist..das war ja schon so.

00:07:26: Wir sind aus Wien irgendwie und haben das dann geschafft, trotzdem kurz einmal durchzudenken.

00:07:31: Und nicht aus irgendeiner Übermotivation oder Überfreude oder aus dieser Euphorie zuzusagen ohne sich das durchzdenken.

00:07:39: Wäre das so?

00:07:39: Wir zurückblicken das Learning gewesen.

00:07:42: Genau!

00:07:42: Man muss nicht alles machen was einem angeboten wird.

00:07:46: Oder deswegen muss man nicht immer wachsen.

00:07:48: Man muss in andere Städte gehen und cooler werden.

00:07:51: Sondern man sollte mal seine Dachs in den Row haben mit seinem Standort Und dann von da schon, dass auf jeden Fall sich auch nicht blenden lassen von irgendwelchen Namen.

00:08:01: Aber wahrscheinlich manchmal auch das wird nicht urschwierig weil ich glaube wenn man halt dann irgendwie die Möglichkeiten hat, ist man so fühlt man sich ja auch geährt oder so und dann überstürzt man vielleicht Dinge?

00:08:09: Ja,

00:08:09: ich glaube es war auch die Zeit, das glaube ich passt ganz gut noch zu wo andere Studios in Wien auch oft gepoppt sind und angefangen haben will mich sagen uns zu kopieren aber so in die Richtung von einem Nagestudio neu zu erfinden zu gehen Und das war so ein In-Your-Face-Archie.

00:08:24: Ich glaub, jetzt könnt ihr es in Wien machen und zeigen euch, wie können wir uns noch mal anders auf die Art machen?

00:08:30: Also ja einfach... ich hab eigentlich immer so gelebt dass man nicht nach rechts und links schaut immer nur grad, immer nur seine Linie und das war sicher im Moment wo ein bisschen so die Angst kam oder kommt mit anderem.

00:08:41: was passiert mit uns?

00:08:43: und das ist eine Trotzreaktion und das darf eigentlich nichts passieren.

00:08:46: Ich find's lustig, dass du das grad sagst.

00:08:47: Weil ich finde so wichtig kennen und glaub schon, dass ich dich ganz gut kenn.

00:08:50: Einer Sache die du immer gesagt hast und immer wieder sagst ist Kommts!

00:08:54: Und wenn ihr es besser macht als wir was auch immer besser ist dann habt sie es auch verdient größer zu sein mehr Stores zu haben wie gesagt wie auch immer mein Erfolgen ist.

00:09:03: aber ich find' das war immer sowas.

00:09:05: Du hast immer gesagt ich versuch meine Sache so gutzumachen wie es geht.

00:09:08: Aber wenn jemand kommt und er macht das irgendeinem Grund besser gratuliere

00:09:12: Genau.

00:09:13: Stimmt auch, aber trotzdem hat man natürlich Angst dass einem was weggenommen wird weil es ist ja seine Existenz Man hat ja sein ganzes Geld in diesen Unternehmen und seine Zeit die Mitarbeiter etc.

00:09:22: Es ist immer so ein bisschen eine Angst die mit schwingt wenn Konkurrenz aufkommt.

00:09:27: Aber natürlich denke ich mal klar probiert das alle.

00:09:30: Und wenn ihr's besser macht, wenn irgendwas cooler macht dann werde ich auch denken ok cool und jetzt habe ich gar nicht da.

00:09:36: Vielleicht werde ich das bei mir auch implementieren vielleicht doch nicht Aber ja, sehe ich immer so.

00:09:41: Auch wenn du was einsteins kopierst aber dann die Kunden lieber bei dir sind, hast du irgendwas ja trotzdem besser gemacht als ich?

00:09:47: Darüber reden wir eh noch, was Community ist damit zu tun, aber du hast gerade das Thema Angst erwähnt.

00:09:51: also du bist jetzt seit Jahren selbstständig und hast eben auch da schon viel durchgemacht und viele ups and downs.

00:09:58: legt man diese Angst vor dem Scheitern irgendwann ab?

00:10:00: Wenn ja wie legtman sie ab?

00:10:02: und wie wird man nicht leichtsinnig und sagt Ja mit dem Kopf durch die Wand irgendwie wird's schon gehen.

00:10:06: Ich glaube, ich hatte nie Angst vom Scheitern.

00:10:08: Ich hatte nur eben Angstmomente wenn irgendwelche Sachen natürlich wie Corona passiert ist oder wenn eben Co-Grenz aufpoppt hat.

00:10:15: Natürlich Angst dass einem jemand das wegnimmt von dem man halt gerade lebt.

00:10:20: aber so Angst vorm Scheit dann also es nicht funktioniert hatte ich eigentlich nie.

00:10:24: Das kann man fast nicht.

00:10:26: doch man kann sicher lernen indem's einfach passiert und man merkt okay ist gar nichts zu stehen.

00:10:30: Das ist eins oder man hat sie einfach gar nicht.

00:10:33: Aber vielleicht, weil ich so früh schon bei Dingen gescheitert bin die nicht in der Öffentlichkeit waren oder wo halt Social Media nicht zu groß war.

00:10:40: Ist mir da schon so früh passiert dass ich mir gedacht habe das es halt gar nicht schlimm ist.

00:10:45: deswegen konnte ich von dem schon gleich weiter schauen.

00:10:47: was war die zweite Frage?

00:10:48: Wie man nicht leichtsinnig wird

00:10:50: Ja... In dem er wahrscheinlich wie ein Axelgeier heiratet aber ich glaube man sollte einfach wissen zum Leben braucht, was man dann vielleicht für ein Puffer hat und dann ist halt der Weiß.

00:11:02: Was passieren kann ist dass du halt das Geld verlierst mit dem du spielen darfst und dann safety net halt trotzdem irgendwo noch hast oder du hast eine Ausbildung oder einen Job in den du immer zurückgehen kannst.

00:11:13: ich denke man darf sich halt nicht Verstrodeln und alles, woran stecken was man sich eigentlich nicht leisten kann.

00:11:19: Also

00:11:19: nicht alles auf eine Karte setzen.

00:11:21: und noch einer Sache zu dem Vorhalt.

00:11:23: was mir jetzt so die Selbststände kennengelernt hat ist auch diese Resilienz.

00:11:26: wenn es gerade scheiße ist bleibt dir eh nichts anderes übrig als durchzugehen weil du kannst danach immer aus den Fehler lernen.

00:11:32: Du kannst davor versuchen dich auf Eventualitäten vorzubereiten aber in dem Moment wo das passiert musst du eh irgendwie funktionieren und dann eigentlich zu sagen

00:11:41: meistens härter arbeiten als sonst

00:11:44: richtig.

00:11:44: Und dann, wenn es dann wieder ruhiger ist, kann man für mich noch einmal reflektieren und sich überlegen.

00:11:48: Sollte das nochmal passieren?

00:11:49: Was machen wir anders?

00:11:50: Wie du gesagt hast, warum ist uns das passiert?

00:11:51: Aber in dem Moment hilft einen diese Angst eh nicht, weil du gerade dann... Wenn die Scheiße am Dampfen ist musst du was machen!

00:11:59: Genau an deinem Satz nicht immer wiederholen.

00:12:01: Was ist in der Schlimmste, was passieren kann?

00:12:03: Dann beantwortest du dir das, was ist okay und wann das passiert?

00:12:06: oder was kann dann passieren?

00:12:07: Bist du das Spiel halt ausgebildet bis halt dieser eine Endsatz stehen bleibt, der halt wahrscheinlich deine größte Uhrangst ist und da muss nur mein Scheiden trau ich mich darüber zu gehen oder nicht.

00:12:17: Ich meine das sind ja auch Ängste unterschiedlich.

00:12:19: für den einen ist quasi ein Euro Minus sein die größte Angst, für den anderen ist es nicht.

00:12:23: Zehntausender auf der Seite haben die größten Angst und für den dritten ist Nicht fünf Unternehmen gleichzeitig zu haben oder jetzt also bei uns selbstständigen abgesehen von natürlich privaten gesundheitlichen Dingen.

00:12:31: Also ich glaube dass sie sich auch die eigene Angst zieht.

00:12:33: vielleicht jemand andere gar nicht als schlimm.

00:12:35: wenn dir das passiert würde sich vielleicht wer anderer denken Hey, dann machst du halt das und das auch mal.

00:12:38: selber ist aber so.

00:12:39: Und für manches vielleicht nur eine Ego-Sache?

00:12:42: Für viele glaube ich!

00:12:43: Ja sowieso...

00:12:44: Du hast ja schon ein paar Unternehmen aufgebaut die oft gar nicht so viel miteinander zu tun hatten.

00:12:48: es waren oft sehr unterschiedliche Dienstleistungen.

00:12:50: was sind die wichtigsten Punkte wenn du in Unternehmen startest?

00:12:52: abseits.

00:12:53: jetzt zum klassischen Businessplan.

00:12:54: oder ist das tatsächlich das allerwichtigste mit dem Wissen dass du heute hast?

00:12:58: Nein gar nicht.

00:12:59: also ein Businessplan ist so nice to have.

00:13:02: manchmal braucht man ihn natürlich auch für Finanzierungen oder sonstiges.

00:13:05: Und es ist auch wichtig, wir haben so drei Spalten meistens, wo erst case finanziell wie es ausgeht.

00:13:12: So ein normaler Case und Bestcase.

00:13:14: also diese Rechnung gibt schon immer nicht von mir aber vom AxelGuy.

00:13:20: Genau das wissen.

00:13:22: okay ab wie viele Personen rechnet sich was auch immer?

00:13:25: Aber sonst das Wichtigste wie ich ein Unternehmen starten extrem Lust drauf haben.

00:13:34: Ich kann es nicht anders diese Euphorie, dass man nächtelang wach bleiben will und dran arbeiten will und einfach Lust darauf hat.

00:13:41: und sonst was ich immer mache ist mich in die Kundenperspektive hineinzusetzen weil keineste Unternehmen die ich gegründet habe sind ja aus einer Expertise von mir entstanden.

00:13:50: Ich war weder eine Nagelsanerin, Barista, Pizziola, Rehnerin vorher.

00:13:56: das heißt ich bin mir immer dacht Wie als Kundespektive, ich hätte gerne so ein Ding in meiner Stadt und ich hätte auch Lust es zu leiten und zu erfinden.

00:14:05: Und wie würde ich jetzt das angehen?

00:14:06: Ich glaube wenn du aber aus dem Fach kommst hast dann ganz anderen Blickwinkel drauf!

00:14:10: Und würdest du's halt ganz anders machen?

00:14:12: Das heißt ich versuche einfach immer... jeden Blickwinkel mit anzubeziehen.

00:14:17: Ich finde, du machst doch immer extrem viel Research und lernst die Sachen auch selber, sondern ich glaube eine Pizza hast du mir noch nicht selber gemacht?

00:14:23: Das weiß ich nicht!

00:14:24: Aber wie gut deine Pizza... Wie sagt man?

00:14:26: Du dich herumschubst das kann ich nicht bürteln aber du hast gelernt wenn man Nägel macht bevor du Bebtan gegründet hast.

00:14:31: Du hast die Ausbildung zur Pilatastrainerin gemacht bevor du bei John eingestiegen bist.

00:14:35: also du lernste ja schon auch das Fach weil du mal zu mir gesagt hast dass du auch nur dann verstehst A was Qualität ist und B was Zeit auch betrifft.

00:14:43: Also gerade beim Nägel machen wir so wie lange darf es dauern oder kann soll muss was dauern?

00:14:47: und das finde ich, du bist dir für nix zu schade.

00:14:49: Niemand sollte sich für irgendwas zu schaden sein vor allem von etwas wo er der Chef oder die Chefin davon ist.

00:14:54: also... Und ich denke mal meine Mitarbeiterinnen oder Trainerinnen wie Rima würden mich ja nicht ernst nehmen wenn ich nicht wüsste was sie machen.

00:15:02: Das geht für mich irgendwie nicht.

00:15:04: Ich finde das ist eh die voll logische Aussage.

00:15:06: aber ich habe das Gefühl dass es in vielen Unternehmen Nicht Gang und Gebe ist.

00:15:10: Und du machst ja voll viel Research davor.

00:15:12: Sicher, ich will wissen wie machen es andere jetzt nicht in der eigenen Stadt meistens sondern einfach international und Ja was kann man sich da abschauen.

00:15:21: aber meistens wenn wir dann in die Materie geht alles Dienstleister selber, also die Person, die dann die Dienstleistung ausführt.

00:15:27: Dann fallen dann nochmal ganz andere Dinge auf.

00:15:30: aber ja in erster Linie finde ich die Kundenperspektive spannend weil das ist auch das was mir dann die Kunden bringt

00:15:35: und gibt es beim Gründen irgendwas voll überschätzt?

00:15:37: Ist so keine Ahnung.

00:15:38: der perfekte Social Media Auftritt, die Website, die Domänen, die Form des Unternehmens, irgendwas wo du sagst konzentriert sich mal auf etwas anderes bevor ihr das macht?

00:15:47: Ja also jetzt sind... akribisch Orga-Businessplan aus, sondern braucht ihn für eine Finanzierung oder so.

00:15:53: Dass man da jetzt alles unterschreibt das wird sich meistens eh ändern und auch seine Zielgruppe zum Beispiel haben wir bei Babe Town schon sehr klar definiert.

00:16:03: Das wird meistens komplett anders.

00:16:04: also bis jetzt war die Zielgruppen immer anders als ich dachte du richtest meistens den ganzen Marketing und auch Branding für eine Zielgruppes aus die du glaubst, dass das sein wird.

00:16:14: Und dann ist es was ganz anderes und man muss einfach nur ready sein, das zu adapten.

00:16:19: Da einfach nicht so stark an seinem Ding festzuhalten sondern auch zu schauen, was kommen da für Leute?

00:16:24: Wer sind tatsächlich meine Stammkunden?

00:16:26: Und die denn auch wirklich bedienen?

00:16:40: tatsächlich angefangen bei Babe, dann kann ich mich jetzt nicht erinnern.

00:16:43: Aber man erinnert sich schon an Namen und Gesichter und der Fall da meint die Sohn so geht es ja eigentlich gut.

00:16:50: hast du was von der gehört?

00:16:51: Man spricht uns über sie aber jetzt nicht dem Negativen sondern ist irgendwas und schaut vielleicht auf wie ein Social Media Profil wenn man mit ihr befreundet ist was die macht.

00:17:01: Bei June machen wir schon so ein Customization Management, wo wir halt dann Leuten die wirklich oft bei uns waren.

00:17:07: Aber jetzt ein paar Monate nicht einfach mal schauen wie geht's dir?

00:17:10: Gibt es irgendwas auf der Art?

00:17:12: Geht da jetzt gar nicht ins Detail.

00:17:13: aber schon mal nachfragen ob sich irgendetwas verändert hat und aber jetzt gar nichts weil wir die Person unbedingt zurück haben.

00:17:19: und also ist natürlich immer schön oder auch schlimm wenn du einen Stammkund nicht mehr siehst.

00:17:23: Du weißt, wie das ist.

00:17:24: Du bist auch immer in meinen fixen Klassen und wenn du da plötzlich jemandem nicht mehr siehst, dann bei Wochen fragst du dich halt, wie es der Person geht, ob alles okay ist oder ob man was falsch gemacht hat und man will das einfach wissen.

00:17:35: Und ja, teilweise kommt dann zurück... Ich war halt drei Monate im Urlaub.

00:17:39: oder ich habe mich verletzt oder ich mache jetzt gerade gerne ein Trainier für einen Marathon, kann nicht kommen uns einfach schön zu wissen.

00:17:45: Oder ich habe einfach eine ganz andere Sportart für mich entdeckt, das auch absolut feines!

00:17:52: Deinem Kopf gibt es ja tausend andere, den oder gab's tausende andere und wirds noch geben.

00:17:56: Wann weißt du, wenn ihr die Held wie entscheidest?

00:17:58: Du warst tatsächlich ein fertiges Unternehmenwirt und was lasst doch wieder gehen?

00:18:03: Ich glaub einfach, wie sich das ergibt.

00:18:05: man spricht das mal aus dann also man hat schon lange einen Kopf und Rische Schäde und hat vielleicht schon seinen... Pinterest oder Excelboard, was auch immer man das so hat.

00:18:14: Man spricht es dann aus und schaut halt irgendwie ob's bicken bleibt.

00:18:17: Ob sich dann etwas ergibt?

00:18:18: Ob sich plötzlich irgendein Mensch findet mit dem er das machen will?

00:18:22: Oder plötzlich eine Immobilie interessant wird?

00:18:25: Also ich glaube eher einfach je heißes wir die weniger man sich zurückziehen kann.

00:18:31: Und dann kurz vor nochmal auf den Bauch hören will ich das jetzt wirklich machen?

00:18:35: und dann go!

00:18:36: Hast du schon mal gegründet?

00:18:37: und es ist nie offiziell geworden

00:18:40: Nein, aber ich hatte schon Meetings mit Potenzellen oder Geschäftspartnern.

00:18:44: Mit denen man dachte, mit dem macht man jetzt was und hat da auch schon eine Art Businessplan oder Sachen erstellt und die Rollen verteilt.

00:18:51: und dann hat sich das halt irgendwie verlaufen.

00:18:53: Zum Glück vor der Gründung.

00:18:54: so gesehen?

00:18:55: An manche denkt nur noch.

00:18:58: Positiv habe ich ja, denke mal negativ!

00:19:01: Also an die Ideen nicht an die Menschen... Doch gab es einige tatsächlich auch von ganz kurzem erst, die sich dann einfach ja wo die anderen Personen vielleicht nicht mehr so dahinter waren.

00:19:12: und denken muss ich ja wenn sie sich jetzt nicht mehr meldet.

00:19:14: Ich lasse lieber weil ich will nicht die sein wie das initiiert.

00:19:18: Du hast vorher angesprochen des Thema Finanzierung und dafür brauche ich einen Businessplan?

00:19:22: Ich würde sagen jetzt June-Bapton und die Pizzeria waren ja so die größten finanziellen... Die Unternehmen wurde am meisten in Finanzierung gebraucht.

00:19:29: als wir unsere Social Media irgendwo gegründet haben haben wir unseren Laptop gebraucht, wir haben einmal ein Logo machen lassen und hatten einen Büro in einem Friseursalon.

00:19:39: Gut old times!

00:19:40: Aber da war unser Investor relativ gering und das war es ja bei der Shoppingbörse beispielsweise auch.

00:19:44: Wie hast du dich am Anfang finanziert?

00:19:46: Das war aber damals mein ganzes Erspartes muss man sagen weil ich die Webseite für die Shopping Börse programmieren las und ich war halt Anfang zwanzig und hatte halt nicht fünftausend Euro auf der Seite Schon mein ganzes Geld.

00:20:02: Und wie hast du es dann bei den anderen drei Unternehmen gemacht?

00:20:04: Wo kam da das Geld her, hat das eine das andere finanziert oder hast Du Kredite aufgenommen und hattest Du was auf der Seite?

00:20:11: All

00:20:11: of

00:20:12: the above.

00:20:13: Also es war auch zu einer Zeit, also vor allem BAPETON und die Pizzerie wo das mit den Krediten nicht so schwer war aber das war ja quasi kurz vor Covid.

00:20:21: Das heißt wir haben einen Teil immer selber finanzieren vor allem die Gründungskosten an ein paar Einlagen und dann über die Bank.

00:20:28: Und bei June war einer von unseren Co-Gründern quasi der Talentsgeber und das wurde dann halt immer zurückgezahlt irgendwann.

00:20:36: Du hast ja gerade gesagt, also alle Unternehmen hast du ja mit dem anderen gegründet nicht alle mit den gleichen Personen aber in unterschiedlichen Konstellationen.

00:20:42: Das heißt du warst... bei diesen Unternehmungen nicht allein.

00:20:45: Aber ihr hattet ja noch externe Unterstützung von Beraterinnen, du hast dich mit Leuten getroffen die aus der Branche kommen, die irgendwie ... Bei der Pizzeria weiß ich nicht, die aus dem Food Sektor kommen

00:20:54: etc.,

00:20:55: ab wann holst du die Unterstützung dazu und was versuchst du selber zu machen?

00:20:59: Wir

00:20:59: versuchen gleich immer alles selber zu tun bis man einfach merkt sich aber man kann sich alle selber aneignen.

00:21:07: es gab's eigentlich fast gar nicht weil dadurch dass wir jemandem für die Finanzen haben ist da schon so viel drinnen.

00:21:14: Da beschäftigt sich auch viel mit EI, das heißt wir sind da jetzt auch am Zahn der Zeit.

00:21:19: natürlich wenn man jetzt einen Grafik oder Designer braucht und ein paar Sachen kann ich schon selber machen aber diese wirklich professionellen Sachen muss man sich wen holen.

00:21:28: ja und eigentlich für das sind die Dienstleistungsunternehmen trotzdem noch manchmal zu klein dass man jetzt wirklich an Experten für irgendwas holt.

00:21:35: Natürlich hätte ich irrsinnig gern werden der mir Social Media zum Beispiel macht eben dieses Custom-Mobility Management oder Marketing.

00:21:43: Aber ich kann es ja prinzipiell auch, aber es wäre wahrscheinlich cooler wenn das jemand halt professionell macht.

00:21:50: Am Ende des Tages denke ich mir wir sind ein Dienstleistungsunternehmen in einer Stadt.

00:21:55: Wie viel kann man sich da schon leisten und wirklich externer Hilfe?

00:21:58: Man hat halt Mitarbeiter die ihm unterstützen und Sachen abnehmen und auch gut sehen in dem, aber jetzt zu wirklich Experten.

00:22:03: und Experten Traut man sich dann nicht so.

00:22:07: Vielleicht mal für ein Workshop, wir haben zum Beispiel jemanden, der coacht uns intern im Team einfach für die Dynamiken und wie man da jetzt das Team am besten aufbaut und so sowas muss man dann schon ab einer gewissen Anzahl, den man extrem als einen Blick drauf hat und schaut was bei uns vielleicht ein bisschen unbalanciert sein könnte und uns ein bissel durchcoached dass auf jeden Fall also auch psychologische Hilfe irgendwo.

00:22:31: Und wie willst du deine Businesspartnern aus?

00:22:33: Oder wie ist es in der Vergangenheit passiert

00:22:35: Der Random.

00:22:36: Also, beziehungsweise nicht ganz.

00:22:38: Bei der Carti bei Baton haben meine Kollegen, Creator-Kolleginnen und Bloggerkollegenden damals schon Büro geteilt und ich wusste dass die Carti auch Lust hat irgendwas zu machen was außerhalb von ihrem Blog ist und so sind wir irgendwie zusammengekommen.

00:22:52: Da habe ich die Idee gehabt und sie gefragt Und dann haben wir das gemeinsam erschaffen und bei der Pizzeria sind wir ganz lustig, einfach zusammengewürfelt worden.

00:23:00: Die kanntest du ja auch vorher nicht?

00:23:02: Na die kannte ich vor gar nicht.

00:23:03: Meine zwei Geschäfte waren mit meinem Mann natürlich schon.

00:23:06: Genau da ist er einfach, ja du willst sowas machen, mein Freund will sowas auch machen, ich connecte dich mal mit ihm und dann hat sich halt einmal getroffen und hat einfach eine Firma gegründet.

00:23:15: Aber kann auch funktionieren und bei June sind tatsächlich Nina und Basti meine Geschäftspartner auf mich zugekommen.

00:23:21: Ich glaube, dass ich ihnen empfohlen wurde von jemandem anderen mit dem schon gearbeitet habe.

00:23:25: Und ja wenn man was in Wien machen will vielleicht fragts mal Juli ob die Lust hat.

00:23:29: und ich hatte tatsächlich Lust weil die Idee hatte ich schonmal vor einigen Jahren aber da ist eben das gewesen also ich niemanden hatte mit dem ich die Idee halt umgesetzt hätte oder es einfach nie konkret worden und dann hat sich das ergeben.

00:23:41: Also auch so'n bisschen Glück und Netzwerk?

00:23:43: Ja, ich glaube man kann sowieso nicht den perfekten Geschäftspartnerinnen finden.

00:23:48: Das ist schwierig als es mit dem Ehepartnern nicht immer leicht.

00:23:53: Es ist mit einer besten Freundin nicht leicht, das ist mit Freunden auch nicht leicht.

00:23:57: also da gibt's wirklich kein richtig und falsch.

00:24:00: Man muss sich halt einfach irgendwie

00:24:01: zusammenwurschen.

00:24:02: Ja, zusammen tun ja genau und dann einfach offen und ehrlich sein dass das Wichtigste.

00:24:07: kommen wir zum Herzstück an der ganzen Unternehmen.

00:24:09: Und Eva, wie ich vorhin gesagt habe, dass das für mich so speziell macht wenn man jetzt gerade die letzten drei Unternehmen anschaut also Bebton, die Pizzeria und Joon Das sind ja in Wahrheit Wenn du es ganz einfach runterbrichst Dienstleistungen, die es alle schon gibt da hast du nichts neu erfunden.

00:24:22: und trotzdem hast du es bei allen Unternehmen geschafft einen Ort zu schaffen Der über ein normales Nagelstudio oder eine normale Pizziere Ein belagter Studium hinaus geht.

00:24:30: Es ist eigentlich ein Ort wo sich die Leute wirklich wohlfühlen Wo Community entsteht, wo die Leuten gerne sein wollen Teil einer Community sein wollen.

00:24:38: Wie entsteht aus einer puren Kundschaft eine Community?

00:24:43: Ich glaube, einerseits dass man sich halt als Kunde mit dem... Mit der Marke oder mit den Dienstleisten, mit dem Wort irgendwie identifizieren will.

00:24:54: das ist schon mal so ein Ding also einen Wunsch von einem Kunden, ich fühl mich da dazugehörig.

00:24:59: Das ist einmal nur so ein intrinsisches Ding.

00:25:00: und dann als Studio wie man das schafft wie man mit den Leuten umgeht, dass man die persönlich kennt und sie immer wieder willkommen heißt.

00:25:11: Dass man sie anschreibt persönlich, das natürlich durch eine gewisse Regelmäßigkeit.

00:25:16: wenn du dann immer in der gleichen Klasse oder auch immer den gleichen Termin beim Nagestudio hattest und dann sitzt die Person, die auch immer dem gleichen Terminen hat, wieder neben dir und dann kommt man ins Reden und wenn man am Counter steht... spricht man die eine Person an und wirft irgendwie den Ball zu anderen, dass die dann plötzlich miteinander reden.

00:25:34: Also das ist das was halt intern passieren kann im Ort des Geschehens Und ich glaube über Social Media einfach durch die Identifikation mit der Marke und dass man sich einfach angesprochen fühlt durch den Content der gezeigt wird.

00:25:47: oder wenn man sich vielleicht selbst mal drauf sieht

00:25:51: Du hast vorher gesagt, bevor du ein Unternehmen eröffnest überlegst soll doch was die Kundschaft braucht.

00:25:56: Jetzt beispielsweise bei June da ist es ja quasi ich möchte mein Workout haben.

00:25:59: oder das wäre jetzt meine ersten Gedanken Ich möchte quasi ein gutes Workout und das soll auch irgendwie technisch fachlich korrekt sein.

00:26:06: Oder ich muss darauf vertrauen weil wissen durchs sehr oft nicht.

00:26:08: ich habe selber die Ausbildung nicht Und es soll sauber sein Aber das haben ja viele Pilatesstudios gemeinsam.

00:26:14: Was war so dein Research?

00:26:16: Oder was waren die Erkenntnisse vorher wo du gedacht hast Das passt quasi auch, dann wieder reiht sich ein in meinen.

00:26:21: Ich schaffe wohlfühle Orte und Communities mehr als eine Dienstleistung.

00:26:27: Ja wie wir eröffnet haben gab es zwar Pilatesstudios und ich sage auch wirklich das Wort Pilates weil das ist einfach die klassische Form von dieser Sportart aber die waren halt alle im Rahmen also sind meistens kleine Studios vielleicht mit drei vier fünf Reformer.

00:26:43: Da hat man sich jetzt nicht viel um die Ästhetik bemüht, weil man das einfach nicht so gang und gäbe war.

00:26:49: Dass man jetzt irgendwie schaut dass das Studio Instagram wohl oder schön ist.

00:26:53: Das war einfach nur was halt die Gegebenheit hergegeben hat.

00:26:55: wenn es irgendeine Altbewohnung war dann hatten wir halt die Geräte da reingestellt vielleicht ein Spiegel Und eine Seife im Party gut riecht aber das war das höchste der Gefühl Zweiundzwanzig angefangenen Ideen zu feilen, da gab es jetzt keine modernen Formen davon in Wien.

00:27:16: Und das heißt die Idee war ja schon einfach das zu machen etwas was es schon gab aber modern halt umzusetzen.

00:27:22: und das fängt halt schon an beim Namen.

00:27:25: das heißt wir heißen nicht XY Reformapilates wohl viel Ort sondern wir heißten Zoom.

00:27:31: Das sagt dann mal gar nichts aus.

00:27:32: Julius

00:27:33: Reforma Ecke!

00:27:34: Genauso Da fangst du schon mit einer Marke an, dass es einfach eine klassische Dienstleistung ist.

00:27:41: Du baust deine Brand um etwas auf was eigentlich gar keine Brand sein muss.

00:27:45: Das ist eine Dienstleistungen und ich glaube da fängt das Ganze schon an und dann geht's halt in, dass man den Ort so gestaltet wie man ein klassisches Studio nicht gestalten wird.

00:27:55: Da steht ein italienisches Designers-Sofer drinnen und der Boden ist wieder... Warum?

00:28:01: Ja!

00:28:01: Ich glaube, das ist so wie man es halt angeht.

00:28:03: Und natürlich dann die Kundenreise, die halt startet schon beim Counter wenn man begrüßt wird von wem wird man da begrüßen und warum fühlt sich das gut an?

00:28:13: Das leitet mich auch schon zu den nächsten Fragen.

00:28:14: Das heißt dein Team also sowohl bei der Pizzeria als auch bei Babe Town und bei June bist du ja nicht den ganzen Tag alleine hast du nicht alles alleine gemacht.

00:28:21: Es hat sein riesiges Team.

00:28:22: aber wie schulst Du auch Dein Team darauf dass die verstehen Begrüßt vielleicht die Leute beim Namen.

00:28:27: Wenn du siehst, sind das erste Mal da.

00:28:29: Sag vielleicht gleich, ah, du bist zum ersten mal da?

00:28:31: Hast du schonmal beformen gemacht oder bist du nur bei uns zum ersten Mal?

00:28:33: Das sind ja so Kleinigkeiten wo ich das Gefühl habe, die beschäftigt sich in irgendeiner Art und Weise mit mir wie... Wie schulst du dein Team darauf?

00:28:41: Ich glaube dass wir einfach versuchen im Team auch die Kundenperspektive zu erklären und man geht mal raus von allem was du weißt.

00:28:49: Stell dir vor, du kommst in einen Ort wo du noch nie warst den du vielleicht von Instagram von irgendeiner Influencerin kennst.

00:28:55: das da fühlt man sich schonmal sehr eingeschüchtert.

00:28:57: das heißt das wichtigste ist den Kunden halt sobald du ihn siehst abzuholen und ich glaube die meisten machen es in drin sind schon gut aber manche sind dann selber wir sind ja als Trainerinnen auch oft schüchtern.

00:29:08: wenn wir im Raum sind sind wir da weil da haben wir zu performen.

00:29:13: Aber wenn du jetzt reinkommst, bist du für mich auch neu.

00:29:15: Das fühl ich manchmal auch so.

00:29:17: Ich weiß nicht wie du bist, dass du mir für eine Energie gibst und das musst du irgendwie an dich ziehen.

00:29:22: Und da hatten wir tatsächlich Hilfe.

00:29:24: aber eigentlich bei BAPETON eine ganz liebe Person mit der ich lange vorher gearbeitet habe.

00:29:29: die hat uns dann ein bisschen gecoached wie das funktioniert weil ein Kunde den Raum betritt und die haben wir jetzt auch tatsächlich schon zurück geholt und sie hilft uns jetzt aktuell gerade mit so einem Coaching, aber ich habe es natürlich schon vorher implementiert von dem was ich vorgelehnt hab.

00:29:45: Das heißt da sind wir wieder bei.

00:29:46: du versuchst das quasi so gut, dass kannst selbst zu machen und wenn's auf einen Punkt gibt wo du dir denkst jeder könnt jemand von externer für je nachdem eine Stunde Workshop zwei Wochen Betreuung je nach dem was mal Sinn macht helfen dann holst du die Person für eben Zeitraum extra zu um quasi so ein bisschen abzuleveln?

00:30:02: Genau weil ich weiß diese Dinge zwar aber ich würde auch nicht sagen dass ich die Beste in dem bin.

00:30:07: Du kennst mich bin auch eher nicht reserviert, aber ich bin jetzt auch nicht ultra outgoing.

00:30:12: Auch wenn es total gern wäre.

00:30:13: Aber das bin ich halt nicht.

00:30:14: Das heißt in meinen Trainerinnen, da jetzt eine Form zu vermitteln, die sie bei mir selbst nicht sehen ist manchmal schwierig.

00:30:20: Vielleicht sehen Sie über mich dass man uns als Person die eher introvertiert ist, das auch umsetzen kann.

00:30:26: Ein Punkt, den ich noch so wichtig finde oder der auch deiner Unternehmen so erfolgreich macht ist dieses Thema eben Zugehörigkeit.

00:30:33: Weil aus meiner Sicht Leute die sich zu einer Dienstleistung, zu einem Unternehmen und zu einem Ort, zu einer Marke, wie auch immer zugehörig fühlen sind unternehmerisch natürlich auch nicht wertvoll.

00:30:42: Die reagieren besser auf Portfolioanpassungen, Preisanpassungen

00:30:46: etc.,

00:30:48: wenn wir an genau diese Menschen denken, die immer wieder kommen was mache das mit Kundenbindung, Wiederkehr, Vertrauen?

00:30:53: Und am Ende des Tages ja Mit dem unternehmerischen Erfolg.

00:30:57: Ja, also natürlich sind die Stammkundinnen, die sich mit der Marke identifizieren, die wertvollsten weil sie halt immer wieder kommen und auch unsere Sachen kaufen.

00:31:06: nicht dass das jetzt ein riesen Unterschied macht ob du jetzt mein T-Shirt hast oder nicht finanziell aber du tragst es halt nach außen und bist stolz drauf.

00:31:15: du tragst einfach den Namen von einem Unternehmen auf deiner Kappe.

00:31:18: da war doch gerade irgendwie so ein Social Media Post des von ZIP.

00:31:23: ganz wenigen Tagen auf Instagram hast du schon einen Kappel von deinem Bäcker.

00:31:27: Und dann wurde dieses Phänomen ein bisschen beleuchtet, dass es immer mehr einfach das Café um die Ecke oder deinen Bäcker oder eben deine Reformerstudie wie auch immer einfach mörd schaut.

00:31:39: Das gab's ja früher nicht und das ist aber einfach so, das ist ja die größte Form von Anerkennung für uns als Unternehmer wenn du einfach etwas kaufst wo der Name draufsteht.

00:31:49: Da Greg Gänze hat, das ist absurd!

00:31:52: Das ist nichts was wir geplant haben oder so... Es gibt keine Strategie wie man wen als Stammkunde macht, dass es sich natürlich ergibt weil sich der Kunde bei uns wohlfühlt und das ist einfach ja das beste Kompliment.

00:32:04: Das heißt ob sich jemand wohlfüllt ist siehst du nicht nur in den Zahlen sondern siehst Du eben auch Dass die Leute dir das Feed begeben, dass sie euren März streiken.

00:32:12: Dass sie wiederkommen und sich einen neuen Zehnerblock kaufen wie der die Nägel gemacht haben oder ihr schon wusstet was für eine Pizza die ist weil sie offensichtlich so oft da war.

00:32:19: also... Das ist jetzt offensichtlich bei June dass ich auch ein bisschen durch ein Customer Relationship Management Tool abbilden lasst aber davor auch ein bissel ein Gefühl oder ein Gespür und ein Beobachten.

00:32:29: Ja und auch wenn man mit den anderen Trainerinnen spricht kennst du die Kommerie?

00:32:33: Die ist bei mir immer und es ist einfach dass man dich kennt und voneinander irgendwie Gedanken hat und die denkt, die Person, die bei mir war.

00:32:42: Und sie hat mir als Trainerin vielleicht auch ein gutes Gefühl gehen, weil sie mich fragt, wie es mir geht um was Neues gibt und sich erinnert hat an irgendwas, das ich immer erzählt habe.

00:32:51: also sie sind geben und nehmen in so einer org persönlichen Dienstleistung.

00:32:55: Du kriegst eine persönliche Dienstleistungen, weil's ja auch am Körper ganz viel ist.

00:32:59: aber wieviel Persönlichkeit steckt von dir in diesen ganzen oder von dir unter einen Co-Gründerinnen in den ganzen Unternehmen?

00:33:06: Wie wichtig ist es, dass du als Julia oder die Nina, also deine Pilatesko-Onerin... ...oder vorher die Katti das ihr Präsent seid?

00:33:14: Oder versuchst du das absichtlich nicht quasi schonen bei Julia, Nina und Basti.

00:33:19: Oder Bebton bei Katja und Yule um euch ein bisschen zu lösen?

00:33:23: Ja, also das war wirklich von Bebtern ganz bewusst gestartet, dass wir auf Social Media kein einziges Mal vorkommen Wir auch nicht unbedingt die sind, die dich immer begrüßen wenn du reinkommst weil wir einfach andere Rollen spielen müssen.

00:33:39: Es ist einfach so wichtig dass alles im Backend funktioniert und wenn du nur Front of House bist erstens machst du dich halt selber total abhängig oder das Unternehmen von dir weil dann wenn du da noch Urlaub bist oder mal irgendwie dich zurückziehen musst dann scheitert auf einmal alles weil du da nicht mehr das Gesicht bist.

00:33:56: es geht einfach nicht.

00:33:58: dann musst du eine Eins-zu-Eins-Dienstleistung machen.

00:34:00: Aber wenn du ein Unternehmen machen willst mit mehreren Mitarbeitern, dann sollte man das glaube ich relativ schnell versuchen und bei June ist es ja gar nicht so.

00:34:08: Also die Kundinnen, die zu mir trainieren kommen, die sehen mich weiß ja gar nichts, ob da alle wissen, dass ich die Gründerin bin.

00:34:14: Das steht ja nicht auf meinem...

00:34:15: Du bist auch die Trainerin Julia?

00:34:16: Die haben Mittwoch die elfdreißig Stunde hat, die am coolsten ist.

00:34:19: Genau!

00:34:19: Es gibt auch auf der Website kein Foto von mir oder so.

00:34:23: Ich glaub viele wissen das gar nicht wer ich bin,

00:34:25: d.h.,

00:34:25: sie sind Sie machen sich vielleicht ein bisschen von mir als ihre Trainerin abhängig, weil das halt ihre Routine ist.

00:34:30: Aber genauso machen sie das bei unseren anderen Trainerinnen und das finde ich total schön.

00:34:35: Also es ist einfach ein People-Business aber immer von den people mit denen du arbeitest nicht von den Chefs.

00:34:41: Aber so wie ich das jetzt alles raushör, sagst du schon dass sich diese Zugehörigkeit auch bewusst schaffen kann.

00:34:45: Ein Teil passiert vielleicht organisch weil es das dann herum spricht weil ich einen guten Job mache.

00:34:49: aber es gibt ja schon gewisse Dinge wo ich sage Ich kann schon sehr genau steuern.

00:34:53: ist es quasi eine klassische Dienstleistung wo die Dienstlastung per se super ist aber halt kein Wohlfüllort.

00:34:59: also ich kann schon steueren.

00:35:01: möchte ich quasi dass es darüber über ihre Dienstleistungen hinausgeht?

00:35:04: oder ist es vielleicht auch eine bewusste Entscheidung zu sagen bei mir macht man klassisch nur Nägel.

00:35:08: Ich glaube auch, dass wir da gar nicht das beste Beispiel sind.

00:35:11: Weil sowohl die Nino als auch ich sind jetzt nicht so outgoing wie ich schon erwähnt habe und wir tun uns jetzt nicht einfach immer mehr natürlich wenn man schon so lange unterrichtet mit Leuten.

00:35:22: also es hat mich komplett verändert zum Positiven.

00:35:25: Aber wir sind jetzt nicht das Studium, was immer Events macht.

00:35:28: Das die Community einlädt wo es einen Run Club gibt oder so weil wir das einfach authentisch auch nicht so sind.

00:35:33: vielleicht viele von unseren Trainerinnen und werden sich in Zukunft da bisschen mehr machen weil's einfach ein Wunsch ist von der Community.

00:35:39: aber es gibt eben Studios die ganz ganz gezielt und bewusst Communitys so aufbauen indem sie Events gibt Gewinnspiele irgendwelche Blöcke die man erreichen muss.

00:35:49: dann hast du ein Foto auf der Wand.

00:35:50: also Die machen das mega gut.

00:35:53: Das war nie unser Ding, weil es einfach nicht authentisch für uns ist und ich glaube die, die bei uns so die Stammkunden sind, fühlen sich auch mit dem Wohl.

00:36:00: Die wollen das gar nicht so geforscht.

00:36:02: D.h.,

00:36:03: dass es etwas über Jahre passiert ist und es braucht Zeit.

00:36:06: Also ich glaub man kann so umso eine Community aufbauen.

00:36:10: Kannst du diese Beobachtung teilen, dass... Du hast gerade gesagt es ist auch ein Verlangen aus der Community.

00:36:15: Ihr hört's in der Community die Zielgruppe zu und du hast vorhin schon gesagt quasi ein Ding das du heute anders machen würdest nicht dich auf eine Zielgruppen festführen und sagen, dass wir nur unsere Zielgruppes weil es kommt eh anders.

00:36:24: Dass viele Unternehmen ihre eigenen Zielgruppem eigentlich gar nichts so gut zuhören weil sie halt dieses Bild haben wie quasi das sein muss sollte und eigentlich ein bisschen verpassen was die Community braucht?

00:36:35: Ich finde Pilat ein sehr großes Beispiel.

00:36:39: Es ist kein günstiger Sport, weil es sind nur um die zwölf Leute in einem Raum.

00:36:43: Das ist nicht wie in einer Yoga-Klasse wo bis zu dreißig Leute reinpassen.

00:36:46: Du hast Geräte, die kosten teilweise zehntausend Euro pro Ding.

00:36:50: dann hast du meistens gute Standorte.

00:36:52: also das heißt deine Kosten sind schon mal höher.

00:36:54: auch deine Trainer sind hoffentlich gut bezahlt.

00:36:56: Deine Kosten sind höher.

00:36:57: das heißt es ist einfach kein günster Sport und das können sich meistens die Leute die auf Social Media abgebildet werden das Mäuse, Mäusinen nicht so leisten.

00:37:08: Das heißt ich glaube man kommuniziert oft schon an die falsche Zielgruppe und bekommt die dann nur über irgendwelche Rapate oder Clubs oder so und es sind aber nicht die, die dann halt bleiben werden.

00:37:18: Und auch bei Bethan war die Zielgruppen anders, sie waren auch ein bisschen älter, reifer hatten andere Jobs als wir dachten.

00:37:26: also dass die ja.

00:37:28: jetzt muss man ein bisschen beobachten und danach schauen was die wollen.

00:37:31: und da jetzt eben nicht künstlich.

00:37:32: zum Beispiel unsere Kundinnen haben gesagt Ja, ich bin eigentlich froh, dass ihr keine Matcherbar habt.

00:37:36: Mit Trinkern-Matchen trinkt ein Melange.

00:37:40: Meine Mama ist auch eine Stammkundin und die ist zweiundsechzig.

00:37:43: Ich hab dir den im Leben noch nie einen Matcher trinken.

00:37:45: Also warum soll man das immer verbinden?

00:37:48: Weil es halt so von außen... Wartest

00:37:50: du jetzt herausfinden, dass es jetzt diesen Uber Drink gibt dann?

00:37:54: Das hast du nicht.

00:37:56: Ich glaube, man muss sich auch ein bisschen ... davon verabschieden, dass alle die Zielgruppe sind.

00:38:00: und ich kenne diese Angst ja selber so dieses Ja.

00:38:02: aber dann schließt sich wen aus.

00:38:04: Und da hat man Angst, dass man sich eigentlich ein Geschäft vertut.

00:38:07: Aber ich glaube eigentlich wenn du diese Zielgruppee genauer bedienst besser bedienst, tust du dir einen Gefallen weil von der Zielgruppei gibt es ja mehr Leute.

00:38:15: das ist ja nicht nur weil du quasi wen ausschliess unter Anführungs- oder ausschließen ist vielleicht sogar das falsche Wort nicht proaktiv anspricht, kann das ja auch hilfreich sein.

00:38:24: Aber es ist natürlich trotzdem für allgemeiner da.

00:38:26: wir haben natürlich trotzdem voll viele junge Mädels die auch gerne Mathe trinken tue ich auch.

00:38:30: aber man muss trotzdem sich immer so den Kern des Stammkundinnen anschauen wer die in ihrer Identität sind was sie so machen und dass ist einfach super interessant.

00:38:39: und wie haben die überhaupt zu uns gefunden?

00:38:42: durch welche Posts, Aktionen, E-Mails, Newsletter wie auch immer fühlen die sich angesprochen?

00:38:48: Weil du willst dir die bedienen, die halt immer bei dir sind.

00:38:51: Und wenn du das frechert natürlich aus, dass du es dann kehren und dann geht's halt runter rum und du musst halt schauen, dass ... Ja, du einfach niemanden ausschließt aber dass du trotzdem weißt nicht werden gespricht.

00:39:01: Eine Sache nur, die mir persönlich was wichtig ist, was ich ja schon immer wieder gehört habe, ist so naja quasi diese ganzen Unternehmen hatten ja schon eine irrsinnige Follower-Schaft bevor ihr gegründet habt und das hat ja schon mitgeholfen.

00:39:12: Es hilft natürlich, dass man Sichtbarkeit hat.

00:39:14: Aber es hilft dir nix wenn du hunderttausend Followern hast aber einen scheiß Job machst und ich glaube das ist schon was, was man den Leuten auch mitgeben kann.

00:39:21: Ja Followinen auf Instagram ist eine Sache und das ist Social Proof und das is super.

00:39:25: Und natürlich die Leute scheren das und posten und taggen und blablabla.

00:39:28: Das ist alles uhr toll!

00:39:30: Aber wenn ich da not hingekommen und vor Ort passt das nicht Kann ich auf Instagram noch so gut toll wie auch immer sein.

00:39:37: Da bestehe ich halt nicht.

00:39:38: Das hilft mir vielleicht für den Kickstart so.

00:39:41: Aber dann muss ich mich sehr wohl selber beweisen.

00:39:44: Bebton hat ja vor Eröffnung schon Zehntausend Voller erinnern, was für ein... Überhaupt diese Zahl von Nagelstudien ist schon mal ins Seen in Österreich.

00:39:51: und dann noch vor Eröffnung Und ich glaube das sich viele Leute schon gedacht haben Na eh, klar geht es gut weil die hat ja quasi soviel Voller-Erinnern.

00:39:58: Das hilft vielleicht für Bekanntheit und eben Social Proof und dass vielleicht ein paar Medien aufmerksam werden bla bla bla da, dass Leute einmal kommen wollen aber eine Stammkundin entwickelt sich nicht, weil du Zehentausende Vollerinnen auf Instagram hast.

00:40:09: Ich sage immer, die Leute kommen.

00:40:11: Einige kommen vielleicht zum ersten Mal wegen Instagram, wegen Follow-Shift und das zweite mal kommen sie, weil sie einen gefallen hat.

00:40:19: Ja mehr brauchst du nicht!

00:40:20: Und wenn Sie nur einmal kommen wegen Instagram und dann nicht mehr, dann hast Du ein Problem.

00:40:24: Dann tragen Sie auch nicht das Kappal.

00:40:26: Genau...

00:40:27: Wir kommen eh bald zum Ende.

00:40:28: noch eine Frage bevor wir ganz zum Ende kommen.

00:40:31: Hast Du das Gefühl dass dieses Thema Zugehörigkeit?

00:40:34: Mehr Zeit, mehr Personal, mehr Aufwand kostet Aber sich trotzdem auszahlt, oder sich gerade deswegen auszahlt?

00:40:42: On the long run wird es auf jeden Fall auszahlen.

00:40:46: Man muss sagen am Anfang bei der Pizzerie etwas anderes, weil Pizziere in Gute gab's wirklich schon viele.

00:40:52: aber so mit dem Nagestudio und dem Reformer Studio da hatten wir am Anfang seinen Pioniers vor Schuss gefühlt nichts machen, weil wir sowieso eine Warteliste hatten.

00:41:04: Das ist jetzt nicht mehr so.

00:41:05: Wir sind umgeben von Konkurrenz und auch guten Leuten.

00:41:09: D.h.,

00:41:09: du musst jetzt definitiv mehr Fokus und Arbeit rein setzen in dieses Sekunden halten, schauen was die Wünsche sind etc... Und das kostet dich jetzt mehr Zeit und Geld.

00:41:19: aber natürlich lohnt sich das, weil das ist am Ende des Tages dein Braden Butter!

00:41:25: Was macht das mit dir als Julia wirklich?

00:41:27: Als Mensch, dass du diese Orte schaffst wo Leute gerne hinkommen.

00:41:31: Ich schick dir ja manchmal und werde nicht die Einzige sein wenn jemand frühere Babetowntasche jetzt eine Chuntasche oder sowas tragt auf der Straße irgendwer nicht direkt vor dem Studio ein bisschen.

00:41:39: was macht es mit dir wenn du das Gefühl hast ich habe orte erschaffen wo leute gerne hin kommen immer wieder hin kommen und sich wohlfühlen.

00:41:45: Ich realisiere das glaube ich kann das gar nicht so.

00:41:48: wenn du bist einer der besonderen die mir sowas schickt freu ich mich.

00:41:52: erstens, dass du dich so freust.

00:41:54: Das ist schon der schönste!

00:41:56: Aber dadurch das man so drinnen ist und man sieht ja auch wenn wir behindert sind, ist immer das was man noch besser machen könnte.

00:42:03: und deswegen vor ein paar Monaten bin ich mal beim Townhouse bei unserem zweiten Studio quasi vorbei gefahren nur weil ich halt in die Richtung musste und dann hat das Licht so gebrannt und ich habe gesehen wie die Leute drinnen halt miteinander interagieren und hab so von außen reingeschaut und dann haben wir doch wow Wie cool.

00:42:21: Manchmal gibt es solche Momente, aber nicht wenn du mittendrin bist.

00:42:24: Da bist du quasi im Fokus?

00:42:25: Ja voll!

00:42:26: Ich kann's sogar nicht realisieren und die meisten Menschen können das nicht um und tut sich sehr schwer mit Lobo und Stolz.

00:42:36: Wir hatten vor kurzem einen Event-Tag, ich glaub da warst du auch, weil mir dann anderen mag.

00:42:42: Lululemon kann man eh sagen, sind wir wohl noch nicht bezahlt.

00:42:45: Es war ein richtig toller Tag weil...

00:42:46: Even Eve auch eine bezahlt geworden wird.

00:42:48: Ja nein und wir sind jetzt auch leider nicht aber... Hit us up Lulululemen Ambassador oder so!

00:42:55: Die hat sicher den Park

00:42:57: riecht.

00:42:58: Aber wie die Nina und ich schon eröffnet haben war Lulullemon für uns schon so die Hero Branden und so immer so im Gedanken mit der wir uns halt irgendwie asozieren wollen.

00:43:06: Wir nehmen es sehr vorsichtig, mit anderen Marken nicht zu arbeiten einfach weil wir eher in eine Richtung gehen wollten und das sind wir einfach extrem ausgewählt.

00:43:14: Und sie haben vor kurzem eben unser Townhouse Studio übernommen und gebrandet und Sachen aufgestellt und für Kundinnen voucher etc.

00:43:24: Ich war leider nicht selber vorderlich noch im Urlaub aber ich mir wurde erzählt wie voll es waren, wie viele Leute da waren und wie schön es waren.

00:43:31: so was macht dann schon ihr seh nicht stolz Wenn so die Community mal wirklich alle auf einen Flecker, um halt irgendwas Cooles miterleben zu dürfen.

00:43:39: Dass wir dann Kreator mit einer Marke auf die wir selber aufschauen.

00:43:44: Schon cool!

00:43:44: Das finde ich schön zu hören gerade als Freundin weil ich find dass du stolz bist kommt ihr gar nicht so oft über die Lippen.

00:43:50: und jetzt haben wir es hier im Podcast.

00:43:53: Genau.

00:43:54: Eine letzte Frage wenn Du so einen Tipp an den Rat an Leute mitgeben können, dass die entweder gerade in der Gründungsphase sind oder vielleicht das Gefühl haben Community funktioniert bei ihnen nicht so sehr wie sie sich wünschen.

00:44:06: Welche Rat gibst du denen mit auf den Weg?

00:44:07: Wenn

00:44:08: man Richtung Community denkt einfach mal beobachten wer die Leute sind, die zu einem kommen und versuchen sicher dann das anzupassen was die einem vermitteln einfach raus aus seinem eigenen Ding zu gehen was man selber schön findet gut findet haben will sondern ein bisschen auf das zu hören was da eigentlich kommt.

00:44:26: Und was ist der Tipp, um Angst vor Fehlern und vom Scheitern zu nehmen?

00:44:30: Außer just keep swimming.

00:44:31: Ja, nehmts mich als Beispiel!

00:44:33: Der funktioniert... Also funktioniert wie gesagt genau nicht am Ende von irgendwas aber es ist das Beste...

00:44:40: You're still alive and well.

00:44:42: Genau, das ist well manchmal nicht

00:44:46: Aber alive

00:44:48: Ja, nein.

00:44:48: Aber ich kann versprechen, dass das einfach mit Abstand das beste Learning ist, was man haben kann wenn man dann irgendwas schaltet auch wenn es nur im Unternehmen an einem kleinen Teil ist in dem man schaltet tun wir ständig auch noch oder auch mal wenn man ganz groß schaltet weil die Fehler passieren halt nicht mehr und dann gehts weiter und das nächste macht man halt garantiert besser.

00:45:06: Danke Julia!

00:45:07: Ich verlinke alle deine Links in den Show Notes Und vielen vielen Dank für das schöne Gespräch.

00:45:15: Über die Folge habe ich mich heute tatsächlich selber sehr, sehr gefreut.

00:45:18: Weil die Julia finde ich da eine sehr inspirierende Person ist von der man sehr viel lernen kann und wie immer fasse ich euch natürlich auch wieder die Key-Learnings zusammen.

00:45:26: Drei Punkte, die die Julia mitgegeben hat, die ich sehr sinnvoll finde, ist Punkt eins sich den Worst Case zu überlegen also was es wirklich das Schlimmste was passieren kann?

00:45:34: Geht dieses Szenario durch spielt das durch und dann steht am Ende eine Aussage da.

00:45:37: und dann überlegte Wie schlimm ist sie wirklich und was kann ich tun um das im besten Fall zu vermeiden?

00:45:42: Punkt zwei ist überlegte immer, was deine Kundinnen wollen und was über die Dienstleistung hinausgeht.

00:45:46: Schau dir das Ganze wirklich mit dieser Kundinnenbrille an und nicht mit der Unternehmerinbrille oder was du für deinen Ort gerne hättest, sondern was brauchen die Leute, die deinen Ort und deine Dienstleistungen tatsächlich nutzen am Ende des Tages?

00:45:57: Und Punkt drei ist.

00:45:58: diese Zugehörigkeit zahlt sich langfristig aus!

00:46:01: Vielleicht kostet es für den Moment mehr Personal, mehr Ressourcen, mehr Geld, mehr Zeit.

00:46:05: aber gerade wenn ein Mitbewerb dazu kommt, gerade wenn es dann darum geht Langfristig bestehen zu können wird es sich aushalten Darin viel Zeit und Liebe und Energie investiert zu haben.

00:46:15: Ich bedanke mich wie immer fürs Zuhören, und freue mich schon wenn wir uns in zwei Wochen wieder hören!

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